13.02.2007 - 2 Integrationskonzept für die Stadt Hagen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Di., 13.02.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Becker stellt
voran, es gehe in dieser Vorlage zunächst um den Auftakt und die Strukturierung
einer Diskussion. Insofern sei alles, was über den Beschlussvorschlag hinaus
genannt wurde, als Beispiel zu sehen und erhebe nicht etwa den Anspruch, bereits
das Konzept zu sein.
Vom Prozess her solle es eine
Integrationskonferenz geben, um mit den genannten Selbstorganisationen
auszutauschen, welche Erwartungen von dort an ein solches Integrationskonzept
gestellt werden.
Ansonsten seien im Beschlussvorschlag einige
konkrete Punkte genannt, die entweder schon laufen oder fortgeführt werden
sollen.
Herr Hartmann wundert
sich, dass diese Vorlage überhaupt heute hier im KWA auftaucht, da dieses
Gremium nicht in der Beratungsfolge vorgesehen sei. Insofern sei fraglich, ob
man heute einen Beschluss herbeiführen müsse.
Wenn dies aber erforderlich sei, möchte er wissen, ob die im
Beschlussvorschlag genannten Kosten von 25.000 Euro und zweimal 15.000 Euro
gedeckt seien und wenn ja, wodurch.
Herr Becker antwortet,
die Beteiligung des KWA sei innerhalb der Beratungsfolge gewünscht worden. Die
Deckung der Kosten sei gegeben, da alle Beträge in der Verwendung für die
Sparkassenspende vorgesehen seien.
Frau Kramps informiert, der Rat habe in seiner Sitzung vom
14.12.2006 beschlossen, den KWA und
weitere Gremien zusätzlich an dieser Vorlage zu beteiligen.
Herr Jobst möchte wissen, ob zu dem „Rucksackprojekt“
bereits Erfahrungen vorliegen.
Dazu berichtet Herr Becker, es sei in
den Gruppen, in denen dieses Projekt schon durchgeführt wurde, tatsächlich ein
nachweisbarer Fortschritt im Sprachstand der Kinder und auch der beteiligten
Mütter festzustellen.
Frau Kramps berichtet über einen Kindergarten in Eckesey, der die Teilnahme an diesem Projekt
abgelehnt habe, weil zu wenige Mütter und Kinder freiwillig teilnehmen wollten.
Sie findet es schade, wenn diese angebotenen Hilfen letztendlich nicht bei den
Betroffenen ankommen.
Zu diesem speziellen Fall kann Herr Becker
im Moment nichts sagen und verweist auf den RAA.
Frau Suda hat
eine Frage zur Weiterführung und zu den Kosten der Integrationskurse bei der
VHS, die von Herrn Becker beantwortet wird.
Herr Klessa hält den in
der Vorlage verwendeten Begriff „Deutsch als Zweitsprache“ für
nicht tauglich. Er vertritt die Auffassung, Menschen, die in diesem Lande dauerhaft leben
wollen, müßten auch in der Lage sein, sich in deutscher Sprache zu verständigen.
Daher sollte Deutsch eher die
„Erstsprache“ sein.
Dazu antwortet Herr Becker, es sei eine Tatsache, dass viele
Familien nichtdeutscher Herkunft eben
nicht mit ihren Kindern Deutsch sprechen, insofern seien andere Konzepte
erforderlich, um gerade diese Kinder zu erreichen.
Beschluss:
1.
Die
Verwaltung wird beauftragt, das Integrationskonzept so wie in der Vorlage
beschrieben unter Beteiligung der Migranten und gesellschaftlicher Gruppen zu
entwickeln. Hierzu wird im Frühjahr 2007 eine Integrationskonferenz
durchgeführt.
2.
Die
folgenden bereits laufenden bzw. kurzfristigen Maßnahmen werden im Jahre 2007
fortgeführt:
-
Fortführung
der „Rucksack“ Sprachförderprogramme mit einem Zuschussbedarf von
25.000 €.
-
Fortführung
der Komm-In Maßnahme durch Aufstockung des VHS-Budgets um 15.000 €
(Teilfinanzierung).
-
Durchführung
von zusätzlichen 630 Stunden Sprachförderkursen für Zielgruppen, die nicht
durch die Integrationskurse erreicht werden(Kosten: 15.000 €).
-
Die VHS wird
beauftragt, im Rahmen der vorhandenen Mittel Fortbildungen zur Stärkung der
interkulturellen Kompetenz für städtische Mitarbeiter / -innen anzubieten.
Zur Finanzierung der o.g. Maßnahmen
werden vorhandene Mittel der Spar-kassenspende eingesetzt.
3.
Das
Integrationskonzept wird dem Rat bis Ende 2007 zur Beschlussfassung vorgelegt.
