05.06.2007 - 3 "NRW Projekt: Jedem Kind ein Musikinstrument"
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Di., 05.06.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 44 Max-Reger-Musikschule
- Bearbeitung:
- Carola Freudenberger
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Gerbersmann stellt das Projekt
vor. In Bochum habe man gute Erfahrungen mit dem Projekt gemacht, daher solle
es landesweit durchgeführt werden. Die Stadt Hagen müsse jetzt entscheiden, ob
sie daran teilnehmen möchte. In der Startphase ab August 2007 soll zunächst eine Auswahl von fünf
Grundschulen in das Projekt einsteigen.
Er verweist auf die Finanzübersicht in der
Vorlage, wonach mit keiner Deckungslücke zu rechnen sei.
Im Frühjahr 2008 werde ein Bericht zum Stand
und zur Finanzierung des Projektes erfolgen.
Herr Schröder stellt die Vorlage vor und verweist auf die
Anlagen der Landesregierung Düsseldorf. Eine modifizierte Grundausbildung der
Grundschüler sei das Ziel. Das Projekt hat in der Politik große Anerkennung, da
es im Rahmen von „Kulturhauptstadt 2010“ laufe.
Der Unterricht im ersten Jahr erfolgt im
„Tandemunterricht“ (eine Grundschullehrerin und eine
Musikschullehrerin).
Frau Suda fragt nach, wie sich die Finanzsituation
darstellt, wenn viele Kinder aus dem „beitragsfreien Personenkreis“
an dem Projekt teilnehmen und die Stadt die Gebühren zahlen muss.
Herr Schröder verweist auf Anlage 3 der Vorlage. Die
Entgelte pro Schüler im ersten Jahr betragen mtl. 10.- EUR, im zweiten Jahr
20,- EUR, im dritten und vierten Grundschuljahr 35,- EUR.
Herr Jobst begrüßt das Projekt und fragt nach, wer die
Kosten für die Musikschullehrer zahlt und ob es an den Grundschulen, die in der
Startphase nicht ausgewählt wurden, weiterhin Elementarunterricht gibt.
Weiterhin fragt Herr Jobst nochmals nach dem
Kostenrisiko des 2. und 3. Jahres und bittet um Klärung, wer die
Musikinstrumente zahlt, falls nicht genug Sponsoren gefunden würden.
Er fragt auch, ob ein Ausstieg aus dem Projekt
möglich sei, falls die Kosten aus dem Ruder laufen.
Herr Schröder erklärt, dass die Kosten für die Fortbildung
aus dem laufenden Zuschuss finanziert werden. Die normale Grundausbildung an
den anderen Grundschulen laufe natürlich weiter.
Das Projekt sei bis zum 2. Jahr normalerweise
mit Musikschulpersonal umzusetzen. Falls das Projekt explodiere, werde man
jedoch nicht mit dem jetzigen Personal auskommen, da bereits aufgrund von
Konsolidierungsmaßnahmen Planstellen
nicht oder nur mit Honorarkräften wiederbesetzt würden.
Honorarkräfte seien für den Elementarbereich
auf dem Markt nur schwer zu finden.
Herr Schröder teilt mit, dass die Frage des Sponsorings auch
von anderen Städten skeptisch gesehen
würde.
Er zitiert aus Anlage 3 (Finanzierung)
„Jede Musikschule gewinnt Sponsoren für den Ankauf von Instrumenten auf
der lokalen Ebene. Das Projektbüro unterstützt die lokale Musikschule in der
Akquise von Sponsoren. Erst wenn keine Sponsoren gefunden werden, können zentrale
Projektmittel unterstützend eingesetzt werden.“
Er setzt bei der Sponsorensuche auf die Größe
des Projekts, kann jedoch nicht abschätzen, wie viele Sponsoren in Hagen
einspringen.
Herr Gerbersmann verweist noch mal
darauf, dass das Jahr 2007/2008 nur Experimentalphase ist und man sehen müsse,
wie sich das Projekt etabliert. Das erste Jahr könne durch eigenes Personal und
eigene Instrumente abgedeckt werden. Das Risiko sei begrenzt, was die
dargestellte Finanzsituation des ersten Jahres belege.
Ein Einstieg in das Projekt solle daher auf
jeden Fall erfolgen. Ein Ausstieg aus dem Projekt im 2. oder 3. Jahr sei
jederzeit möglich.
Frau Kramps sieht dem Projekt sehr positiv entgegen und
hat eine Nachfrage bezüglich des Elementarunterrichtes in den Schulen. Dieser
könne ja nur dann aufgegeben werden, wenn sich alle Grundschulen an dem Projekt beteiligen.
Herr Dr. Fischer begrüßt
das Projekt, welches bei allen Fraktionen Begeisterung fand. Er freut sich
darauf, dass jedes Kind die Chance bekommt, ein Musikinstrument zu erlernen. Er
sieht durch das Projekt eine Chance für die kulturelle Bildung in der Region
„Metropole Ruhr“ und hofft, dass dies auch für die nötige
Nachhaltigkeit bei der Kulturhauptstadt 2010 sorgen wird.
Er habe das Projekt so verstanden, dass ein Scheitern des Projektes aus
finanziellen Gründen bei den einzelnen Kommunen nicht vorkommen könne. Er sieht
auch positiv, dass der schulische Musikunterricht durch das Projekt ergänzt
wird.
Frau Kramps betont noch
mal, dass alle Fraktionen von dem Projekt begeistert sind.
Herr Schröder erklärt,
dass die Grundausbildung schon jetzt in den Klassen der Grundschulen
stattfinde. Er habe das Projekt so verstanden, dass man jederzeit wieder aussteigen
könne.
Auch die Gebührenstruktur, die im 3. Jahr eine erhebliche Steigerung
vorsieht, müsse getestet werden.
Frau Kramps bittet den
Beschlussvorschlag dahingehend zu ergänzen, dass der KWA in regelmäßigen
Abständen über den Stand des Projektes informiert wird.
Dies wird einvernehmlich angenommen.
Beschluss:
Die Max-Reger-Musikschule der Stadt Hagen führt vorbehaltlich der Förderzusage
des Landes beginnend im August 2007 in Hagen das NRW-Projekt „Jedem Kind
ein Instrument“ durch.
Die Verwaltung wird beauftragt
1) im Frühjahr 2008 vor Einstieg in die 2. Phase einen Erfahrungsbericht
vorzulegen und 2) den KWA in regelmäßigen Abständen über den Verlauf des
Projektes zu informieren.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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(wie Dokument)
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301,9 kB
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