18.04.2007 - 1 Einwohnerfragestunde
Grunddaten
- TOP:
- Ö 1
- Gremium:
- Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
- Datum:
- Mi., 18.04.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:10
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Wölm begrüßt alle Anwesenden sehr herzlich und teilt vor Eintritt in
die Tagesordnung mit, dass der Tagesordnungspunkt I.4.4 – Spielplatz in
Rummenohl – heute nicht beraten wird.
Zudem bittet Herr Wölm damit einverstanden zu sein, dass die Tagesordnung
um die Vorlage 0378/2007 – Überwachung der Containerstandorte im
Stadtbezirk – erweitert wird, welche dann als Tagesordnungspunkt I.5.11
beraten werden soll.
Herr Wölm schlägt vor, den Tagesordnungspunkt I.6.1 –
Teilschulentwicklungsplanung Grundschulen Stadtbezirk Eilpe/Dahl –
vorzuziehen.
Gegen die Änderung der Tagesordnung bestehen keine Bedenken.
Hinweis der Schriftführerin:
Aus redaktionellen Gründen ist die Niederschrift in der ursprünglichen
Reihenfolge der Tagesordnung verfasst.
Zum Tagesordnungspunkt I.6.7 – FNP-Neuaufstellung
Bürgerinformationsveranstaltung zum Stadtbezirkskonzept Eilpe/Dahl hier:
Kenntnisnahme der Anregungen – teilt Herr Wölm mit, dass es in der
heutigen Sitzung keine inhaltlichen Diskussionen geben wird. Zunächst sei eine
Klausurtagung geplant, in der die einzelnen Flächen bewertet und diskutiert
werden.
In der kommenden Sitzung am 23.05.2007 können dann die in der
Klausurtagung herausgearbeiteten Standpunkte nochmals diskutiert und
entsprechend beschlossen werden.
Auch gegen diese Verfahrensweise werden keine Bedenken erhoben.
1. Einwohnerfragestunde
a)
Frau S. möchte wissen, ob die „Kampmannswiese“, Flur 20,
Flurstück 461 und 420 ebenfalls als Fläche zur Wohnbebauung beschlossen werden
soll.
Nachdem sich herausstellte, welche Fläche genau mit der
„Kampmannswiese“ gemeint war, teilte Herr Wölm dazu mit, dass dies
ein offizieller Antrag sei, der ebenfall in der Klausurtagung vorberatend zur
Diskussion stehe und in der Sitzung am 23.05.2007 zur endgütigen Abstimmung
vorgetragen wird.
Weiterhin möchte Frau S. wissen, was mit der Fläche des ehemaligen
Kinderheimes geschehen soll. Frau S. zitiert einen Zeitungsartikel in dem es
heißt, „dass der Bezirksvorsteher ausdrücklich darauf verweist, dass
weder Wald, Wiesen noch Bäche verschwinden sollen. Wir wollen uns aber eine
bauliche Option für die Zukunft sichern.“
Frau S. teilt dazu mit, dass der dort verlaufende Bach jedoch umgeleitet
werden müsse, um überhaupt einen Zuweg zu schaffen.
b)
Frau K. lehnt eine mögliche zusätzliche Bebauung im Rahmen des neu
aufzustellenden Flächennutzungsplanes sowie der Vielzahl von beantragten
Flächen, insbesondere derer im Stadtbezirk Eilpe/Dahl, die bisher noch
natürlichen Ursprunges sind, zur Umwandlung in Baugebiete vehement ab.
Beispielhaft aufgeführt werden dabei die Flächen gegenüber dem
Freilichtmuseum, in der Blauen Donau und die des Kinderheimes.
Demzufolge möchte Frau K. beantwortet wissen, wie Herr Wölm seine
politische Verantwortung für diese Stadt auffasse, wenn diese nur darin
bestehe, intakte Landschaften zu zerstören.
Herr Wölm teilt dazu mit, dass jeder, der über Flächen verfüge, einen
offiziellen Antrag zur Umwandlung stellen kann. Auch habe jeder andere die
Möglichkeit deutlich zu machen, welche Flächen unangetastet bleiben sollen.
Bisher seien alle beantragten Flächen zusammengetragen worden. Über diese
Flächen soll nun, in der heute zu terminierenden Klausurtagung, innerhalb der
Bezirksvertretung Eilpe/Dahl vorberaten werden. Das heißt, dass an diesem
Termin über jeden einzelnen Antrag vorberatend diskutiert wird, ob dort eine
Aufnahme in den Flächennutzungsplan beabsichtigt ist oder aber nicht. Zum
jetzigen Zeitpunkt seien jedoch keine inhaltlichen Diskussionen erwünscht. Dies
sei, wie bereits mitgeteilt, in der kommenden Sitzung am 23.05.2007 beabsichtigt.
Zudem könne die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl ausschließlich als
vorberatendes Gremium in dieser Angelegenheit beschließen. Nachdem weitere
Gremien vorberaten haben wird der Beschluss vom Rat der Stadt Hagen gefasst.
