11.12.2007 - 7 Bebauungsplan der InnenentwicklungBebauungsplan...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7
- Gremium:
- Stadtentwicklungsausschuss
- Datum:
- Di., 11.12.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Annette Hölmer
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Grothe berichtet über den geplanten Abriss
des Gebäudes für den Neubau einer Parkpalette zur Befriedigung des
Stellplatzbedarfes in diesem Bereich.
Die Verwaltung könne sich gerade im Hinblick auf den demografischen
Wandel einen Abriss von derartigen Gründerzeitgebäuden nicht vorstellen. Daher
plädiere er für die Einleitung des Bebauungsplanverfahrens. Außerdem möchte er
den Beschluss zum Anlass für weitere Gespräche mit der Wohnungsbaugesellschaft
nutzen. Er bitte daher um Rückendeckung für Verhandlungen, auch um hier keinen
Präzedenzfall zu schaffen.
Für Herrn Dr. Ramrath geht es hier um einen
sensiblen Bereich, der auch prägend für Wehringhausen sei. Auf der anderen
Seite sei der Investor eine Wohnungsbaugesellschaft, die bereit sei mit
Investitionen auf bestimmte Ziele hin zu arbeiten. Es seien bereits
siebenstelligen Beträge in die Sanierung des gesamten Wohnblocks investiert worden.
Das in Frage kommende Gebäude entspräche nicht mehr den heutigen Wohnbedürfnissen.
Wenn diese Stellplätze nun dort erforderlich seien, sollte man diese Investition
auch nicht verhindern. Aber es sollte zunächst die Gesprächsebene gesucht werden.
Daher sollte die Verwaltung beauftragt werden, mit der Wohnungsbaugesellschaft
in konstruktive Gespräche einzusteigen. Er sei sicher, dass das Unternehmen
hierauf eingehen würde.
Herr Ludwig befürchtet, dass das Gebäude
verfallen werde, wenn dem Abrissantrag nicht stattgegeben würde, denn es gebe
keine Garantie, dass dieses Eckhaus saniert
würde.
Herr Oberste-Berghaus spricht sich gegen den
Abriss aus. Durch das anstehende Bebauungsplanverfahren solle die Substanz
erhalten werden.
Herrn Meier erscheint es kaum vorstellbar, dass
ein derartiges Gebäude aus einem Baublock herausgerissen würde. Er glaube
jedoch auch, dass ein Bebauungsplanverfahren zu keinem Ergebnis führen würde.
Er appelliere in Richtung der Wohnungsbaugesellschaft mit der Verwaltung
Überlegungen z.B. für ein anderes Eckgebäude anzustellen.
Herr Romberg gibt zu bedenken, dass durch einen
Bebauungsplan hier ein Vorhaben gestoppt würde. Der Stellplatzbedarf in diesem
Bereich müsse berücksichtigt werden. Außerdem befinde sich das in Frage
stehende Gebäude in einem schlechten Zustand.
Herr Grothe kritisiert, dass dieses Vorhaben
nicht mit der Verwaltung abgestimmt worden sei. Mit allen Beteiligten müsse ein
Rückbaukonzept erarbeitet werden. Derzeit beständen keine Möglichkeiten, das
Vorhaben zu verhindern, da es nach § 34 Baugesetzbuch zu beurteilen sei. Er
möchte Zeit für Verhandlungen gewinnen. Es könne nicht sein, dass jede
Gesellschaft mache was sie wolle. Ihm reiche zum jetzigen Zeitpunkt ein
Schreiben, dass die Wohnungsgesellschaft derzeit das Projekt zurückstelle. Er
benötige die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens, da er anders keine
Handhabe gegen die Vorstellungen des Investors habe.
Herr Asbeck weist darauf hin, dass seines Wissens
der vereinbarte Gesprächstermin wegen Erkrankung des Amtsleiters von der
Verwaltung abgesagt werden musste, so dass der Wohnungsbaugesellschaft hieraus
kein Vorwurf zu machen sei. Seines Wissens sei diese durchaus zu Gesprächen
bereit, betrachte aber die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens als
Affront, der die gesamte Investition gefährde.
Herr Oberste Berghaus spricht sich dafür aus, das
Instrument Bebauungsplan zu schaffen, um mit der Wohnungsgesellschaft ins Gespräch
zu kommen.
Nach einer kurzen Sitzungsunterbrechung macht
Herr Asbeck den nachfolgenden Beschlussvorschlag und lässt hierüber abstimmen.
Die Verwaltung sagt zu, zunächst noch keine
Genehmigungen in diesem Zusammenhang zu erteilen.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
2,2 MB
|
