09.08.2007 - 7 Bericht der ARGE
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7
- Sitzung:
-
Sitzung des Sozialausschusses
- Datum:
- Do., 09.08.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Rumberg erläutert den
vorliegenden Bericht der ARGE.
Herr Hartmann möchte Herrn
Rumberg eine Rückmeldung dahingehend geben, dass er im Zusammenhang mit der
Teilzeitmaßnahme der jungen Mütter diese heute noch unterrichtet habe. Die
Arbeit mache sehr viel Spass und das Geld sei bei dieser Maßnahme wirklich gut
angelegt. Die jungen Frauen seien sehr motiviert.
Auf die Frage von Herrn Halbeisen, wieviel Arbeitsgelegenheiten
mit Entgeltvariante in diesem Jahr geplant seien, erklärt Herr Rumberg, dass es
sich um 220 Arbeitsgelegenheiten handele.
Herr Halbeisen erklärt,
dass ihm aufgefallen sei, dass die Maßnahme der Busbegleiter nur für 9 Monate
gefördert würde. Wie komme es zu diesem Zeitraum.
Herr Rumberg macht
deutlich, dass dies ein Problem im Zusammenhang mit Förderketten sei. Bei
dieser sozialversicherungspflichtigen Entgeltvariante bestehe zur Zeit noch
eine Beitragspflicht zur Bundesagentur für Arbeit. Es mache natürlich keinen
Sinn, die Maßnahme 12 Monate laufen zu lassen, weil man als ARGE diesen
Drehtüreffekt nicht fördern dürfe. Von daher habe man die Maßnahme auf 9 Monate
beschränken müssen. Die Maßnahme selbst werde aber längern laufen, aber dann mit anderen Teilnehmern besetzt. De
Gesetzgeber habe dieses Problem erkannt und bei neueren Modellen ab Herbst für
Ältere und Jugendliche sei die Sozialversicherungspflicht zur Bundesagentur für
Arbeit ausgenommen. Hier habe man dann die Möglichkeit einer längeren Förderdauer.
Die Frage von Herrn Halbeisen, ob die Entlohnung bei
Arbeitsplätzen mit Kombilohn unter 7, 50 € liege, wird von Herrn Rumberg
bejaht. Die Arbeitnehmer bezögen das ortsübliche Arbeitsentgelt.
Herr Halbeisen möchte zu
den Maßnahmen zur Erlangung von Hauptschulabschlüssen der Klassen 9 und 10
wissen, ob sich diese nur auf Anspruchsberechtigte nach dem SGB II beziehe. Sei
dies kompatibel mit Berechtigten nach dem SGB XII?
Herr Rumberg teilt dazu
mit, dass die ARGE nur Bezieher von SGB II finanzieren könne.
Die Maßnahme sei auch dafür ausgerichtet, da berufsbegleitende Elemente
enthalten seien. Von daher würde das bei einer Zusammenlegung nicht passen.
Dr. Schmidt schlägt vor,
diese Problematik mit in die Trägerversammlung zu nehmen und dort zu
diskutieren, ob es im Einzelfall Ausnahmen möglich wären. Im dritten Jahr sei man mit der Differenzierung der Maßnahmen
ein gutes Stück weiter gekommen, aber in der Wirksamkeitsanalyse sei man noch
nicht viel weiter gekommen. Man sei aber auch dabei auf einem guten Weg.
Herr Halbeisen bittet,
sein Anliegen im Protokoll festzuhalten.
Herr Mervelskemper lobt
den Bericht, da er zielgruppenorientiert sei, was man in der Vergangenheit
immer wieder bemängelt habe. Er möchte wissen, inwieweit die Mittel, die
eingeplant worden seien, ausgegeben worden seien. Wenn noch Mittel vorhanden
seien, bestehe dann die Möglichkeit, durch gezielte zusätzliche Maßnahmen diese
Mittel in Hagen zu behalten? Außerdem möchte er wissen, wieviel
Sanktionsmaßnahmen es gebe.
Herr Rumberg erklärt,
dass die ARGE bei einer Mittelbindung
von 88 % liege. Ausgegeben worden seien 42 % der Mittel. Die freien Mittel in
Höhe von 12 % seien ausnahmslos
verplant. Hierbei seien nur Maßnahmen für das Jahr 2007 berücksichtigt.
Für den Fall, dass Mittel frei würden, gebe es konkrete Pläne, die Mittel
sinnvoll einzusetzen.
Frau Küper bezieht sich
auf die Frage von Herrn Mervelskemper bezüglich der Sanktionen und teilt mit,
dass es hier keine aktuellen Daten gebe. Im März 07 seien 2,9 aller
arbeitslosen Erwerbstätigen und 3, 2
aller erwerbsfähigen Hilfebedürftigen sanktioniert worden seien. Man liege
damit knapp über dem Landesdurchschnitt. Die Werte unterlägen einem ständigem
Wechsel.
Sie weist auf eine Tischvorlage hin, die Auskunft über die
Mitarbeiterschulungen gibt (siehe Anlage). Herr Kirchhoff hatte in einer der
letzten Sitzungen danach gefragt.
Frau Machatschek gibt zu
bedenken, dass die nächste Trägerversammlung erst im Oktober stattfinde und
schlägt vor, sich ggf. noch einmal eher zu treffen, um gegenzusteuern, dass
Geld unverbraucht zurückgehe.
Auf eine Frage von Herrn Kilic antwortet Herr Rumberg, dass die
Teilnehmerzahl für den
Abschluss der 9. und 10. Klasse bereits von 50 auf 60 Teilnehmer erhöht
wurde.
Er ist nicht der Meinung, dass nur der Migrationshintergrund dazu führe,
dass man den Hauptschulabschluss nicht schaffe, sondern es gebe auch andere Faktoren.
Das Feld sei repräsentativ gemischt. Bei diesem Personenkreis sei eine
Ausbildung schwierig. Die Betroffenen kämen für eine Minimalqualifikation in
Frage, um eine Perspektive zu haben. Wenn der Träger eine positive Prognose
abgebe, sei es auch möglich, die Prüfung zu wiederholen.
Auf die Frage von Frau Machatschek, wie hoch die Pauschalkosten
pro Teilnehmer für die Arbeitsgelegenheiten seien, antwortet Herr Rumberg,
dass diese bis zu 280 € betrügen. Bei einer der letzten Sitzungen war ein
Betrag in Höhe von 330,- € genannt worden, was zu Irritationen geführt
hatte. Herr Rumberg sagt zu, die Angelegenheit zu prüfen.
Herr Mervelskemper nimmt
Bezug auf den in Folge zu beratenden Bericht der Verbände im Zusammenhang mit der
Schwangerschaftskonfliktberatung. Als Problem werde die unterschiedliche
Bewilligungspraxis der einzelnen Sachbearbeiterinnen beschrieben. Es wäre
erstrebenswert, hier eine einheitliche Lösung herbeizuführen.
Frau Küper gibt zu
bedenken, dass ein Überreglement zur Gleichbehandlung auf Kosten der
individuellen Betreuung gehe. Man schränke sich selber ein, wenn die Dinge bis
ins Detail geregelt seien. Es gebe einen regelmäßigen Austausch mit den Damen
der Schwangerschaftkonfliktberatung.
Frau Machatschek stellt
fest, dass es heute für die ARGE ein sehr positives Echo gegeben habe. Sie
wünscht Herrn Rumberg und Frau Küper weiterhin alles Gute.
Anlagen
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