31.05.2007 - 6.11 Standortentscheidung Berufskolleg Kaufmannsschu...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.11
- Gremium:
- Haupt- und Finanzausschuss
- Datum:
- Do., 31.05.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 23 Fachbereich Immobilien, Wohnen und Sonderprojekte
- Bearbeitung:
- Holger Klinkmann
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Dr. Schmidt weist auf die Tischvorlage der Verwaltung (Anlage 5 der Niederschrift) und deren
Inhalte sowie den Beschluss des Betriebsausschusses GWH hin. Er führt aus, dass
das beigefügte Schreiben des Bauordnungsamtes darauf verweist, dass rd. 50
Stellplätze an der Letmather Straße erforderlich sind und der Parkdruck hier so
hoch ist, dass die Zahlung einer Stellplatzablösesumme nicht empfehlenswert
ist. Herr Dr. Schmidt macht deutlich, dass auch bei einer Nutzung der Gasstraße
keine Sekretariatsausweitung erforderlich ist. Schon jetzt wird die
Kaufmannsschule II mit einer Dependance betrieben und verfügt über zwei
Sekretariatsstellen. Die Einrichtung eines Buspendeldienstes wäre zwar
wünschenswert, ist aber nicht erforderlich, weil es sich bei den
Kaufmannsschülern nicht um Kinder, sondern um junge Erwachsene handelt. Die
Einrichtung eines solchen Pendeldienstes kann Herr Dr. Schmidt daher nicht empfehlen.
Herr Strüwer spricht sich für den Anbau an der Letmather Straße (Variante 4) aus. Er
führt aus, welche Punkte seiner Ansicht nach gegen eine Sanierung der Gasstraße
und Nutzung als Zweigstelle der Kaufmannsschule II sprechen. Dazu zählt, dass
der bezifferte Sanierungsbedarf diesen Standort nicht nachhaltig als
Zweigstelle sichern würde. Die GWH hat hier mittelfristig, bis 2012, einen
Investitionsbedarf von rd. 2 Mio. € ermittelt. Herr Strüwer untermauert
dies, indem er darauf hinweist, dass man seinerzeit, als Überlegungen im Raum
standen, die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung an diesem Standort
halten zu wollen, den Investitionsbedarf für eine Zukunftssicherung sogar mit
rd. 4 Mio. € beziffert hat.
Darüber hinaus ist die hier zur Verfügung
stehende Nutzfläche etwa doppelt so groß wie die, die bei einem Systemanbau
geschaffen würde. Dies würde sich aus Sicht von Herrn Strüwer auch deutlich
beim Energiekostenbedarf niederschlagen. Er zweifelt darüber hinaus die in der
Tischvorlage bezüglich des Systemanbaus an der Letmather Straße ermittelten
Kosten sowie die hochgerechnete Zahl der erforderlichen Stellpätze und die
Frage, was eine zumutbare Entfernung ist, an. Ferner weist er darauf hin, dass
nur bei dem Anbau an die Letmather Straße Kosten für die Einrichtung angesetzt
worden sind und dass seitens der Kaufmannsschule II darauf hingewiesen wird,
dass in der Gumprechtstraße eine Einrichtung vorhanden ist, die genutzt werden
kann, weshalb diese Kosten zu streichen wären. Herr Strüwer kann nicht
nachvollziehen, warum bei der Systembauweise ein Wert von rd. 25 % - bezogen
auf die Baukonstruktion / technischen Anlagen - als Baunebenkosten mit
eingerechnet werden. Diese müssten seiner Ansicht nach in weiten Teilen bereits
im Angebot der Firma enthalten sein. Hier hält er eine Kostenreduzierung im
sechsstelligen Bereich für möglich.
Nach dem Baurecht beträgt die zumutbare
Entfernung zwischen Stellplatz und Schule rd. 300 Meter, teilt Herr Romberg
mit. Er selbst geht in seinen Kalkulationen von rd. 15 % Baunebenkosten aus,
hält aber das Ansetzen eines höheren Betrages grundsätzlich für machbar. In
diesem speziellen Fall stimmt Herr Romberg jedoch Herrn Strüwer zu, dass
aufgrund der Systembauweise ein deutlicher sechsstelliger Betrag gestrichen werden
könnte. Bezüglich der Sanierungskosten für die Gasstraße weist Herr Romberg darauf
hin, dass sich diese nur auf den Brandschutz beziehen. Ihm sei bestätigt
worden, dass Schall- und Wärmeschutz nicht darin enthalten seien. Insbesondere
aufgrund der Tatsache, dass die Nutzfläche hier doppelt so hoch, wie beim Anbau
wäre, ist er der Ansicht, dass insbesondere energetische Maßnahmen schnell
nachgeholt werden müssten. Letztere sind bei der GWH mit rd. 2 Mio. €
angesetzt worden. Herr Romberg fasst zusammen, dass es sich seiner Ansicht nach
bereits mittelfristig so darstellen wird, dass die Anbaulösung günstiger als
die Sanierung der Gasstraße ist.
