16.08.2007 - 6.5 Prioritätenliste für den Vermögenshaushalt 2007
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.5
- Gremium:
- Haupt- und Finanzausschuss
- Datum:
- Do., 16.08.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB20 - Finanzen und Controlling
- Bearbeitung:
- Beate Wegehaupt
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Marscheider hätte die Liste gerne etwas detaillierter. Als
Beispiele nennt er die Position 6 "bauliche Maßnahmen" 24.000
€, Position 28 "Grundstücksrenten" 80.000 € und Position
90 "Kleingartendaueranlagen" 120.000 €, bei denen er sich den
Hinweis gewünscht hätte, worum es sich hier genau handelt.
Herr Dr. Fischer weist darauf hin, dass sich die Positionen mit
Hilfe des Haushaltsplanes nachvollziehen lassen.
Herr Röspel teilt mit, dass sich die CDU-Fraktion mit der Liste intensiv befasst hat
und der Ansicht ist, dass die Position 21 ("Erweiterung Lehrerzimmer
THG") als unnötig entfallen kann. Bei der Position 90
"Kleingartendaueranlage" fehlt auch der CDU-Fraktion eine Begründung,
was darunter zu verstehen ist sowie, was hier getan werden soll.
Zur Sortierreihenfolge der Prioritätenliste weist
Herr Gerbersmann darauf hin, dass diese von der Bezirksregierung
Arnsberg so vorgegeben wurde. Alle hier enthaltenen Maßnahmen wurden in der
Ratssitzung am 14.06.2007 mit dem Haushalt verabschiedet. Die hier vorliegende
Liste entspricht der Anforderung des Innenministers, wonach alle Kommunen mit
vorläufiger Haushaltsführung dazu angehalten sind, alle ihre Maßnahmen des
Vermögenshaushalts in einer Prioritätenliste festzuhalten. Die Kommunalaufsicht
ist wiederum angehalten, die Prioritätenlisten der Kommunen dem Innenminister vorzulegen.
Herr Gerbersmann weist darauf hin, dass auf der letzen Seite der Liste ersichtlich
wird, dass es bei der Stadt Hagen zu keiner Nettoneuverschuldung in der Finanzierung
kommt.
Herr Koch bekräftigt, dass das hier vorliegende Formular von der Bezirksregierung
Arnsberg in dieser Darstellungsform vorgegeben wurde. Er selbst hält die
Darstellungsweise auch nicht für sehr glücklich, weil die Nennung der
Haushaltsstellen fehlt und weist darauf hin, dass die Positionen, die in der
Prioritätenliste noch offen sind, noch ausgefüllt werden. Es sind hier nur die
beschlossenen Maßnahmen des Vermögenshaushalts zu finden. Zu Position 6
"bauliche Maßnahmen" teilt er mit, dass es sich hierbei um die
Gelder, die im Zusammenhang mit der Umsetzung des Ausstattungskonzeptes
berufsbildender Schulen stehen, handelt. Bei der Position 14
"Darlehensgewährung BSH" handelt es sich um eine Sache, die bereits
im Vermögenshaushaltsentwurf dargestellt worden ist. Dies stammt aus der Zeit,
als der BSH noch ein Eigenbetrieb war und gegenseitige Liquiditätsverstärkungen
zwischen den Konten von BSH und Stadt vorgenommen wurden. Bei der BSH, mit der
Ausgründung / Holdingbildung, sind 1,8 Mio. € verblieben, die die Stadt
dem BSH zur Verfügung gestellt hat. Dies ist buchungsmäßig bisher aus der
Vorschusskasse finanziert worden und wird nun haushaltsmäßig "geheilt",
indem es als eine formelle Darlehensgewährung an den BSH gebucht wird. Diese
Darlehensgewährung wird augenblicklich zügig getilgt. Die Position 21
"Erweiterung Lehrerzimmer THG" hat der Schulausschuss beschlossen.
Die Finanzierung erfolgt aus der Schulpauschale. Dies hat der Haupt- und
Finanzausschuss im Rahmen der 1. Veränderungsliste so beschlossen. Diesen
Beschluss hat der Rat übernommen. Bei der Position 90 "Kleingartendaueranlage"
handelt es sich um die Kleingartenanlage Distelstück, die bereits in 2006
beschlossen und finanziert werden sollte. Herr Koch kennt die Gründe nicht,
warum hier in 2006 nicht viel passiert ist. An dieser Stelle in der Prioritätenliste
handelt es sich lediglich um eine Wiederveranschlagung.
Frau Grebe erläutert zu Position 28 "Grundstücksrenten", dass es sich
hier um rechtliche Verpflichtungen handelt. Vor vielen Jahren wurden
Grundstücke auf Rentenbasis gekauft, bei denen es heute noch zu einer Abzahlung
an die damaligen Verkäufer kommt.
Herr Dr. Schmidt ist nicht sicher, ob bezüglich der
"Erweiterung des Lehrerzimmers THG" ein förmlicher Beschluss gefasst
wurde, gleichwohl plädiert er für den Verbleib der Position mit einer Summe im
Haushalt, da das THG über Jahre das Lehrerzimmer als Tagungsraum für Ausschüsse
zur Verfügung gestellt hat. Evtl. kann die Summe von 75.000 € aufgrund
einer preisgünstigen Ausführung seitens der GWH verringert werden. Er bittet
die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses jedoch, die Position allein
deshalb in der Liste zu belassen, weil die Schule die Bereitschaft hatte, den
Raum der Stadt zur Verfügung zu stellen und der Raum sich in einem schlechten
Zustand befindet.
Frau Herms erklärt, dass im Rahmen der Schulbereisung die Herrichtung des Lehrerzimmers
des THG vom THG als erste Priorität genannt wurde. Nach Durchführung der
Schulbereisung werden mit allen Fraktionen die Wünsche der Schulen im Hinblick
darauf, was im laufenden Jahr noch finanzierbar ist, abgestimmt. Bezogen auf
das Lehrerzimmer erläutert Frau Herms, die Gründe, die eine Sanierung des
Raumes erforderlich machen.
Herr Riechel schlägt vor, die Position statt mit "Erweiterung" mit
"Erneuerung" zu überschreiben, damit kein falscher Eindruck entsteht.
Herr Riechel weist zu der Position 5 "Baukosten Gerätehäuser" darauf
hin, dass diese vom Betrag her identisch mit der Position 22 "Fahrzeuge
und Geräte" ist. Er möchte wissen, ob es sich hierbei um eine zufällige
Übereinstimmung des Betrages oder ein inhaltliches Versehen handelt.
Herr Koch erklärt, dass die Positionen aus dem Haushaltsplan überspielt wurden und
die Betragsgleichheit auf eine Verwaltungsvorlage aus den 90er Jahren
zurückgeht, wo die beiden Positionen von der Größenordnung her identisch
bestückt wurden.
Aus Sicht von Herrn Thielmann hätte der
Hinweis, dass es sich um eine formale Liste handelt, die Diskussion entbehrlich
gemacht.
Herr Dr. Ramrath hält die Diskussion dieser Liste, vor dem
Hintergrund, dass eine Beschlussfassung bereits erfolgt ist, nicht für entbehrlich.
Er ist der Ansicht, dass man sich bestimmte Positionen durchaus erneut ins
Gedächtnis rufen, kritisch hinterfragen und von nicht so dringenden
Investitionen durchaus Abstand nehmen sollte. Vor Umsetzung der
Erneuerungsmaßnahme "Lehrerzimmer THG", die für ihn nicht
nachvollziehbar weit oben aufgelistet ist, bittet er um Prüfung der formalen Beschlusslage
des Schulausschusses.