Letztendlich werde der Regierungspräsident als letzte Instanz entscheiden,
welche Flächen umgewandelt werden und welche nicht.
Herr Neuhaus regt an, dass der hier vorgetragene Wille der Bürger
schriftlich, möglichst detailliert, zusammengetragen wird, um diesen als
weiteren Antrag in die Klausurtagung mit beraten zu können.
c)
Frau M. möchte bezüglich des angedachten Grundschulverbandes zwischen Rummenohl
und Dahl wissen, welchen Vorteil die Kinder von dieser Regelung haben werden
und wie die Aufschlüsselung der Lehrkräfte sein wird, zumal die damit
verbundene Kostenreduzierung, von der immer gesprochen werde, bisher nicht
gesehen wird.
Herr Hermann vom Amt für Schulverwaltung und Hochschulwesen teilt dazu
mit, dass es aus Sicht der Stadt Hagen bei dem Grundschulverbund Rummenohl/Dahl
vermutlich nicht zu einer erkennbaren Kostenreduzierung kommen werde, da beide
Standorte erhalten bleiben.
Was die Lehrerversorgung betreffe, so haben die Grundschulen relativ
kleine Klassen. Bisher habe die Versorgung mit Lehrkräften, wenn auch mit einigen
Hürden, funktioniert. Ob dies auch weiterhin, bei Erhaltung beider Standorte
als eigenständige Schulen, der Fall sein wird, kann Herr Hermann nicht
beantworten. Diese Frage müsste, auch aus Sicht des Schulträgers, die
Schulaufsicht, also das Land, beantworten.
Bei einem Verbund der Schulen sei jedoch möglicherweise die
Lehrerversorgung, gemessen an der Schüleranzahl, eine bessere.
d)
Frau E. möchte wissen, welchen Vorteil bei einem Verbund der Schulen die
Lehrerversorgung auf die Kinder haben soll, wenn die Zuweisung der Lehrer,
gemessen an den Kinderanteil, erfolgt und im Bedarfsfall der Lehrer von einen
Standort zum nächsten fahren muss und bei Verspätungen eine Klasse von rund 25
Kindern im Alter von fünf bis sechs Jahren unbeaufsichtigt sind.
Ein Lehrerpendel sei allein aus diesem Grund nicht möglich.
Aufgrund der derzeitigen Ausfälle von 3 Lehrkräften in Dahl, könne dieser
Bedarf nicht von Rummenohl ausgeglichen werden. Somit sei in einem solchen Fall
ein Lehreraustausch ebenfalls nicht möglich.
Bei einer Anmeldezahl von 34 Kindern müssen 2 Klassen mit jeweils 17
Kindern gebildet werden. Dies würde bedeuten, dass Dahler Kinder in Rummenohl
eingeschult werden müssten, um hier den Ausgleich schaffen zu können, damit
also keine kleinen Klassen bestehen bleiben. Ein solches Resultat sei jedoch
nicht gewollt.
Eine konkrete Nachfrage bezüglich dieser Angelegenheit in verschiedenen
Gremien, sei nie zufriedenstellend beantwortet worden.
Wo sehe man also den Vorteil und den Sinn einer Verbundschule?
Herr Hermann teilt dazu nochmals mit, dass der eigentliche Schulbetrieb
Landessache sei, Lehrer also vom Land zugeteilt werden. Aus diesem Grunde
empfiehlt Herr Hermann den Betroffenen, sich mit diesen Fragen an die untere
Schulaufsicht für die Grundschulen in Hagen zu wenden.
Herr Hermann teilt mit, dass er die Antwort ausschließlich aus Sicht des
Schulträgers, also die der Verwaltung darstellen könne, dazu aber weit ausholen
müsse.
Herr Wölm bittet Herrn Hermann darum, diese Antwort schriftlich
mitzuteilen.
e)
Frau H. vertritt als zweite Vorsitzende der Elternpflegschaft die Eltern
der Astrid-Lindgren-Grundschule. Frau H. teilt im Namen der Eltern mit, dass
ein Vorteil der Zusammenlegung der Astrid-Lindgren-Schule mit der Grundschule
Eilpe nicht ersichtlich ist. Aus diesem Grund werde die Zusammenlegung
abgelehnt. Die Schulkonferenz habe einen gleichlautenden Beschluss gefasst.
Weiterhin habe man Unterschriften für den Erhalt der Selbständigkeit dieser
Schule gesammelt.
Den Unterschriftslisten beigefügt habe man ein Schreiben, in dem nochmals
die Gründe aufgeführt sind, die für den Erhalt der Selbständigkeit der
Astrid-Lindgren-Grundschule sprechen. Insbesondere sei der Integrationscharakter
in der Schule genannt. Beide Belege werden der Bezirksvertretung Eilpe/Dahl ausgehändigt.
Im Namen der Eltern und Schüler der Astrid-Lindgren-Grundschule bittet
Frau H. die Mitglieder der Bezirksvertretung Eilpe/Dahl einer Zusammenlegung
der genannten Schulen nicht zuzustimmen.