Herr Riechel bemängelt, dass seitens der Verwaltung nicht darauf hingewiesen wurde,
dass die Systembaufirma bereits in Hagen entsprechendes gebaut hat. Seiner
Ansicht nach ist die Kalkulation der Sanierung der Gasstraße deutlich zu
niedrig und die des Anbaus an die Letmather Straße deutlich zu hoch
ausgefallen. Herr Riechel hält in der Gesamtbetrachtung den Anbau für
ökonomisch und ökologisch (niedrigere Energiekosten) sinnvoller. Er schlägt
vor, die Gasstraße nach dem Freizug zu vermarkten.
Die Variante 4 wird von Herrn Dücker im Namen
der FDP-Fraktion ebenfalls präferiert. Im Hinblick auf die Vermarktung der
Gasstraße schließt sich Herr Dücker den Ausführungen von Herrn Riechel an.
Frau Herms bedankt sich für die Unterstützung des Schulausschussbeschlusses und
wirbt erneut im Interesse der Schule für die Variante 4.
Herr Klinkmann fasst als Arbeitsauftrag an die Verwaltung zusammen, dass bis zur
nächsten Ratssitzung die Gelegenheit besteht, die in Rede stehenden Punkte noch
einmal aufzubereiten und in die Sitzung einzuspeisen. Er weist darauf hin, dass
die für die Sanierung der Gasstraße ins Gespräch gebrachten rd. 2 Mio. €
auf der Verwaltungsvorlage zum "Programm zur Sanierung städtischer
Gebäude" beruhen, bei der der Rat Ende 2006 eine Grundsatzentscheidung
getroffen hat. Im Februar 2007 wurde daraufhin ein Programm für 2007
entwickelt, dem eine Anlage beigefügt war, in der 2 Mio. € für die
Gasstraße genannt wurden. Hierbei handelt es sich nicht um einen Betrag für
eine spezifische Nutzung für die Kaufmannsschule II, sondern um eine Summe, die
von der GWH aufgrund von Erfahrungswerten in die Vorlage eingebracht wurde.
Ausgangsbasis war dabei, dass offensichtlich der Wunsch bestand, das Objekt auf
einen Neubaustandard hin zu sanieren. Die ebenfalls angesprochene Summe von 4
Mio. € kann weder von Herrn Klinkmann, noch von Herrn Rosga nachvollzogen
werden. Die 2 Mio. € sind bisher noch nicht beschlossen worden. Sie
werden Bestandteil des Sanierungspaketes, dass nach der Sommerpause in den
politischen Beratungsgang eingespeist werden soll und sind der Höhe nach zu
berichtigen.
Bezüglich der Stellplätze merkt er an, dass das
Kirchenbergstadion deutlich mehr als 300 Meter entfernt liegt, wodurch gewisse
Probleme entstehen könnten. Er weist ferner darauf hin, dass die Verwaltung
keine organisatorische Verschlechterung für die Schule vorschlägt, da die
Kaufmannsschule II bereits heute an zwei Standorten untergebracht ist und dies
auch künftig der Fall sein wird. Herr Klinkmann fasst zusammen, dass aus Sicht
der Verwaltung die Sanierung der Gasstraße zu bevorzugen ist.
Wie hoch der Raumbedarf für die Kaufmannsschule
II ist, der hier gedeckt werden soll, möchte Frau Suda wissen.
Herr Oberbürgermeister Demnitz weist darauf hin, dass der Raumbedarf bei der
Position Anbau annähernd abgelesen werden kann.
Herr Dr. Schmidt ergänzt, dass sich die Schulleitung gegenüber
dem Raumprogramm auch ein abgespecktes Raumprogramm vorstellen kann, welches
ebenfalls der Vorlage zu entnehmen ist. Hierbei handelt es sich um die Variante
4. Er plädiert noch einmal für die Sanierung der Gasstraße und schlägt vor dem
Hintergrund, dass sich die Schülerzahlen in die eine wie in die andere Richtung
entwickeln können, vor, zunächst einen vorsichtigen Anfang zu wagen und in ca.
zehn Jahren zu sehen, in welche Richtung die Entwicklung gegangen ist. Herr Dr.
