06.11.2007 - 2 BahnhofshinterfahrungMittelbereitstellung Planu...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Gremium:
- Stadtentwicklungsausschuss
- Datum:
- Di., 06.11.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 23 Fachbereich Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte
- Bearbeitung:
- Kerstin Bühren
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Grothe verweist auf die ausgelegte
Presseerklärung über das am heutigen Morgen stattgefundene Gespräch mit
Vertretern von DB Netz, DB Raillion, DB
Immobilien und der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft. Es seien Vereinbarungen
zu der immer in Rede stehenden Gleistrasse und zu dem Anschluss an die Eckeseyer
Brücke getroffen worden.
Er macht deutlich, dass hiernach festzustellen
sei, dass an den in den letzten Wochen aufgetretenen Gerüchten über die
Gleistrasse nichts dran sei. Die Bahn
sei wie die Stadt auf dem Wege, für die anliegende Spedition eine Einschleifung
auf die S-Bahn-Strecke planerisch möglich zu machen. Dies sei auch das richtige
Instrument, um auch in den Besitz der Gleistrasse zu kommen. Hierzu seien
Vereinbarungen getroffen und auch ein Zeitplan aufgestellt worden. Ziel sei
Mitte 2009 den Besitz der Gleistrasse zu übernehmen um Sicherheit zu haben, um
mit Ablauf des Vertrages der Spedition 2012 über die Trasse auch verfügen zu
können. Der Zeitrahmen um evtl. bis Ende 2011 mit dem Rückbau der Trasse und
Einschleifung für die S-Bahn-Strecke beginnen zu können sei sicherlich sehr eng
aber machbar. Er solle mit Bahn und Stadt unter der Federführung der
Bahnentwicklungsgesellschaft umgesetzt werden. Entscheidend seien jetzt die
vorlaufenden Verfahren.
Der jetzige Stand sei sicherlich als Durchbruch
zu bezeichnen, da die Bahngesellschaften genau wie die Stadt ein Interesse
daran hätten, der Spedition wieder einen anderen Anschluss zu ermöglichen, wenn
auch an einer anderen Stelle. Dies ist der Punkt der gelöst werden müsse und
nach dem heutigen Gespräch gelöst werden könne.
Für Herr Dr. Ramrath ist nach den schwierigen
Debatten der letzten Zeit dies ein positives Signal und neue Hoffnung auf eine
positive Lösung. Wenn die Schritte so angegangen würden wie geschildert, sei
dies ein richtiger Arbeitsplan und es zeige sich, dass Gespräche in dieser
Formation dringend notwendig und überfällig gewesen seien. Vielleicht hätte
sich die Verwaltung viele negative Schlagzeilen erspart, wenn die Gespräche
schon vor etlicher Zeit stattgefunden hätten. Er frage auch auf Grund
leidvoller Erfahrungen aus der Vergangenheit nach der Verbindlichkeit der
heutigen Absprachen. Es müsse auch zu einer vertraglichen Grundlage kommen, in
der sich alle Beteiligten verpflichteten.
Herr Meier macht deutlich, dass der Wunsch nach
Verbindlichkeit sicher fraktionsübergreifend für alle wichtig sei. Er gibt
jedoch zu bedenken, dass bei der langen Zeitdauer des Verfahrens und der
Komplexität der Beteiligungen es immer schwierig sein werde, die letzte
Verbindlichkeit zu erlangen. Diese werde erst dann erreicht, wenn der erste
Spatenstich erfolge. Dies beträfe sicherlich noch andere große Bauvorhaben in
dieser Stadt. Er rufe auch zu mehr Besonnenheit auf, falls zwischendurch wieder
Gerüchte aufkämen, die alle aufschrecken ließe. Er habe durchaus den Eindruck,
dass die Verwaltung mit dem Planungsdezernenten an dieser Stelle in der Lage
sei, sauber und ordentlich mit den Dingen umzugehen und auch Herr der Situation
sei. Die Stadt sei in Sachen Bahnhofshinterfahrung noch nie so weit gewesen wie
zum jetzigen Zeitpunkt.
