26.04.2007 - 5.1 Vorschlag der SPD-Fraktion zur Tagesordnunghier...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.1
- Gremium:
- Haupt- und Finanzausschuss
- Datum:
- Do., 26.04.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:27
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- OB/A Amt des Oberbürgermeisters
- Bearbeitung:
- Gesine Specht
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Frau Herms bittet um einen aktuellen Bericht der Verwaltung zum Antrag der
SPD-Fraktion.
Frau Grebe erklärt, dass zu dem Antrag Gespräche über die inhaltliche Abarbeitung geführt
wurden. Derzeit gibt es eine Geschäftsordnung, die die Abwicklung von Aufträgen
nach VOB regelt. Diese wurde durch den Rat beschlossen, so dass Änderungen aus
Sicht der Verwaltung auch eines Ratsbeschlusses bedürfen. An der Herstellung
einer abgestimmten Verwaltungsmeinung wird noch gearbeitet. Frau Grebe weist
darauf hin, dass im Zusammenhang mit der Veränderung der Geschäftsordnung auch
die Korruptionsprävention neu geregelt werden muss und führt die Hintergründe
aus. Sie sichert die Abarbeitung der Sache bis zu den Sommerferien zu.
Frau Herms erklärt, dass die Politik im Gespräch mit der Handwerksinnung deren Betroffenheit
festgestellt hat und weist darauf hin, dass Kommune und Handwerk sich gegenseitig
brauchen. Bis zur Sommerpause auf einen Vorschlag der Verwaltung zu warten,
hält sie daher nicht für kommunizierbar und bittet um schnellstmögliche Abarbeitung.
In Vertretung für Herrn Grothe sichert Herr
Dr. Bleicher zu, dass der angeforderte Bericht bis zur Ratssitzung am
10.05.2007 abgegeben wird, damit die Politik auf Basis dieses Berichts einen
Beschluss fassen kann.
Herr Thielmann weist darauf hin, dass die SPD-Fraktion die Presseinitiative der Handwerker
zum Anlass genommen hat, den hier vorliegenden Antrag zu stellen. Es wurden im
Nachgang mehrere Gespräche der Politik mit den Handwerksmeistern und dem Obermeister
geführt. Er weist darauf hin, dass die Politik sich einig in ihrer Zielsetzung
ist, das Handwerk zu unterstützen und dass nicht nachvollzogen werden kann,
warum die Verwaltung nicht bereits früher die Initiative des Landes unterstützt
hat. Zwischen der Verwaltung und der Kreishandwerkerschaft hat es
Schriftverkehr gegeben, in dem es aufgrund von Verwechselungen zu falschen
Rückmeldungen gekommen ist, die ebenfalls Irritationen ausgelöst haben. In den
Gesprächen zwischen Politik und Kreishandwerkerschaft wurde darauf hingewiesen,
dass der Wunsch nach Anhebung der Wertgrenzen bei Vergaben auch negative Aspekte
hat, da das Hagener Handwerk auch in den Nachbarstädten zum Zug kommen möchte.
Er sieht in der freihändigen Vergabe und der beschränkten Ausschreibung nicht
das geeignete Instrument um sicherzustellen, dass alle Aufträge in Hagen
bleiben.
Die Fraktion Bürger für Hagen begrüßt die
Vorgehensweise der SPD-Fraktion, teilt Herr Marscheider mit. Seiner Erinnerung
nach wurde die Anhebung der Wertgrenzen bereits im Rat behandelt. Da sich hier
aus den Reihen der Ausschussmitglieder Widerspruch regt, ist Herr Marscheider
bereit, die Protokolle diesbezüglich noch einmal zu sichten.
Herr Röspel hält die neuen Vergabegrundsätze für eine vernünftige Regelung des Landes.
Er weist jedoch auf einen anderen Aspekt der Kritik der Kreishandwerkerschaft
hin, der darin begründet ist, dass die Rechnungen seitens der Stadt Hagen nur
zögerlich beglichen werden. Hier appelliert er an die Verwaltung, Rechnungen
zeitnah zu begleichen, da insbesondere kleinere und mittlere Betriebe zwingend
auf das Geld angewiesen sind.
Herr Meier ist froh darüber, dass das Regionalprinzip stärker ausgebaut werden
kann, da die Handwerksmeister/innen hier ihre Steuern bezahlen, ihre Kinder in
die Schulen schicken und es daher nur richtig ist, wenn sie auch die Schulen
instandsetzen. Auswärtige Handwerksbetriebe nach Hagen zu holen, wo das
heimische Handwerk Arbeit sucht, ist seines Erachtens der falsche Weg. Mit dem
Antrag zu den Vergabegrundsätzen wird ein erster Schritt in die richtige
Richtung getan.
Wettbewerb und Wirtschaftlichkeit dürfen bei dieser
Lösung nicht auf der Strecke bleiben, entgegnet Herr Gerbersmann. Zur
Bemerkung von Herrn Röspel erklärt er, dass es sich nicht um ein System
handelt, Rechnungen verspätet zu begleichen. Er appelliert an die
Handwerkerschaft, gravierende Fälle vorzulegen, damit diese näher untersucht werden
können. Zeigen sich entsprechende Fälle, so sichert er zu, im Haupt- und Finanzausschuss
zu berichten.
Herr Riechel begrüßt im Namen der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen den Antrag der
SPD-Fraktion, der den Vorschlag der Handwerkerschaft aufgreift, die Erlasslage
auch in Hagen zu verändern.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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(wie Dokument)
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80,3 kB
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