12.09.2007 - 10 Erste Durchführungsvorlage zum Kinder- und Juge...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 10
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Mi., 12.09.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Beate Westermann
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Goldbach teilt vorab
mit, dass eine Anlage aufgrund einer technischen Panne nicht gedruckt worden
sei. Diese sei jetzt als Tischvorlage verteilt worden.
Herr Dr. Schmidt
berichtet, dass der Verwaltungsvorstand darüber gestolpert sei, dass es laut
Presse ein neues Jugendzentrum in Wehringhausen geben solle. Er habe dazu
Stellung genommen, dass dies im Rahmen des Jugendförderplans vom Rat beschlossen
worden sei. Man befinde sich jetzt in der Umsetzungsphase. Es werde sogar durch
Umschichtung eine Stelle eingespart. Nach dem Willen des Ausschusses werde die
Jugendarbeit in Wehringhausen verstärkt. Trotz dieser Erklärungen wolle
der Verwaltungsvorstand diese Vorlage im
nächsten Haupt- und Finanzausschuss beraten. Die Ausschussmitglieder könnten in
ihren Fraktionen dafür sorgen, dass Ratsbeschlüsse gelten und von der
Verwaltung umzusetzen seien. Er bäte daher um ein einstimmiges Votum in dieser
Sache.
Frau Burg-Ahrendt
unterstützt die Ausführungen von Herrn Dr. Schmidt. Die Durchführung des Kinder-
und Jugendförderplans sei am 27. Februar
im Jugendhilfeausschuss, am 26. April im Haupt- und Finanzausschuss und
am 10. Mai im Rat beschlossen worden. Sie denke, dass nicht wieder alles neu
aufgerollt werden sollte.
Herr Dücker ist der
Meinung, dass man diese Vorlage auch in Zusammenhang mit der nächsten Vorlage
bringen müsse. Dann sei in den Fraktionen auch Argumentationsmaterial vorhanden,
um die Wichtigkeit dieses Vorhabens zu dokumentieren.
Außerdem regt er an, die im letzten Sozialausschuss beratene Ergänzung
des Armutsberichtes bei jeder Stadtteilplanung zu berücksichtigen, weil man
daraus Konsequenzen ziehen müsse. Er wünsche sich, dass man gerade bei den
Kindern von SGB III - Empfängern prüfe, ob man Sondermaßnahmen im
Bildungsbereich anbieten könne. Das halte er gerade bei der Diskussion um eine
soziale Stadt für immens wichtig.
Herr Finkensiep ist empört
darüber, dass man sich damit befassen müsse, nachdem so viele Menschen sich
bemüht hätten, den Jugendförderplan auf den Weg zu bringen. Der Vorsitzende des
Ausschusses habe den Plan als Meilenstein bezeichnet. Müsse man jetzt wieder
ganz von vorne anfangen? Womit hätten die freien Träger zukünftig zu rechnen,
wenn das Methode würde? Was seien Förderpläne wert, die durch alle Gremien und
abschließend durch den Rat verabschiedet
worden seien? Dies sei kein Umgang mit der Arbeit, die in einem
Jugendförderplan stecke. Er könne den Ausschuss und die Fraktionen nur bitten,
den Vorschlag so zu beschließen und dafür zu kämpfen, dass die Umsetzung des
Jugendförderplans vorangetrieben werde.
Frau Klos-Eckermann ärgert
sich darüber, dass es in einer Diskussion, in der es um Jugend und Soziales
ginge, andere Maßstäbe Gültigkeit hätten. Sie könne das nicht so hinnehmen und
sie werde in ihrer Fraktion für diese Vorlage kämpfen.
Sie freue sich darüber, dass der Stadtteil Kabel durch diese Maßnahme
aufgewertet würde.
Herr Strüwer stellt fest,
dass der Ausschuss wenig Verständnis
dafür habe, dass das Rad jetzt noch einmal zurückgedreht werde. Zur
Ehrenrettung müsse er anführen, dass vielleicht die Tragweite dieser
Entscheidung nicht so bewusst gewesen sei, als man versucht habe, diese Vorlage
in den Haupt- und Finanzausschuss zu verweisen. Die Vorlage sei für den
Jugendhilfeausschuss unter dem Stichwort Durchführungsverordnung aufbereitet
worden. Dieser Ausschuss sei sich darüber bewusst, dass gerade dieser Bereich
eine Finanzdisziplin an den Tag gelegt habe wie kein anderer. Budgets und
Kontrakte seien im Gegensatz zu anderen Bereichen eingehalten worden. Es habe
hier eine stetige Diskussion über Innovation und Veränderungen im System gegeben.
