22.05.2007 - 3 Standortentscheidung Berufskolleg Kaufmannsschu...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3
- Sitzung:
-
Sitzung des Schulausschusses
- Gremium:
- Schulausschuss
- Datum:
- Di., 22.05.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 23 Fachbereich Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte
- Bearbeitung:
- Holger Klinkmann
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Frau Herms zeigt sich einleitend
von der Verwaltungsvorlage enttäuscht. Sie wünscht sich die Kaufmannschule II
(KII) ausschließlich an einem Standort.
Frau Grebe vom Fachbereich
für Wohnen, Liegenschaften und Sonderprojekte führt aus, dass die Auflistung
der Kosten für sich spricht. Die Erweiterung des bestehenden Gebäudes kostet
demnach ein Mehrfaches dessen, was für die Lösung an zwei Standorten
aufgewendet werden muss. Dies gilt auch unter Berücksichtigung der höheren
Energiekosten in der Gasstraße. Zudem kann die Gumprechtstraße durch den
schnelleren Umzug in die Gasstraße eher freigezogen und mithin der an der
Gumprechtstraße beabsichtigte Straßenneubau schneller umgesetzt werden, was
Kosten sparen hilft.
Herr Peters wünscht sich
für die SPD eine vollständige Kostenübersicht und spricht sich für einen
Standort aus. Die Variante 4 wird bevorzugt. Bzgl. der Finanzen sieht er einen
großen Dissens, zumal in der letzten Schulausschusssitzung Mittel in der
Schulpauschale bereit gestellt worden sind. In der Gasstraße erwartet Herr
Peters deutlich höhere Reinigungs- und Unterhaltungskosten als in einem
Neubau. Er fordert die Verwaltung auf, das Problem mit den benötigten
Stellplätzen zu lösen. Eine Möglichkeit sieht er im Bereich des Sportplatzes am
Ostfeld.
Herr Breddermann führt für
die CDU aus, dass es in seiner Fraktion eine differenzierte Sicht gibt. Er
befürwortet ebenfalls die Variante 4, die aus seiner Sicht seitens der Verwaltung
bewusst hochgerechnet worden ist. Er beziffert die tatsächlichen Kosten auf lediglich
ca. 3 Mio. Euro und verweist auf die beabsichtigte Systembauweise, die eine
schnelle Umsetzung der Maßnahme ermöglicht.
Herr Dr. Schmidt sieht die
Vorteile der kurzen Wege bei einem Standort, kann diesen aber im Hinblick auf
das hohe Haushaltsdefizit nicht befürworten. Er weist den Vorwurf von zu hoch
angesetzten Kosten seitens der Verwaltung entschieden zurück. Bzgl. der
benötigten Parkplätze berichtet Herr Dr. Schmidt, dass das
Bauordnungsamt die Ablösung von Stellplätzen nicht akzeptiert. Zudem seinen
auch die alten Parkplätze der KII noch nicht geschaffen oder abgelöst worden.
Frau Grebe teilt mit, dass
die Stadt Hagen schon jetzt mehr Geld für Schulen ausgibt als in der
Schulpauschale vorhanden ist. Zur Parkproblematik ergänzt sie, dass sich die
von Herrn Peters angeführten Stellplätze im öffentlichen Parkraum
befinden und mithin nicht der Schule zugerechnet werden können. Die
Nachbarschaft ist schon jetzt über die momentane Parksituation an der KII nicht
erfreut. Frau Herms regt in diesem Zusammenhang an, Flächen entsprechend
umzuwidmen.
Herr Kurrat spricht sich
unter Berücksichtigung der städt. Finanzmisere im Hinblick auf die Zukunft
nachfolgender Generationen dafür aus, die kostengünstigere Lösung in der
Gasstraße umzusetzen. Frau Suda hält die in der Vorlage genannten Zahlen
nicht für vergleichbar, da die Nutzfläche in der Gasstraße deutlich höher ist
als im Neubau. Frau Herms entgegnet dem, dass in der Gasstraße aufgrund
der dortigen baulichen Gegebenheiten mehr Fläche benötigt wird und die Zahlen
gleichwohl vergleichbar sind.
Herr Limbeck, Schulleiter
der KII, sagt, dass ein Standort pädagogisch absolut wertvoller ist als dies zwei
Standorte sein könnten. Auch ökonomisch und ökologisch ist die Lösung an einem
Ort sinnvoller. Er befürchtet zudem, dass die Schüler/innen aus dem Sauerland,
die bis zu zweieinhalb Stunden pro Strecke unterwegs sind, bei weiteren
zusätzlichen Wegen zwischen zwei Standorten zu einem anderen Berufskolleg wechseln
könnten. Ab dem nächsten Schuljahr ist eine solche Wahlfreiheit gegeben.
Aufgrund des städt. Sparzwangs begrüßt Frau Knollmann die
Verwaltungsvorlage ausdrücklich und empfiehlt den Umzug in die Gasstraße, in
der die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung bis dato einen reibungslosen
Schulbetrieb durchführt. Herr Breddermann fordert die Verwaltung auf,
eine detaillierte Kostenaufstellung vorzulegen. Für ihn sind die Folgekosten
entscheidend. Frau Grebe verteidigt die vorgelegten Zahlen, die auf
Erfahrungswerten der Verwaltung fußen. Die Mittel der Schulpauschale werden, so
Frau Grebe, dringend auch für Sanierungsmaßnahmen in anderen Schulen
benötigt. Herr Alda spricht sich aus finanziellen Erwägungen für die Lösung
Gasstraße aus.
Herr Peters schlägt die
folgende, neue Beschlussfassung, die durch Herrn Breddermann ergänzt
wird, vor.
Beschluss:
- Der
Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.
- Die
Verwaltung wird beauftragt, die Variante 4 umzusetzen und alle
erforderlichen Schritte einzuleiten.
- Die
Verwaltung wird beauftragt, eine Lösung für die erforderlichen Stellplätze
zu finden.
- Die
Verwaltung wird beauftragt, dem HFA in seiner nächsten Sitzung die genaue
Kostenaufstellung der Variante 4 vorzulegen.
- Finanziert
wird die Maßnahme durch Mittel der Schulpaschale.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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13,4 kB
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