31.01.2007 - 5.3 Verkehrssituation am Bahnübergang Herrenstraße
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.3
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hohenlimburg
- Datum:
- Mi., 31.01.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Hulvershorn gratuliert Frau Kabeck mit einem Blumenstrauß zum
Geburtstag.
Frau Kabeck geht auf die Kundenparkplätze für die Postfiliale ein. An der
Postfiliale befinde sich eine überdachte Schleife mit einem eingeschränkten
Halteverbot. Diese sei extra zur Nutzung durch die Postkunden eingerichtet
worden.
Herr Schumacher teilt mit, durch die Fällung der Kastanien habe man an
der Bahnstraße eine neue Ausgangslage. Sobald der Bahnübergang geschlossen und
der Brückenbau vollendet sei, stehe man vor einer völlig neuen Situation. Er
wolle anregen, für die Fußgänger eine annehmbare und komfortable Möglichkeit
zur Querung der Bahnstraße schaffen. Dieses Konzept sollte – bei
vorliegendem Einverständnis der Bezirksvertretung – von der Verwaltung
erstellt werden. Diese Lösung sollte bereits die jetzige Situation
kostengünstig verbessern, ohne allerdings die zukünftige Planung zu verteuern,
indem Rückbaumaßnahmen nötig würden.
Es seien Gespräche mit der Hagener Straßenbahn geführt worden, was
zugunsten des ÖPNV in Hohenlimburg, auch unter betrieblichen Gesichtspunkten,
verbessert werden könnte. Die Haltestelle Marktplatz habe keine
Gegenhaltstelle. Es sollte geprüft werden, ob die Bahnstraße für den Busverkehr
nicht in beide Richtungen genutzt werden könnte. Dies würde bedeuten, dass die
großräumige Streckenführung über die Mühlenbergstraße für die eine oder andere
Linie aufgegeben werden könnte, womit ein direkter Linienweg zum Bahnhof
geschaffen würde. Hierbei müsse berücksichtigt werden, was mittel- oder langfristig
mit dem ZOB passiere. Man werde mit der Hagener Straßenbahn AG zwei
Alternativen entwickeln müssen, für den Fall dass der ZOB bestehen bleibe oder
nicht. Überprüft werde auch die Situation in der Preinstraße, Grünrockstraße
und Freiheitstraße, in welchen Eine-Richtung-Verkehr vorliege, ob diese
Regelung bestehen bleiben solle. Bei den Überlegungen gehe es um mehr Effizienz
und mehr Komfort für die Fahrgäste. Er komme noch einmal auf die Fußgängersituation
am Bahnübergang zurück und bitte darum, dass der Fußgängerüberweg an der
Commerzbank vom ZOB in die Fußgängerzone, der sicher nicht optimal sei, mit in
die Planungen bezüglich Attraktivitätssteigerung und besserer Erreichbarkeit
der Innenstadt einbezogen werden solle.
Da es sich um ein städtisches Grundstück handele, habe man gewisse
Gestaltungsmöglichkeiten, sofern die Finanzierbarkeit gegeben sei.
Er habe hiermit kurz einen Überblick über den derzeitigen Stand der
Überlegungen zum Thema Attraktivitätssteigerung der Hohenlimburger Innenstadt
unter dem Gesichtspunkt Erreichbarkeit/Erschließung gegeben. Es gebe praktische
Lösungsmöglichkeiten, allerdings auch konzeptionelle Dinge wie Busnetz und
Busführung, an welchen sicherlich noch fundiert gearbeitet werden müsse.
Herr Dr. Schmidt möchte angesichts der Fülle an Gesichtspunkten eine
zweite Gesprächsrunde zum Thema Attraktivitätssteigerung vorschlagen. Er bitte
Herrn Königsfeld, dies abzustimmen.
Herr Strüwer meint, es stehe außer Frage, dass das Hochbeet an der
Bahnstraße überflüssig sei, egal welche Nutzung sich anschließen werde. Daher
solle man dies vorab beseitigen, da es sich hier um ein Verkehrshindernis
handele. Mit einfachen Mitteln sollte hier eine Umgestaltung vorgenommen
werden, ohne die zukünftige Planung zu beeinträchtigen.