Schmidt macht deutlich, dass zwischen der Sanierungslösung Gasstraße und der
Anbaulösung Letmather Straße eine erhebliche Differenz verbleiben wird, die sinnvollerweise
in energetische Maßnahmen an anderen Schulen investiert werden sollte, da dies
zu einem dreifachen Einspareffekt hier führen würde. Er weist ferner darauf
hin, dass der Schulausschussbeschluss der Verwaltung aufgegeben hat, den neuen
Anbau aus der Schulpauschale zu finanzieren. Dies ist zwar möglich, bedeutet
aber für den Schulausschuss, dass die Verteilmasse - bezogen auf andere Schulen
bis 2009 - nicht mehr zur Verfügung steht.
Den konzeptionellen Ansatz, den die Verwaltung
gewählt hat, hält Herr Dr. Ramrath für nachvollziehbar und plausibel.
Dies gilt nicht zuletzt unter den Gesichtspunkten, die von Herrn Dr. Schmidt
genannt wurden. Vor diesem Hintergrund wird aus seiner Sicht der ökologische
Vergleich, den Herr Riechel gezogen hat, irrelevant, weil die einsparbaren
Mittel an anderer Stelle viel wirkungsvoller eingesetzt werden können.
Entscheidend ist nach Ansicht von Herrn Dr. Ramrath hier der wirtschaftliche
Aspekt. Es wird eine Differenz bei den Kosten verbleiben, die den
Betriebskostennachteil beim Standort Gasstraße aufwiegen werden. Ihm ist nicht
plausibel, warum beim Standort Gasstraße auf einen Neubaustandard abgestellt
werden soll, statt eine sparsame Alternative zu wählen.
Herr Dr. Ramrath geht ebenfalls darauf ein, dass
heute nicht absehbar ist, wie sich die Schülerzahlen entwickeln werden. Er hält
es vor dem Hintergrund der an der Gasstraße vorhandenen Nutzflächenreserven
sogar für möglich, dass es hier später zu einer Bündelung der Kaufmannsschule
II kommen kann. Er plädiert daher noch einmal deutlich dafür, den Ansatz der
Verwaltung weiterzuverfolgen und schlägt vor, die Darstellung der Kostenansätze
nachzubessern. Sofern sich hieraus keine wesentlichen Veränderungen der Kosten ergeben,
wird er sich für eine Beschlussfassung wie Verwaltung aussprechen.
Herr Gerbersmann weist bezüglich der ins Feld geführten
Stellplätze am Kirchenbergbad darauf hin, dass vor Kurzem beschlossen wurde,
dieses nicht zurückzuerwerben. Er hält es auch nicht für möglich, den Stadionparkplatz
umzuwidmen, da das Stadion nicht aufgegeben wird. Er macht vor dem Hintergrund
seines Berichts zur Haushaltslage deutlich, dass die Stadt Hagen nicht über die
finanziellen Mittel verfügt, jede Schule auf einen Neubaustandard zu bringen,
weil die Finanzierung über Kassenkredite erfolgt. Es werden jährlich rd. 15
Mio. € für Schulsanierungen ausgegeben, jedoch werden nur etwa 5 Mio.
€ Schulpauschale jährlich eingenommen. Somit verbleibt ein Defizit von
rd. 10 Mio. € für Sanierungsaufwand, das über Kassenkredit finanziert
wird. Er gibt Herrn Röspel dahingehend recht, dass selbst, wenn die Sanierung
Gasstraße zu niedrig und die Anbaulösung Letmather Straße zu hoch angesetzt
worden sein sollte, ein großer Differenzbetrag verbleibt, über dessen
anderweitige Verwendung es sich lohnt nachzudenken. Diese Differenz zeigt sich
auch, wenn man hier die Abschreibung über 10 Jahre rechnet. Erfolgt die
Finanzierung ausschließlich über die Schulpauschale, so ist diese bis Mitte
2009 ausgeschöpft. Dies wird dazu führen, dass evtl. nachgeschobene Maßnahmen
im Schulbereich nicht mehr mitaufgenommen werden können. Darüber hinaus zieht
eine solche Lösung nach sich, dass Maßnahmen, die jetzt im Investitionsprogramm
enthalten sind und die über die Schulpauschale hätten finanziert werden können,
dann über Kassenkredite zu finanzieren sein werden. Es werden damit zusätzliche
Kassenkredite produziert, die sich die Stadt Hagen nicht leisten kann. Herr
Gerbersmann plädiert daher an den Haupt- und Finanzausschuss, dem Vorschlag der
Verwaltung zu folgen.
