05.06.2007 - 3 "NRW Projekt: Jedem Kind ein Musikinstrument"

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Herr Gerbersmann stellt das Projekt vor. In Bochum habe man gute Erfahrungen mit dem Projekt gemacht, daher solle es landesweit durchgeführt werden. Die Stadt Hagen müsse jetzt entscheiden, ob sie daran teilnehmen möchte. In der Startphase ab August 2007  soll zunächst eine Auswahl von fünf Grundschulen in das Projekt einsteigen.

Er verweist auf die Finanzübersicht in der Vorlage, wonach mit keiner Deckungslücke zu rechnen sei.

Im Frühjahr 2008 werde ein Bericht zum Stand und zur Finanzierung des Projektes erfolgen.

 

Herr Schröder stellt die Vorlage vor und verweist auf die Anlagen der Landesregierung Düsseldorf. Eine modifizierte Grundausbildung der Grundschüler sei das Ziel. Das Projekt hat in der Politik große Anerkennung, da es im Rahmen von „Kulturhauptstadt 2010“ laufe.

Der Unterricht im ersten Jahr erfolgt im „Tandemunterricht“ (eine Grundschullehrerin und eine Musikschullehrerin).

 

Frau Suda fragt nach, wie sich die Finanzsituation darstellt, wenn viele Kinder aus dem „beitragsfreien Personenkreis“ an dem Projekt teilnehmen und die Stadt die Gebühren zahlen muss.

 

Herr Schröder verweist auf Anlage 3 der Vorlage. Die Entgelte pro Schüler im ersten Jahr betragen mtl. 10.- EUR, im zweiten Jahr 20,- EUR, im dritten und vierten Grundschuljahr 35,- EUR.

 

Herr Jobst begrüßt das Projekt und fragt nach, wer die Kosten für die Musikschullehrer zahlt und ob es an den Grundschulen, die in der Startphase nicht ausgewählt wurden, weiterhin Elementarunterricht gibt.

Weiterhin fragt Herr Jobst nochmals nach dem Kostenrisiko des 2. und 3. Jahres und bittet um Klärung, wer die Musikinstrumente zahlt, falls nicht genug Sponsoren gefunden würden.

Er fragt auch, ob ein Ausstieg aus dem Projekt möglich sei, falls die Kosten aus dem Ruder laufen.

 

Herr Schröder erklärt, dass die Kosten für die Fortbildung aus dem laufenden Zuschuss finanziert werden. Die normale Grundausbildung an den anderen Grundschulen laufe natürlich weiter.

Das Projekt sei bis zum 2. Jahr normalerweise mit Musikschulpersonal umzusetzen. Falls das Projekt explodiere, werde man jedoch nicht mit dem jetzigen Personal auskommen, da bereits aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen  Planstellen nicht oder nur mit Honorarkräften wiederbesetzt würden.

Honorarkräfte seien für den Elementarbereich auf dem Markt nur schwer zu finden.

 

Herr Schröder teilt mit, dass die Frage des Sponsorings auch von anderen Städten  skeptisch gesehen würde.

Er zitiert aus Anlage 3 (Finanzierung) „Jede Musikschule gewinnt Sponsoren für den Ankauf von Instrumenten auf der lokalen Ebene. Das Projektbüro unterstützt die lokale Musikschule in der Akquise von Sponsoren. Erst wenn keine Sponsoren gefunden werden, können zentrale Projektmittel unterstützend eingesetzt werden.“

Er setzt bei der Sponsorensuche auf die Größe des Projekts, kann jedoch nicht abschätzen, wie viele Sponsoren in Hagen einspringen.

 

Herr Gerbersmann verweist noch mal darauf, dass das Jahr 2007/2008 nur Experimentalphase ist und man sehen müsse, wie sich das Projekt etabliert. Das erste Jahr könne durch eigenes Personal und eigene Instrumente abgedeckt werden. Das Risiko sei begrenzt, was die dargestellte Finanzsituation des ersten Jahres belege.

Ein Einstieg in das Projekt solle daher auf jeden Fall erfolgen. Ein Ausstieg aus dem Projekt im 2. oder 3. Jahr sei jederzeit möglich.

 

Frau Kramps sieht dem Projekt sehr positiv entgegen und hat eine Nachfrage bezüglich des Elementarunterrichtes in den Schulen. Dieser könne ja nur dann aufgegeben werden, wenn sich alle Grundschulen an dem Projekt beteiligen.

 

Herr Dr. Fischer begrüßt das Projekt, welches bei allen Fraktionen Begeisterung fand. Er freut sich darauf, dass jedes Kind die Chance bekommt, ein Musikinstrument zu erlernen. Er sieht durch das Projekt eine Chance für die kulturelle Bildung in der Region „Metropole Ruhr“ und hofft, dass dies auch für die nötige Nachhaltigkeit bei der Kulturhauptstadt 2010 sorgen wird.

Er habe das Projekt so verstanden, dass ein Scheitern des Projektes aus finanziellen Gründen bei den einzelnen Kommunen nicht vorkommen könne. Er sieht auch positiv, dass der schulische Musikunterricht durch das Projekt ergänzt wird.

 

Frau Kramps betont noch mal, dass alle Fraktionen von dem Projekt begeistert sind.

 

Herr Schröder erklärt, dass die Grundausbildung schon jetzt in den Klassen der Grundschulen stattfinde. Er habe das Projekt so verstanden, dass man jederzeit wieder aussteigen könne.

Auch die Gebührenstruktur, die im 3. Jahr eine erhebliche Steigerung vorsieht, müsse getestet werden.

 

Frau Kramps bittet den Beschlussvorschlag dahingehend zu ergänzen, dass der KWA in regelmäßigen Abständen über den Stand des Projektes informiert wird.

Dies wird einvernehmlich angenommen.

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Beschluss:

Die Max-Reger-Musikschule der Stadt Hagen führt vorbehaltlich der Förderzusage des Landes beginnend im August 2007 in Hagen das NRW-Projekt „Jedem Kind ein Instrument“ durch.

Die Verwaltung wird beauftragt

1) im Frühjahr 2008 vor Einstieg in die 2. Phase einen Erfahrungsbericht vorzulegen und 2) den KWA in regelmäßigen Abständen über den Verlauf des Projektes zu informieren.

 

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Abstimmungsergebnis:

x

 Einstimmig beschlossen

 

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Anlagen zur Vorlage