20.11.2007 - 4 Masterplan Wohnen, Vorlage 0633/2007

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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

Die Vorsitzende bedankt sich bei Herrn Voss für dessen Ausführungen. Der Beirat nimmt den Bericht zur Kenntnis.

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Die Vorsitzende weist darauf hin, dass die Vorlage zum Masterplan Wohnen bereits im Rat zur Kenntnis genommen worden ist. Sie bittet Herrn Voss vom Ressort Wohnen darum, im Folgenden  die geplante weitere Entwicklung des Masterplans  Wohnens darzustellen.

Herr Voss erläutert die Entstehung der Vorlage aus dem in Auftrag gegebenen Masterplan Wohnen. Dieser wurde vom Inwis-Institut im Dezember 2006 vorgelegt. Er weist auf die Beratungsfolge der Vorlage hin. Die Vorlage ist daher erst als Zwischenbericht zu betrachten. Die Beteiligten haben sich geeinigt, zunächst in einem Stadtteil exemplarisch die vorgeschlagenen Maßnahmen bezüglich ihrer Umsetzungsmöglichkeiten zu erörtern. Er weist darauf hin, dass  in dem Stadtteil Wehringhausen bereits konkrete Einzelplanungen angelaufen sind, ebenso in den Stadtteilen Oberhagen und Eilpe. Zu diesen Planungsgebieten wird noch der Stadtteil Hohenlimburg hinzukommen. Herr Voss bedauert, dass sich die Umsetzung der Planungsempfehlungen stark  verzögern. Derzeit  stehen in seinem Ressort nicht die erforderlichen Personalressourcen zur Verfügung, um z.B. in Form einer ämterübergreifenden Gruppe, Maßnahmen intensiver und vertiefter diskutieren zu können. Idealtypisch wären angestrebte Lösungsmöglichkeiten mit Betroffenen, den Wohnungsgesellschaften, der Politik und der Verwaltung  zu finden. Ziel sollte  sein, insbesondere für ältere Menschen Wohnverhältnisse zu schaffen und zu erhalten, welche es ihnen ermöglichen, möglichst lange ein selbständiges Leben im vertrauten Quartier  in der eigenen Wohnung führen zu können. Herr Voss weist auf das Landesprogramm NRW zur Nachrüstung von bestehendem Wohnraum. Demnach stehen zinsgünstige Landesmittel zur Verfügung, um geeignete ältere Gebäude und Wohnungen barrierefrei umzugestalten.

An der sich anschließenden Diskussion beteiligen sich Frau Klenke, Frau Opitz, Frau Sauerwein, Herr Kramps und Herr Thielmann.

Herr Kramps stellt fest und kritisiert, dass innerhalb der Beratungsfolge der Vorlage der Seniorenbeirat nicht berücksichtigt wurde. Dieses sollte zumindest bei der Fortschrei-bung des Zwischenberichtes Berücksichtigung finden, zumal der Masterplan Wohnen in großen Teilen die Hagener Senioren betrifft, ebenso die Maßnahmen, welche für die Wohnumfelder relevant sind.  Frau Klenke stellt die Frage in den Raum, ob bei den weiteren Planungen auch Fragen der Umweltbelastungen Berücksichtigung finden. Frau Opitz bemängelt, dass in dem Zwischenbericht  Aspekte des preiswerten Wohnens für Jüngere und auch für Senioren vernachlässigt worden sind. Sie empfiehlt, insbesondere bei Neubauprojekten für Senioren, zu prüfen, ob für die potentiell Hilfestellung leistenden Generationen im Wohnumfeld preiswerter Wohnraum zur Verfügung steht.

Herr Voss bestätigt die Notwendigkeit der genannten Anregungen. Er weist darauf hin, dass im derzeitigen Diskussionsprozess zwar viele Akteure beteiligt sind, es aber zur Zeit aufgrund fehlender Personalressourcen an einer organisierten Diskussionsform mangelt. Zudem  besteht die grundsätzliche Notwendigkeit eine Evaluierung aller bestehenden Hagener Wohnquartiere durchzuführen. Er drückt die Hoffnung aus, dass durch personelle Umorganisationen in seinem Ressort Anfang 2008 eine Projektgruppe gebildet werden kann, an welcher alle relevanten Akteure beteiligt werden.

Auf die Frage von Herrn Thielmann, welche finanziellen Ressourcen der Stadt Hagen für den Umsetzungsprozess zur Verfügung stehen, teilt Herr Voss mit, dass diesbezüglich keine städtischen Eigenmittel zur Verfügung stehen.

Die Vorsitzende bedankt sich bei Herrn Voss für dessen Ausführungen. Der Beirat nimmt den Bericht zur Kenntnis.