Herr Feste erklärt, dass in den letzten rd. 12 Monaten im Schulausschuss wiederkehrend
Verwaltungsvorlagen zu dieser Thematik beraten worden sind, die seitens des
Ausschusses für unzureichend erachtet wurden. Der Schulausschuss habe sich in
Dortmund die hier für die Letmather Straße in Rede stehende Systembauweise
angesehen, da man nicht gewusst habe, dass in Hagen ebenfalls bereits in dieser
Form gebaut worden sei. Herr Feste zweifelt die Höhe der Differenz, die sich
zwischen Sanierung Gasstraße und Anbau an die Letmather Straße ergibt, an, und
weist insbesondere auf den strittigen Punkt der Ausstattung erneut hin. Er
sucht dies rechnerisch zu untermauern. Herr Feste hält es durchaus für möglich,
den Parkplatz des Kirchenbergstadions mit zu nutzen. Mit Bau einer einfachen
Treppe könnte hier seiner Ansicht nach der Weg wesentlich verkürzt werden. Dazu
käme, dass der dort ansässige Sportverein schon mehrfach beantragt habe,
Stellplätze auf der Wiese einzurichten, damit künftig nicht mehr verkehrswidrig
an der Iserlohner Straße geparkt werde. Bisher sei dies jedoch immer abgelehnt
worden. In der Abwägung aller Aspekte - unter Einbeziehung der Entwicklung der
Schülerzahlen - plädiert Herr Feste für die Variante 4.
Herr Röspel schließt sich den Ausführungen von Herrn Dr. Ramrath und Herrn Gerbersmann
an. Er weist darauf hin, dass zwei Stunden vorher intensiv über die Zukunft des
Theaters diskutiert worden ist. Aus wirtschaftlichen Gründen ist es seiner Ansicht
nach nicht möglich, etwas anderes, als die ökonomischste Lösung zu wählen. Herr
Röspel weist noch einmal auf die Haushaltslage der Stadt Hagen und den Hinweis
von Herrn Gerbersmann, dass dann die Schulpauschale bis 2009 nicht mehr für
andere Maßnahmen zur Verfügung steht, hin. Unter diesen Voraussetzungen sieht
sich Herr Röspel nicht in der Lage, der Variante 4 seine Zustimmung zu geben.
Unter Bezugnahme auf die Ausführungen von Herrn
Klinkmann geht Herr Weber auf die Parkplatzsituation im Bereich der
Letmather Straße ein. Nach Inaugenscheinnahme stellt sich für Herrn Weber die
Situation so dar, dass dort ein Parkplatz zur Verfügung steht, der für ein
Wohngebiet gewidmet ist, das jedoch keinen entsprechenden Bedarf hat. Er bittet
darum, die Akte "Entwidmung der Parkplätze am Alten Hasper Stadtbad"
hinzuzunehmen, weil hieraus ersichtlich wird, wie innerhalb von sechs Monaten
öffentliche Parkplätze entwidmet werden konnten, um die Möglichkeit der
Errichtung eines Seniorenheims zu schaffen. Herr Weber hat sich darüber hinaus
den Parkplatz am Kirchenbergstadion angesehen. Er stimmt Herrn Feste zu, dass
hier die Wege mit dem Bau einer einfachen Treppenanlage wesentlich verkürzt
werden könnten. Er bittet - bezogen auf den Wortbeitrag von Herrn Dr. Schmidt
bezüglich der zwei Vorzimmerkräfte - noch einmal zu rechnen, ob sich im Falle
eines neuen Anbaus an die Letmather Straße Synergieeffekte erzielen lassen und
darüber hinaus beide Varianten noch einmal mit vergleichbaren Werten zu
rechnen. Herr Weber glaubt zwar, dass eine Differenz verbleibt, dass sich diese
jedoch bei der Betrachtung von Energiekosten und Bewirtschaftung minimieren
lässt.