Man sei sich vorbildlich darüber einig gewesen, dass es Neuerungen in diesem
Gebiet nur durch Umstrukturierungen geben könne. Dies sei in vielen Punkten
erfolgreich gelungen. Man habe vertrauensvoll miteinander gearbeitet. Der Plan
müsse Gültigkeit haben.
Diese Fakten müssten noch einmal deutlich gemacht werden. Auch das
Stichwort „Kontrakt“ und der Kinder- und Jugendförderplan mit
seiner gesetzlichen Bindung müssten als Argumentation herangeführt werden. Er
habe gute Hoffnung, dass der Verwaltungsvorstand und die Fraktionsspitzen diese
Sache über den kurzen Dienstweg vom Tisch brächten. Es gehe auch um den
Vertrauensschutz des Trägers.
Herr Fischer ist der
Meinung, dass der Gesetzesstatus, der im Hinblick auf Jugendarbeit eingetreten
sei, hier zum ersten Mal gekippt würde. Es gehe hier nicht mehr um eine
freiwillige Leistung, sondern um eine Pflichtaufgabe. In seiner Funktion als
Vorsitzender des Jugendrings bittet er den Ausschuss eindringlich, das, was
gesagt worden sei,
im Rahmen der Fraktionen
umzusetzen und zu transportieren, was der Hintergrund dieser Vorlage sei. Als
Träger eines Teils der Vorlage weist er darauf hin, dass man natürlich in
Vorleistung getreten sei und sehr froh sei, dass man eine Gemeinde gefunden
habe, die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt habe. Jetzt müsse Personal
eingestellt werden .Man habe darauf vertraut, dass der Bewilligungsbescheid der
Kämmerei für die Baumaßnahmen in Kürze weitergeleitet würde. Er führt Beispiele
an, die verdeutlichen, was
Verlässlichkeit von Jugendhilfeplanung und Jugendförderplan bedeute.
Er stellt den Antrag auf eine
umgehende Umsetzung der Maßnahme im Hinblick auf den Umbau und die vorgelegten
Personalkonzepte. Es handele
sich nur um eine Verlagerung von bereits bestehenden Aktivitäten der
Jugendarbeit.
Herr Goldbach weist auf
eine notwendige Ergänzung des Beschlussvorschlages im Hinblick auf die
Beratungen in den Bezirksvertretungen Mitte und Nord hin.
Er erläutert, aus welchen Gründen die Vorlage als Durchführungsvorlage
präsentiert wurde.
Als Vertreterin des Trägers dieser zukünftigen Einrichtung möchte sich Frau
Nowicki ganz herzlich bei den Ausschussmitgliedern für die positiven Voten
bedanken. Sie appelliert dringend an den Rat, dass man Ratsbeschlüssen
zukünftig vertrauen könne.
Herr Strüwer stellt fest,
dass sich die Ausschussmitglieder in der Sache einig seien und stellt den
Beschlussvorschlag zur Abstimmung. Man gehe davon aus, dass es keiner zusätzlichen
Beschlussfassung in einem anderen Gremium bedürfe. Der Appell an den
Oberbürgermeister sei eindeutig.
Beschluss:
1. Der Jugendhilfeausschuss beauftragt die Ev. Jugend im Kirchenkreis Hagen mit der Trägerschaft der offenen Kinder- und Jugendeinrichtung in Wehringhausen auf Grundlage des vorgelegten Konzeptes.
2. Die Betriebskostenförderung für die Kinder und Jugendeinrichtung in Wehringhausen beträgt für das Jahr 2007 20.000 € sowie ab dem Jahr 2008 89.000 € p.a.
3. Die Ev. Jugend erhält einen einmaligen Zuschuss für den Umbau und die Ersteinrichtung der Kinder- und Jugendräume in der Paulus-Kirchengemeinde von 100.000 €.
4.
Der Jugendhilfeausschuss beauftragt das
Diakonische Werk Hagen / EN mit der Fortführung der Angebote für Jugendliche im
Jugendcafé Kabel.
5.
Die Betriebskostenförderung für die Kinder- und
Jugendeinrichtung in Kabel beträgt für das IV. Quartal 2007 8.000 € sowie
ab dem Jahr 2008 35.000 € p.a.
6.
Die
Bezirksvertretungen Mitte und Nord sind zu beteiligen.
Anlagen zur Vorlage
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18,6 kB
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(wie Dokument)
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102,2 kB
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