30.01.2007 - 6.2 Eduard-Müller-KrematoriumBarrierefreier Zugang

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Wortprotokoll

An der folgenden Diskussion beteiligen sich Frau Priester-Büdenbender, Frau Ellner sowie die Herren Neuhaus, Wölm, Schulz (SPD), Schulz (REP), Dr. Preuß,

Springiewicz, Dr. Lemme und von der Verwaltung Frau Teubner-Treese vom Bauordnungsamt, Herr Klinkmann vom Fachbereich für Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte sowie Herr Rosga von der Gebäudewirtschaft der Stadt Hagen.

 

Herr Wölm gibt zu Bedenken, dass im Hinblick auf das 100-jährige Jubiläum im September diesen Jahres, das Vorhaben, fall beschlossen, mitten im Umbau stehen werde.

 

Herr Neuhaus teilt im Namen der CDU-Fraktion mit, dass diese, zum angegebenen Bauvolumen nicht zustimmen werde. Dem Beschluss zufolge, eine kostengünstigere Alternative darzustellen, konnte nicht verwirklicht werden.

 

Herr Klinkmann teilt dazu mit, dass die von der Bezirksvertretung Eilpe/Dahl vorgestellte Wegeführung aufgrund der Neigungsverhältnisse nicht möglich sei. Zudem tangiere dieser Zugang Bereiche des Krematoriums, die zunächst saniert werden müssen. Aus Sicht der Verwaltung soll die Variante 2 beschlossen werden. Die dort angegebene Kostenschätzung könnte bei einer Ausschreibung möglicherweise günstiger ausfallen.

 

Teilweise ist man der Auffassung, dass eine kostengünstigere Lösung möglich, diese aber nicht favorisiert wird. Aufgrund der hohen Kosten wird die Vorlage von vielen abgelehnt.

 

Herr Klinkmann macht deutlich, dass man als öffentlicher Auftraggeber an entsprechende Vorschriften gehalten ist und bittet dahingehend um Verständnis.

 

Auf die Frage, ob eine Möglichkeit gesehen werde, bei den Sanierungskosten Einsparungen vorzunehmen, welche dann als ein Teil für einen behinderten gerechten Zugang einfließen könnten, erklärt Herr Klinkmann, dass eine solche Umschichtung der Mittel nicht möglich sei.

Hier müsse offensiv im Rahmen der Vorlage „Programm zur Sanierung städtischer Gebäude“ vorgegangen werden. Das heißt, dass im Hinblick auf das 100-jährige Jubiläum als auch der Tatsache, dass das Gebäude tatsächlich schlecht für behinderte Menschen erreichbar ist, nochmals ein Prüfauftrag, der beinhaltet, beide Vorhaben miteinander zu verbinden, an die Verwaltung gegeben werden. Zudem müsse der Rat der Stadt Hagen gebeten werden, die Maßnahme Sanierung und Anbau eines behindertengerechten Zuganges zuzustimmen.

 

Herr Wölm macht deutlich, dass die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl den Zugang will und möchte wissen, ob in den Kosten der vorgestellten Lösungsvarianten auch Kosten für die Sanierung enthalten sind.

 

Herr Rosga teilt mit, dass sich beide Punkte miteinander verbinden, da bei welcher Variante auch immer, das bestehende Objekt Krematorium angegriffen werden müsse.

Somit seien in beiden Größenordnungen Anteile enthalten, die an dieser rechten Wand entstehen würden. Der Zustand der Wand könne bei einem geplanten Anbau aufgrund der Feuchtigkeitsschäden nicht so bleiben.

Es wurde im Vorfeld Kontakt mit Experten aufgenommen, die sich bereits an anderer Stelle mit dem gleichen Problem beschäftigt haben – wie ein historisches Gebäude barrierefrei erschlossen werden könne. Gespräche mit diesen Experten ließen Ideen erkennen, wie beide Probleme, Sanierung und barrierefreier Zugang, im Zusammenhang gelöst werden könnten.

 

Herr Neuhaus formuliert einen Beschlussvorschlag, der von Herrn Wölm inhaltlich übernommen und verlesen wird.

Herr Dr. Preuß ist grundsätzlich für den Beschlussvorschlag, hält aber die nochmalige zusätzliche Einbringung einer Kostenreduzierung für notwendig. Vermutlich könnten durch kreative Lösungen andere zulässige Lösungen definiert werden, deren Kostenrahmen geringer ausfalle.

 

Herr Wölm stellt erneut einen Beschlussvorschlag vor und lässt darüber abstimmen.

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Beschluss:

 

1.         Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

 

2.         Die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl empfiehlt dem Rat, aufgrund des diesjährigen        

100jährigen Jubiläums des Eduard-Müller-Krematoriums, die erforderlichen Mittel für den behindertengerechten Zugang im Zusammenhang mit der Vorlage 1078/2006 „Programm zur Sanierung der städtischen Gebäude“ in den Wirtschaftsplan 2007 der GWH einzustellen.

 

3.         Die Verwaltung wird beauftragt, eine preiswertere Lösung zu untersuchen und anzustreben.

 

4.         Die Verwaltung wird aufgefordert, so wie in der Vorlage beschrieben, ernsthaft alle möglichen Fördermittel zu beantragen und in Anspruch zu nehmen. Diese Bemühungen sind der Bezirksvertretung Eilpe-Dahl in der April-Sitzung vorzustellen.

 

 

 

 

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Abstimmungsergebnis:

X

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

 11

Dagegen:

 0

Enthaltungen:

 0

 

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