30.10.2007 - 5 Zuschüsse an die Wohlfahrtsverbände und andereH...

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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Herr Mintenig  berichtet über die Haftentlassenenhilfe der Arbeiterwohlfahrt im Haus

Eckesey.

 

Herr Halbeisen vermisst bei dem Bericht kritische Aspekte. Er würde gern wissen, was die betroffenen Menschen im Zeitalter von SGB II machten. Habe dies Erschwernisse gebracht? Hätten die Betroffenen eine Chance, in den  Arbeitsmarkt zu kommen? Wie sähe es für die Betroffenen auf dem Wohnungsmarkt aus? 

 

Herr Mintenig erklärt, dass es in einigen Fällen Absprachen mit der ARGE gebe. Die Arbeit leide jedoch darunter, dass das Personal der ARGE sich im Umgang mit sozialschwierigen Menschen schwer tue, weil es nicht darin geschult sei. Daher entstünden oft Konfliktsituationen. Das Kapitel mit den 1 Euro-Jobs sei auch ein schwieriges Kapitel. Diese Arbeitsangebote seien nicht geeignet für dieses Klientel. Auch das Einstellen jeglicher Bemühungen um Integration bei diesen Menschen seitens der Arge führe zu großer Frustration. Es handele sich teilweise um Menschen um die 40, die in die Grundsicherung abgeschoben würden.

Auch auf dem Wohnungsmarkt sehe die Lage für dieses Klientel nicht rosig aus. Die Kaution sei ein Problem.

 

Frau Machatschek bedankt sich bei Herrn Halbeisen für die Frage, da das ein ganz wichtiges Thema sei. Diese Menschen fielen oft durch das Raser und man sei verpflichtet, ihnen zu helfen.

 

Herr Mervelskemper ergänzt die Ausführungen von Frau Machatschek dahingehend, dass durch den Bericht deutlich geworden sei, dass die Vermittlung von dieser Personengruppe bisher ziemlich vernachlässigt  worden sei. Er halte es für außerordentlich wichtig, dass die Fallmanager in der ARGE besser mit den verschiedenen Gruppen wie z.B. der Haftentlassenenhilfe oder der Drogenberatung kooperierten und dass diese besser geschult würden. Ab 2008 gebe es mehr Möglichkeiten, gerade diese Problemgruppen leichter in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

 

Herr Steuber nimmt Bezug auf die Ausführungen von Herrn Mintenig bezüglich des Personenkreises, der von SGB II in SGB XII wechselt. Er habe in den letzten drei Jahren viele Gutachten gelesen, in denen gerade bei Personen zwischen 25 und 35 amtsärzliche Gutachten bestätigten, dass diese für die nächsten sechs Monate nicht arbeitsfähig seien. Man gebe diese Menschen aber nicht auf. Es gebe die Möglichkeit, die Motivation des Betroffenen zu wecken, an einer Therapie teilzunehmen.

 

Herr Mintenig merkt an, dass er es für problematisch halte, den Betroffenen zu attestieren, dass sie für den Rest ihres Lebens arbeitstechnisch abgeschrieben würden. Dies sei sicherlich keine Motivation für die Betroffenen, ihr Leben zu ändern. Wunschvorstellung  dieser Menschen sei es in den meisten Fällen, Arbeit zu haben. Das für dieses Klientel geeignete Programm „Job-Perspektive“ sei in Hagen leider nicht geplant.

 

Herr Steuber kann die Ausführungen von Herrn Mintenig bezüglich der Perspektivlosigkeit von Betroffenen nachvollziehen, weist aber darauf hin, dass der Gesetzgeber diese Trennung zwischen SGB II und SGB XII und den damit verbundenen Zuständigkeitswechsel wolle.

 

Herr Kilic fragt Herrn Mintenig nach dem Umgang mit Migranten nach der Haft. Würden diese nach der Haft abgeschoben?

 

Herr Mintenig antwortet, dass nur ein erstaunlich geringer Anteil von Migranten Hilfe suche, da diese in ihren Familien stärkeren Halt bekämen.

 

Herr Dr. Brauers berichtet aus der Beiratssitzung der ARGE, dass geplant sei, den Personenkreis mit dem angesprochenen  Arbeitsmarktprogramm umfangreich zu fördern.

 

Frau Machatschek erkundigt sich nach dem Prozentsatz Männer/Frauen und möchte wissen, wie lang die durchschnittliche Verweildauer sei.

 

Herr Mintenig erklärt, dass das Verhältnis Männer/Frauen bei 90/10 liege und die Verweildauer in der Regel bei 6 Monate liege.

 

Frau Machatschek bedankt sich bei Herrn Mintenig für den Bericht und wünscht ihm für die Arbeit weiterhin alles Gute.

 

Herr Mintenig lädt die Anwesenden herzlich ein, sich die Einrichtung anzuschauen. 

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