24.10.2007 - 5 Stand der Umsetzung des KiBiz
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Mi., 24.10.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Steuber erklärt, dass
das Gesetzeswerk noch nicht umgesetzt sei. Morgen werde es voraussichtlich
mit erheblichen Änderungen in dritter
Lesung beschlossen werden.
Er erläutert die vorliegende Erhebung bezüglich des derzeitig in Anspruch
genommenen Betreuungsvolumens, die in Schriftform als Tischvorlage
vorliegt.
Diese Erhebung sei zum Anlass genommen worden, in den kommenden Wochen Gespräche
mit allen Trägervertretern zu führen, wie die jetzige Betreuungssituation in
das neue Gesetz umgesetzt werden könne. Parallel müsse die Finanzkalkulation
laufen.
Im Dezember brauche man einen Beschluss des Rates zur neuen
Elternbeitragssatzung. Da man diese vorher im Jugendhilfeausschuss beraten
müsse, müsse eine Sondersitzung anberaumt werden. Bis Januar/Februar 2008
müssten die verbindlichen Anmeldungen stattfinden und bis zum 15. März dem
Landesjugendamt vorliegen.
Im Folgenden beschreibt er die Änderungen, die für die weitere kommunale
Planung wesentlich sind.
Herr Strüwer schlägt vor,
die Gespräche zwischen Trägern und Verwaltung erst abzuwarten und dann
interfraktionelle Gespräche zu führen. Nach der interfraktionellen Meinungsbildung
werde man wieder das Gespräch mit den Trägern suchen. Gleichzeitig werde man in
den Gesamtfraktionen das gemeinsame Ergebnis dieser Vorberatungen im Bereich
Angebotspalette und im Bereich Elternbeiträge hoffentlich übernehmen.
Auch für die Planungssicherheit der Träger sei es daher sinnvoll, wenn am
11. Dezember im Rat entschieden würde. Er bittet, den Termin für die Sondersitzung
des JHA am 05. oder 06.Dezember
vorzumerken.
Herr Haensel möchte im
Hinblick auf die Personen, die den Eigenbeitrag nicht leisten können, wissen,
wer denn genau definiere, was denn eine bedarfsgerechte Inanspruchnahme
bezüglich der Betreuungszeiten sei.
Herr Strüwer geht davon
aus, dass Intention des Gesetzgebers sei, dass auch diese Eltern darüber
entscheiden sollen, welche Betreuungszeiten sie in Anspruch nehmen wollen. Dies
sei natürlich besonders für strukturschwache Städte wie Hagen ein Problem.
Frau Haack weist im
Hinblick auf die Verfahrensplanung darauf hin, dass es problematisch werden
könne, wenn die Gespräche im Kreis der Fraktionen erst dann begännen, wenn man
in den Regionen mit allen Trägern gesprochen hätte. Zu der Sondersitzung des
JHA sollte ein Konsenspapier vorgelegt werden. Deshalb müssten die Eckpunkte
vorher feststehen.
Herr Strüwer dankt Frau
Haack für den Hinweis. Das Verfahren bezüglich der Elternbeiträge und der
Angebotspaletten müssten parallel gesehen werden. Man solle partnerschaftlich
und im Verständnis beider Seiten zu guten Lösungen kommen. Das Verfahren solle
offen sein in diesem Bereich, aber nicht offen sein in der öffentlichen Diskussion.
Das sei entscheidend.
Herr Sczukowski lobt die
Verwaltung für das Auswertungsverfahren. Er möchte wissen, ob die Träger Ausschnitte für ihre jeweilligen Sozialräume
bekämen. Welcher zeitliche Ablauf sei denn jetzt vorgesehen?
Frau Versteeg-Schulte beantwortet
die Frage dahingehend, dass in der übernächsten Woche die Termine in der Region
starten. Außerdem erhielten die Träger natürlich die Auswertungen für ihre
Bereiche.
Herr Schledorn weist
darauf hin, dass das Verfahren aus dem Vorjahr bezüglich der Elternbeiträge
kein Vorverfahren für KiBiz gewesen sei.
Herr Dr. Brauers erklärt,
dass es erste Gedanken innerhalb der Verwaltung gebe, sich
gemeinsam mit den Städten Bochum, Herne, Gelsenkirchen und Recklinghausen
auf
eine gemeinsame Beitragsstaffel zu einigen. Bei diesem Modell handele
es sich um eine lineare stetige Beitragsstaffel handeln. Vorteil dieser
Funktion sei, dass sich das Volumen der Beiträge um etwa ein Drittel reduzieren
würde. Nachteil sei natürlich, dass das Beitragsaufkommen niedriger sei.
Weiterhin möchte er darauf hinweisen, dass das vorliegende Zahlenwerk das
Ist abbilde. Auf Seite 3 sei in der unteren Hälfte die Zukunft abgebildet. Die
gewählte Zahl 13,1 bezüglich der U 3- Betreuung sei nur ein Beispiel und
willkürlich gewählt.