Herr Rosga zitiert bezüglich des Systemanbaus aus dem Schreiben der Firma Boll, wonach
der Anbau für etwa 2 Mio. € zu erstellen ist, teilt aber auch mit, dass
die Firma im gleichen Schreiben darauf hinweist, dass die für die erste
Jahreshälfte 2007 zu erwartende Preissteigerung im Bausektor hier noch nicht
mit eingerechnet wurde. Aus Sicht der Verwaltung wäre es fahrlässig, der
Politik nicht den deutlichen Hinweis mit auf den Weg zu geben, dass nicht nur
die dann ausführende Firma mit Preissteigerungen rechnet, sondern - da der
Baubeginn voraussichtlich auch erst in 2008 liegen wird - auch die Verwaltung
davon ausgehen muss, dass es sich nicht um ein Fixpreis handeln kann. Herr
Rosga verweist dazu auf die zu erwartenden Preissteigerungen z. B. auf dem
Stahlsektor. Es bestand daher die Verpflichtung der Verwaltung, aufgrund der
vorgenannten Tatsachen eine 5 %ige Preissteigerung mit einzukalkulieren, was
den in Rede stehenden 100.000 € entspricht. Er weist ferner darauf hin,
dass in dem Angebot der Firma Bolle die Leistungsphase 4, d. h. die volle
Genehmigungsplanung, nicht enthalten ist.
Aus Sicht von Herrn Riechel wird von
falschen Voraussetzungen ausgegangen. Er zweifelt an, dass hier mit
vergleichbaren Zahlen gerechnet wurde und weist darauf hin, dass der in
Dortmund errichtete Neubau, der größer als der in Hagen zu errichtende Anbau
ist, komplett mit allen Leistungen 3,2 Mio. € gekostet hat, hier aber 3,6
Mio. € über alles zu Buche schlagen sollen, wo das Raumvolumen um 30 %
niedriger liegt. Er führt weiter aus, dass sich seiner Ansicht nach die Kosten
von Sanierung Gasstraße und Anbau an die Letmather Straße deutlich annähern
werden. Er weist darauf hin, dass dann das Argument bezüglich der
Abschreibungen nicht mehr in der vorgebrachten Form stimmig ist, weil von
anderen Beträgen auszugehen ist. Herr Riechel weist darauf hin, dass seiner
Ansicht nach unter ökologischen Gesichtspunkten dem Anbau an die Letmather
Straße der Vorzug zu geben ist.
Frau Herms weist darauf hin, dass seitens des Schulausschusses die Stimmigkeit des
vorliegenden Zahlenmaterials angezweifelt wird. Aus Sicht des Fachausschusses
ist eine Ein-Standort-Lösung für die Kaufmannsschule II die sinnvollste Lösung.
Da sie erkennen kann, dass eine einheitliche Meinung heute nicht erreicht
werden kann, bittet Frau Herms um die Abstimmung.
Herr Dr. Schmidt erkennt aus der Diskussion, dass die Zweifel
über die vorgelegten Zahlen überwiegen und dass unabhängig von allen
Berechnungen der Anbau an die Letmather Straße favorisiert wird. Er verwahrt
sich im Namen der Mitarbeiter, die an den Zahlen gearbeitet haben, davor, dass
hier solange Berechnungen angestellt werden, bis auf dem Papier die Zahlen
stimmig erscheinen und führt diesbezüglich die Problematik mit der Sporthalle
Emst an, die letztendlich noch einmal um 205.000 € teurer wird, als dies
vorher aufgrund einer vergleichbaren Diskussion ermittelt worden ist.
Die Zweifel, die bei Herrn Strüwer
gegenüber dem Zahlenmaterial bestehen, macht dieser anhand der
Verwaltungsvorlage "Programm zur Sanierung städtischer Gebäude"
deutlich. Er kann nicht nachvollziehen, dass die Verwaltung geltend macht, jede
Position seriös ermittelt und nur bei der Kaufmannsschule II einen Platzhalter
gesetzt zu haben. Er ist der Ansicht, dass das Gebäude Gasstraße in den
nächsten 15 bis 20 Jahren nicht ohne weiteren Sanierungsaufwand, z. B. bei den
Fenstern, wird auskommen können. Dem steht aus seiner Sicht mit dem Anbau an
die Letmather Straße eine Funktionallösung gegenüber, die nach Erstellung
langfristig ohne entsprechenden Aufwand auskommen wird.
Frau Herms stellt nach der Geschäftsordnung den Antrag, die Debatte zu beenden und
zur Abstimmung zu kommen.
Herr Oberbürgermeister Demnitz stellt das Ende der Debatte fest und lässt über
den Beschluss des Betriebsausschusses GWH abstimmen.
Beschluss:
Der
Haupt- und Finanzausschuss präferiert die Variante 4 entsprechend des
Beschlusses des Schulausschusses. Dabei ist die mittel- und langfristige
Wirtschaftlichkeit in Bezug auf den tatsächlichen Sanierungsbedarf sowie in
Bezug auf Energiebedarf (Wärmedämmung, Fenster, Heizung) u. a. zu berücksichtigen.
Dies ist durch detaillierte Kostenermittlung zu belegen.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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(wie Dokument)
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