Herr Leisten bedankt sich für den ausführlichen Vortrag von Herrn
Schumacher und spricht sich dafür aus, schon heute eine Lösung im Vorfeld zur Beseitigung
des Bahnüberganges zu beschließen. Vor einer Gegenhaltestelle in der Bahnstraße
wolle er warnen, da man ansonsten in diesem Bereich wieder Parkmöglichkeiten
einbüße. Eigentlich wolle man hier mittelfristig mehr Parkplätze schaffen. Im
Vorfeld des Bahnhofes befinde sich ein Wendehammer, zum Wenden der Busse
benötige man den ZOB nicht. Er halte die Anregung, über die Linienführung in
der Preinstraße und Grünrockstraße nachzudenken, für sehr wichtig. Die
fußläufige Anbindung des derzeitigen Parkhauses an die Herrenstraße sei
ebenfalls sehr sinnvoll.
Herr Arnusch ist auch der Ansicht, diese Planungen in Zusammenhang mit
dem zukünftigen Bau der Brücke zu sehen, um nicht unnötigerweise Gelder zu
verschwenden. Die Kosten in Höhe von 57.000,00 € sollten so eingesetzt
werden, dass sie im Gesamtkonzept aufgingen. Er wolle gern Herrn Schumacher
damit beauftragen, in der nächsten Sitzung dann das Konzept für dieses
Teilstück vorzutragen. Dies wolle er als Antrag gestellt wissen.
Herr Sondermeyer bedankt sich für die Ausführungen von Herrn Schumacher
und fragt, ob der Durchgang zur Fußgängerzone ebenfalls ein städtisches
Grundstück sei. Außerdem hoffe er, dass der Bahnhof irgendwann einmal
barrierefrei sein werde. Er wolle vorschlagen, dass der ganze Bereich am ZOB
einmal mit dem Behindertenbeirat abgegangen werde um abzuklären, wie der
Bereich auch blindengerecht gestaltet werden könne.
Herr Palsherm möchte einen Antrag zur Geschäftsordnung stellen. Es liege
hier ein Antrag der CDU-Fraktion vor. Wenn Herr Sondermeyer Sonderfragen
stellen wolle, könne er dies an anderer Stelle tun. An diesem Punkt solle nicht
stundenlang über irrelevante Dinge diskutiert werden.
Herr Buschkühl mahnt an, es solle auf einen angekündigten Antrag zur
Geschäftsordnung auch ein solcher folgen und nicht ein normaler Wortbeitrag. Er
gehe davon aus, dass sich alle einig seien, was den zügigen Rückbau dieser
inzwischen überflüssigen Insel angehe. Man solle sofort handeln, da man sich
keine Planung vorstellen könne, bei welcher diese Insel erhalten bleiben solle.
Herr Palsherm stellt konkret einen Antrag zur Geschäftsordnung, über
welchen Herr Hulvershorn unverzüglich abstimmen lässt.
Die Sitzung wird an dieser Stelle von 17.20 Uhr bis 17.35 Uhr
unterbrochen.
Nach kurzer Diskussion, ob der CDU-Antrag modifiziert werden soll, erfolgt
die Abstimmung über den ursprünglichen Beschlussvorschlag der CDU-Fraktion.
Antrag der SPD zur
Geschäftsordnung:
Die derzeitige Diskussion möge umgehend abgebrochen, Herrn Dr. Schmidts
Angebot angenommen und über den Beschlussvorschlag der CDU abgestimmt werden.
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Abstimmungsergebnis: |
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x |
Einstimmig beschlossen |
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Mit Mehrheit beschlossen |
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Einstimmig abgelehnt |
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Mit Mehrheit abgelehnt... aus der Reihe "Historische Irrtümer": Dem Kirchenreformator Martin Luther wird nachgesagt, er habe als
Antwort auf die Ablasspredigt Tetzels 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche
von Wittenberg angeschlagen. Später soll sich Luther der Verfolgung durch die
römische Kirche durch Flucht auf die Wartburg entzogen haben. Beides ist falsch. Richtig ist: Es war der Zahnarzthelfer Martin Kutter aus der DDR, der aus Protest
gegen seine Entlassung 95 Prothesen ans Kirchenportal nagelte und
anschliessend in einem Wartburg floh. Angeblich soll sich Kutter heute im Westen aufhalten abgelehnt |
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Abgelehnt bei Stimmengleichheit |
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Ohne Beschlussfassung |
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Zur Kenntnis genommen |
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Beschluss:
Die Verwaltung möge prüfen, ob mit einfachen Mitteln und geringem Kapitaleinsatz das Hochbeet nach Fällung der Kastanien und vor Schaffung der endgültigen Lösung im Zuge des Bahnüberbrückungsbaus entfernt werden und eine Verkehrsneuführung geschaffen werden kann.
Parallel soll die Möglichkeit für kurzzeitiges Parken für Kunden der erhaltenen Postfiliale geprüft und eine entsprechende Gesamtbeschlussvorlage vorgelegt werden.
