31.01.2007 - 5.1 Kastanien in der Innenstadt
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.1
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hohenlimburg
- Datum:
- Mi., 31.01.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Leisten erläutert den vorliegenden Beschlussvorschlag unter
Berücksichtigung der seinerseits von Herrn Zillner vorgetragenen Bedenken.
Herr Haneke vertieft noch einmal Herrn Zillners Aussage und weist darauf
hin, dass die Kastanie ursprünglich aus feuchten Auenbödenbereichen komme und
viel Platz benötige, im Straßenraum werde der Baum zu sehr eingeengt. Zudem
habe eine Kastanie große Probleme bei Wurzelverletzungen. Im Straßenraum habe
man beidseitig mit Leitungsverlegungen zu tun, wobei man unwillkürlich Wurzeln
verletze. Im Alter trete eine starke Fäulnis der Wurzeln ein, was kaum
kontrollierbar sei. In den Sommermonaten komme es vermehrt zu sogenannten
Trockenbrüchen, bei denen große Äste unvorhersehbar herabfielen.
Zusammenfassend müsse man daher sagen, dass diese Bäume nicht in den
Straßenraum gehörten. Man könne in Hohenlimburg städtische Plätze finden, an
welchen diese Bäume gern gesetzt werden könnten. Aufgrund der Orkanschäden
müsse er aber leider bezüglich der Finanzierung eine Einschränkung machen. Bis
vor zwei Wochen vor dem Orkan habe man noch über 21.000,00 € verfügen
können, jetzt müssten erst die durch den Sturm zerstörten Bäume ersetzt werden.
In diesem Jahr werde man kein Geld haben, um diese Kastanien zu pflanzen. Eine
Kastanie koste ungefähr 300,00 €, dazu kämen noch 500,00 – 800,00
€ Pflanzkosten. Dies bitte er zu berücksichtigen.
Herr Eschenbach regt an, nach Fertigstellung der Brücke in der neu zu
gestaltenden Parkanlage an der Unteren Isenbergstraße Kastanien anzupflanzen.
Dies sei ein Bereich, in welchem man sich das gut vorstellen könne. Dann hätte
man auch nicht schon zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Kosten zu tragen.
Herr Hulvershorn fragt, ob Herr Leisten den Antrag aufrechthalten wolle.
Er schlage vor, den Antrag zu verschieben.
Herr Buschkühl schlägt vor, Kastanien als in eine Aue gehörende Bäume an
einen Bach zu pflanzen. Der Emsenbach könne ein geeigneter Standort sein.
Herr Leisten hält den Standort Emsenbach auch für einen schönen
Vorschlag, allerdings sei es ihm um das Innenstadtbild gegangen. Er sehe keinen
Grund, den Antrag zu verschieben, es sei ja kein Zeitplan vorgegeben.
Es ergeht folgender
Beschluss:
Die Verwaltung möge vorschlagen, wo im unmittelbaren Innenstadtbereich neue Kastanien als Ersatz für die gefällten an der Bahnstraße angepflanzt werden können. Hierbei sollen die Bedenken von Herrn Zillner bezüglich Neuanpflanzungen an verkehrsgefährdenden Standorten berücksichtigt werden, die er Ende
vergangenen Jahres in der BV vorgetragen hat.
|
Abstimmungsergebnis: |
|
|
|
Einstimmig beschlossen |
|
x |
Mit Mehrheit beschlossen |
|
|
Einstimmig abgelehnt |
|
|
Mit Mehrheit abgelehnt ... aus der Reihe "Historische Irrtümer": Dem Kirchenreformator Martin Luther wird nachgesagt, er habe als
Antwort auf die Ablasspredigt Tetzels 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche
von Wittenberg angeschlagen. Später soll sich Luther der Verfolgung durch die
römische Kirche durch Flucht auf die Wartburg entzogen haben. Beides ist falsch. Richtig ist: Es war der Zahnarzthelfer Martin Kutter aus der DDR, der aus Protest
gegen seine Entlassung 95 Prothesen ans Kirchenportal nagelte und
anschliessend in einem Wartburg floh. Angeblich soll sich Kutter heute im Westen aufhalten abgelehnt |
|
|
Abgelehnt bei Stimmengleichheit |
|
|
Ohne Beschlussfassung |
|
|
Zur Kenntnis genommen |
|
|
|
|
Dafür: |
|
|
Dagegen: |
|
|
Enthaltungen: |
Frau Sauerwein hat an der Abstimmung nicht teilgenommen.
