30.10.2007 - 11 Anfrage der CDU-Fraktion gem. § 10 Abs. 1 der G...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 11
- Sitzung:
-
Sitzung des Sozialausschusses
- Datum:
- Di., 30.10.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Frau Kurte erläutert die
Anfrage und bedankt sich für deren Beantwortung. Sie möchte wissen, ob es den
Tatsachen entspreche, dass die Planung des Familienzentrums vom Tisch sei.
Herr Steuber kann das
bestätigen. Es sei zur Zeit kein Bedarf dafür vorhanden. Er erklärt, dass er
einige Formulierungen in der Begründung der Anfrage nicht verstehen, da die
Verwaltung verpflichtet sei, sich über eine mögliche Anschlussnutzung des Gebäudes
Gedanken zu machen. Er möchte sich zur Wehr setzen, was die darin enthaltene
Kritik angehe. Nach wie vor stehe im Raum, sich über die Nutzung des Gebäudes Gedanken
zu machen. Man werde die Mietzinsverpflichtung nicht los, da man diese bis 2019
eingegangen sei.
Herr Dr. Schmidt schlägt
vor, einen Appell an den Aufsichtsrat der HGW zu richten, in dem die HGW aufgefordert wird, den
Mietvertrag mit der Stadt Hagen umgehend aufzulösen.
Herr Stüwe ergänzt, dass
in dieser Sache Fördermittel steckten, die die Stadt noch bis 2019 binde. Ursprünglich
vorgesehen und gefördert gewesen sei ein
Zweistufenmodell, dass die Räumlichkeiten des Gebäudes zunächst als
Übergangsheim und dann als Sozialwohnungen genutzt würden. Die zweite Stufe
könne nicht verwirklicht werden, weil die HGW sich im Moment nicht in der Lage
sehe, das Gebäude für den Zweck von Sozialwohnungen zurückzunehmen. Um das Problem
der Rückzahlung von Zuschüssen zu lösen,
brauche man entweder eine soziale Anschlussnutzung oder eine Nutzung in Form
von Sozialwohnungen.
Frau Grebe ist der
Meinung, dass selbst die dringendste Bitte des Sozialausschusses bei der HGW
wenig beachtet werden könne, weil diese zur Finanzierung der Maßnahme entsprechende
Mittel aufgenommen habe. Man müsse sich darauf verlassen können, dass Verträge
eingehalten würden. Die Kollegen aus dem Fachbereich hätten einen guten
Vorschlag dahingehend gemacht, dass man bestimmte Nutzungen aus Boele/Kabel
nach Haspe verlagere. Dort habe man etwas abmieten können, wo man kurzfristige
Kündigungsmöglichkeiten habe. Dies sei aber nicht auf Gegenliebe in der Politik
gestoßen. Daher seien ihr leider die Hände gebunden, eine wirtschaftlich
vernünftige Lösung umzusetzen.
Frau Kurte möchte den
Vorschlag von Herrn Dr. Schmidt aufgreifen und diesen dahingehend zu erweitern,
dass eine Anfrage an das Land gerichtet wird, ob man auf eine Rückzahlung der
Fördermittel verzichten würde.
Frau Machatschek
unterstützt diesen Vorschlag.
Herr Halbeisen hat eine
Frage im Zusammenhang mit der Zweiphasenförderung. In der zweiten Phase sollten
Balkone an die Wohnungen gebaut werden. Er hat die Befürchtung, dass ein
solcher Appell eventuell schädlich sein könnte für die in diesem Programm in Aussicht
gestellte Nachförderung. Das müsse von der HGW geklärt werden.
Herr Kilic möchte wissen,
wie im Falle eines einbrechenden Flüchtlingsstromes die räumliche Versorgung
gesichert werden könne.
Herr Stüwe erklärt, dass
es keine Probleme bei der Unterbringung von Aussiedlern und Asylbewerbern gebe.
Man könne ohne weiteres auf den Standort Voerder Straße verzichten.
Frau Machatschek lässt
über den vorgeschlagenen Beschlussvorschlag abstimmen.
Beschluss:
1. Der Sozialausschuss appelliert
über die Mitglieder des Aufsichtsrates an die HGW,
den Mietvertrag mit der Stadt
Hagen bezüglich der Immobilie Voerder Straße 33
umgehend aufzulösen.
2. Die Stadt Hagen richtet
eine Anfrage an den Zuschussgeber Land, ob auch auf eine Rückzahlung der
gewährten Fördermittel verzichtet werden kann, wenn eine soziale Anschlussnutzung
des Gebäudes nicht mehr gegeben ist.
Anlagen
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