08.03.2007 - 6.1 Haushaltsplanentwurf 2007A) kameraler HaushaltB...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.1
- Gremium:
- Haupt- und Finanzausschuss
- Datum:
- Do., 08.03.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:10
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Thielmann weist auf Seite 50 des Haushaltsplanentwurfs 2007 hin. Hier steht, dass
die Zentrale Steuerung gegenüber dem HABIT die Auftraggeberfunktion übernimmt.
Er geht davon aus, dass der Betriebsausschuss HABIT maßgeblich das Handeln des
HABIT bestimmt und nicht anschließend als Kontrollorgan dient, weil die Beauftragung
bereits durch die Zentrale Steuerung erfolgt ist. Wichtig ist ihm hier, dass
eine politische Beauftragung erfolgt.
Darüber hinweist er auf die Seite 163, Personalausgaben
für die Kantine, hin. Man hat im Zusammenhang mit der Sparkassenkantine
ausführlich diskutiert. Herr Thielmann weist auf die deutliche Steigerung der
Personalausgaben gemessen am Ansatz für 2006 hin, wodurch sich der
Zuschussbedarf von rd. 111.000 € auf rd. 139.000 € erhöht und
bittet um eine entsprechende Begründung.
Herr Dr. Bleicher erläutert, dass es richtig ist, dass die
Zentrale Steuerung gegenüber dem HABIT die Auftraggeberfunktion übernimmt.
Darüber hinaus gibt es jedoch die Eigenbetriebsverordnung und die
Betriebssatzung, die den rechtlichen Rahmen für die Zuständigkeiten, aber auch
die Zuständigkeitsgrenzen für den Betriebsausschuss vorgeben. Bei Anschaffungen
über rd. 130.000 € liegt die Zuständigkeit beim Betriebsausschuss, bei
denen darunter ist über die Eigenbetriebsverordnung und die Betriebsleiterordnung
geregelt. Letzteres erfolgt in enger Abstimmung mit der Zentralen Steuerung.
Da die Frage zur Kantine heute nicht beantwortet
werden kann, sichert Herr Oberbürgermeister Demnitz zu, dass die Information
nachgereicht wird.
Herr Riechel hat zu vier Seiten Anmerkungen bzw. Fragen:
Seite 112 - Hier haben sich beim Amt des
Oberbürgermeisters die DV-Ausgaben vervierfacht, wofür er den Grund wissen
möchte.
Seite 165 - Die Aufwendungen für Altersteilzeit
sind um rd. 750.000 € gestiegen. Auch hierfür möchte Herr Riechel eine
Erklärung bekommen.
Seite 167 - Die Einnahmen aus Bußgeldern
schwanken. In diesem Jahr sollen sie gemäß des Ansatzes um rd. 100.000 €
sinken. Davor waren sie von 2005 auf 2006 um rd. 140.000 € gestiegen.
Seite 169 - Verwaltungsgebühren für
Führerscheine. Auch hier können Schwankungen, ähnlich denen bei den Bußgeldern,
verzeichnet werden. Auch für diese beiden Positionen möchte Herr Riechel den
Grund erfahren.
Seite 187 - Einnahmen aus
Niederschlagswassergebühren - Diese haben sich um rd. 700.000 € erhöht.
Hier möchte er wissen, ob der Gebührenmaßstab noch stimmig ist. Ursprünglich
wurden die Kosten anteilig auf
Niederschlagswasser (25 %) und auf Schmutzwasser (75 %) verteilt. Mittlerweile
ist man hier bei einer etwa hälftigen Verteilung. Herr Riechel möchte wissen,
ob der Grund für den höheren Betrag in einer Erhöhung der
Niederschlagswassergebühren zu suchen ist.
Zu Seite 187 teilt Herr Schierau mit, dass
der Niederschlagswassergebührensatz etwas erhöht wurde. Wesentlicher ist
jedoch, dass sich die befestigte, angeschlossene Fläche deutlich erhöht hat und
sich diese hier widerspiegelt.
Zu der Frage zu Seite 165, Altersteilzeit, teilt Herr
Gregull mit, dass hier eine Aktiv- und eine Freistellungsphase gibt. Die
Aktivphase wird in den Ämtern abgebildet. Hier handelt es sich um etwa 160
Fälle, die in der Freistellungsphase gesammelt auf Seite 165 abgebildet werden.
Herr Flüshöh teilt zu den DV-Kosten mit, dass die in Rede stehende Vervierfachung aus
der Umorganisation und der damit einhergehenden Zusammenlegung von Ämtern und
Kosten im Bereich des Oberbürgermeisters resultiert.
Zur Seite 169 teilt Herr Schierau mit,
dass bei der Umstellung der Führerscheine auf EU-Führerscheine von einer erhöhten
Nachfrage in 2006 bei LKW- und PKW-Führerscheinen ausgegangen und daher der
Ansatz erhöht wurde.
Herr Oberbürgermeister Demnitz stellt fest, dass es keine weiteren
Wortmeldungen gibt und lässt daher den Haushaltsplanentwurf 2007 zu A), B) und
C) zur Kenntnis nehmen.
Bedenken, so zu verfahren, bestehen nicht.
Anmerkung der Schriftführerin:
Im Nachgang zu der Sitzung konnten die Fragen zu
den Personalkosten Kantine und den schwankenden Einnahmen bei den Bußgeldern
beantwortet werden. Die Stellungnahmen der Fachverwaltung zitiere ich hier:
Seite 163 - Personalausgaben Kantine -
Im Zeitpunkt der Aufstellung der Budgetplanung für 2007 waren im Bereich Kantine noch nicht alle personalkostenrelevanten Fragestellungen entschieden. Die letzten diesbezüglichen Entscheidungen (u. a. Aufgabe einer Stelle) sind im Dezember 2006 gefallen. Der Personalkostenansatz im Entwurf ist daher nicht mehr aktuell.
Die aktuelle Hochrechnung der Personalkosten durch 19 aus Januar für 2007 ergibt unter Berücksichtigung der zwischenzeitlichen Veränderungen einen aktuellen Personalkosten-Jahresbedarf von rd. 125.000 €. Der Haushaltsansatz (Entwurf) wird entsprechend angepasst.
Der Zuschussbedarf wird sich unter Berücksichtigung dieser Anpassung auf insgesamt rd. 70.500 € belaufen (Zum Vergleich: Das Rechnungsergebnis für das Jahr 2005 weist einen Zuschussbedarf von rd. 75.000 € aus).
Seite 167 - Bußgelder -
Es handelt sich hier um die Anpassung an
erwartete Einnahmegelder, die aus der Schwarzarbeitskontrolle von Handwerkern
resultieren.