Herr Grothe führt aus, dass für das Ziel, die
Trasse letztendlich als Straße nutzen zu können, verschiedene Verfahren und
Schritte notwendig seien. U.a. müsse ein zusätzlicher Gleisanschluss gefunden
werden. Dies setze eine Plangenehmigung durch das Eisenbahnbundesamt voraus.
Hierfür benötigt man eine Planung und Geld. Da es sich um ein komplexes
Bahnverfahren handele, dass auch letztendlich in den Bau von Gleisen auf
Bahnflächen münde, brauche man hierfür möglicherweise entsprechendes Know-how,
also ein Büro, dass auch die Projektsteuerung übernehme. Entsprechende
Vorschläge und finanzielle Auswirkungen
würde er Anfang nächsten Jahres unterbreiten.
Erwähnenswert seien noch die jährlich
stattfindenden Einplanungsgespräche für Fördermaßnahmen. Hiernach
kristallisiere sich heraus, dass der 1. BA. der Bahnhofshinterfahrung für 2009
und der 2. BA. 2011 in die Planübersicht der Bezirksregierung und des Landes
übernommen würden.
Herr Romberg fragt, ob für eine 2. Gleistrasse
oder eine Einschleifung auf die bestehende S-Bahn-Trasse geplant würde und
außerdem nach dem derzeit gültigen Planfeststellungsbeschluss.
Herr Grothe ist der Auffassung, dass die
bestehende Planfeststellung immer noch Bestand habe. Hierauf könne zunächst
aufgebaut werden. Es müsse geklärt werden, wie man in die S-Bahn-Taktung hinein
komme und wie das Problem Lärmschutz gelöst werden könne.
Auf Nachfrage von Herrn Panzer erklärt Herr
Grothe, dass bis Mitte 2009 das Eisenbahnbundesamt die Planungsgenehmigung
erteilen müsse. Dann könne der Anschluss gebaut werden. Erst danach könne eine
Strecke im Sinne des Eisenbahnrechtes aufgegeben werden.
Frau Grebe fügt hinzu, dass verbindliche Baurechte
der Kommune erst dann wirkten, wenn andere Regelungen des Eisenbahnrechtes
außer Kraft gesetzt seien. Außerdem gibt sie den Rat der Bahn weiter, die
Beteiligten zunächst in Ruhe arbeiten zu lassen und wirbt um ein wenig mehr
Vertrauen in die Arbeit der Verwaltung.
Herr Asbeck merkt abschließend an, dass das
Projekt Bahnhofshinterfahrung nicht hoch genug angesiedelt werden könne. Es sei
das wichtigste Projekt der Stadt. Bei Verhandlungen mit der Bahn und Anderen
sei schon von entscheidender Bedeutung, dass dies das entsprechende Gewicht in
der Stadt habe. Daher sie schon zu überlegen, die Verantwortlichkeit bei
Verhandlungen auch ganz oben anzusiedeln. Dies solle jedoch in aller Ruhe
überlegt werden. Er habe manchmal in der Vergangenheit den Eindruck gehabt, die
Hinterfahrung habe nicht das Gewicht gehabt, wie sie es hätte haben müssen. Im
Zusammenhang mit dem angesprochenen Gerücht habe es nach seinem Wissen
Überlegungen zur Nutzung der Trasse gegeben, die jedoch aus technischen Überlegungen
durch Raillion fallen gelassen worden seien, zum Glück für die Stadt. Er sei
der Auffassung, dass bei Auftreten derartiger Probleme frühzeitig mit
Verhandlungen begonnen werden müsse. In der Frage der Spedition habe sich der
Verfahrensstand bis heute nicht geändert. Er mahne auch die Klärung der Frage
der Verbindlichkeit an.
Beschluss:
Der Rat der Stadt Hagen beschließt die Mittelbereitstellung für die Planungskosten für den 2. Bauabschnitt der Bahnhofshinterfahrung in Höhe von insgesamt 1.046.200 €.
Der Kämmerer wird ermächtigt, die für die Vergabe von Planungsaufträgen in 2007 erforderliche außerplanmäßige Verpflichtungsermächtigung sowie eventuell erforderliche kassenwirksame Mittel bereitzustellen.
Die Deckung ist aus dem Vorstandsbereich 5 sicherzustellen.
Anlagen zur Vorlage
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