14.02.2007 - 3 Anfrage gem. § 10 GeschO der FDP-Fraktionhier: ...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3
- Sitzung:
-
Sitzung des Umweltausschusses
- Gremium:
- Umweltausschuss
- Datum:
- Mi., 14.02.2007
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:05
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Berichterstatter: Herr Heicappell
Die Totalschadenfläche auf dem Hagener Stadtgebiet werde derzeit auf 650
bis 700 ha geschätzt, eine Versicherung zur Abdeckung der städt. Schäden
bestehe seiner Kenntnis nach nicht. Für die Aufarbeitung der Schäden sei mit
einer Zeit von 7,5 Jahren zu rechnen. Die Schadenssumme sei derzeit nicht
absehbar. Herr Heicappell hofft, bei der Vermarktung des Holzes, vernünftige
Preise zu erzielen. Die Fa. Stora Enso habe entsprechende Absichten
signalisiert, problematisch sei jedoch, die dafür notwendige Nasslagerung des
Holzes zu bewerkstelligen. Darüber hinaus sei man dabei, mit einem süddeutschen
Händler Verträge abzuschließen. Wichtig sei im Zusammenhang mit der Borkenkäferproblematik,
das Holz aus dem Wald zu entfernen. Es sei damit zu rechnen, dass auf den
geschädigten Flächen in den nächsten 30 – 40 Jahren keine Produktion/Erträge
mehr zu erlangen seien, demgegenüber jedoch Kosten für Aufforstungen entstehen
werden. Die Situation im Privatwald sei dieselbe, das Betreten der Wälder sei
durch Verordnung des Forstamtes Schwerte verboten worden.
Ein entsprechender Lagerplatz werde intensiv gesucht, für eine Option an
der Ruhrtalstraße seien in der nächsten Woche Gespräche vorgesehen.
Hinsichtlich der Aufforstung bestehen bereits Regelungen im Landschaftsplan; in
Bereichen an der Hasper Talsperre werde versucht, den Unterbau der Buchen zu
retten. Überwiegend werde Laubholz aufgeforstet, jedoch werde auch die Fichte
in Teilbereichen der Höhenlagen einbezogen. Frau Neuhaus trägt aus der Sitzung
des Regionalrates vor, insgesamt seien im Regierungsbezirk 50.000 ha Wald
betroffen, der Ministerpräsident sei seitens des Regionalrates kontaktiert
worden. Frau Kingreen bittet Herrn Heicappell, mit möglichst geringem Aufwand
die Hauptwanderwege frei zu räumen, da zu beobachten sei, dass der Wald
trotzdem frequentiert werde und Trampelpfade entstehen. Frau Kingreen betont
die Wichtigkeit der Information der Bevölkerung. Auf die Frage von Herrn Flack
erläutert Herr Heicappell, die Kosten eines Nasslagers betragen von der
Begründung bis zur Renaturierung ca. 12
– 15 €/Festmeter. Das Einnahmesoll in Höhe von 200.000 bis 250.000
€ der letzten Jahre sei erreicht worden, er hoffe jedoch auf höhere
Einnahmen, um die Aufforstung finanzieren zu können. Herr Dr. Bleicher verlässt
die Diskussion auf wirtschaftlicher Ebene und verweist auf den Einsatz der
Feuerwehrleute, Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks sowie die Mitarbeiter
der freiwilligen Feuerwehren in der Sturmnacht. Herr Dr. Bleicher spricht diesen Mitarbeitern, aber auch den
Mitarbeitern des Forstamtes und des Fachbereichs für Grünanlagen und Straßen,
seinen Dank für den hohen Einsatz in dieser Situation aus.
Herr König bezieht sich in diesem Zusammenhang auf die Frage nach einer
möglichen Verschiebung der Einführung der Papiertonne und führt aus, eine
Stabilisierung des Preises sei bei einer Leistung von 2.000 to/Jahr nicht zu
erwarten, so dass an der Einführung der Papiertonne wie geplant festgehalten
werde.
Anlagen
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(wie Dokument)
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120,7 kB
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