01.02.2007 - 6.3 Entscheidungskompetenzen der Bezirksvertretunge...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.3
- Gremium:
- Haupt- und Finanzausschuss
- Datum:
- Do., 01.02.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:05
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB20 - Finanzen und Controlling
- Bearbeitung:
- Beate Wegehaupt
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Schon vor der Kommunalwahl hatten sich die
Fraktionen darauf verständigt, die Entscheidungskompetenzen der
Bezirksvertretungen erheblich zu stärken. Da hierfür entsprechende Mittel
erforderlich sind, stellt Herr Weber den Antrag, den Bezirksvertretungen
je 10.000 € zusätzlich zur freien Verfügung zu stellen und die Verwaltung
zu beauftragen, bis zur Ratssitzung am 22.02.2007 eine Kompensation zu
benennen. Es soll kein neues Geld zur Verfügung gestellt, sondern umverteilt
werden.
Herr Glaeser unterstützt - auch im Namen von Herrn Kohaupt - den Antrag von Herrn
Weber. Aufgrund der Haushaltskonsolidierung, führt er weiter aus, haben die
Bezirksvertretungen solidarisch die Kürzungen mitgetragen. Die dringend
notwendige Aufstockung würde die in den letzten Jahren zu erkennende starke
Preissteigerung abfedern und die Handlungsmöglichkeiten der Bezirksvertretungen
aufrecht erhalten. Herr Glaeser bittet den Haupt- und Finanzausschuss um
Unterstützung dieses Antrags.
Herr Asbeck weist darauf hin, dass im Vorfeld davon die Rede gewesen sei, dass der
gewünschte Betrag aus Mitteln der Straßenunterhaltung genommen werden solle. Da
die Straßen in einem verheerenden Zustand sind, kommt für Herrn Asbeck eine
Kürzung in diesem Bereich nicht in Betracht. Lösungen sind aus seiner Sicht
anderweitig zu suchen.
Herr Gerbersmann fasst den Antrag von Herrn Weber für sich so
zusammen, dass es nicht um die Bereitstellung neuer Mittel, sondern um eine
Verlagerung geht. Somit ist eine Haushaltsstelle zu finden, deren Kompetenz auf
die Bezirksvertretungen über geht.
Zur Klarstellung weist Herr Weber darauf
hin, dass es den Bezirksvertretungen darum geht, freies Geld zu bekommen. Diese
freien Mittel sollen z. B. für die Gestaltung des Stadtbildes, für die
Vereinsförderung und die Unterstützung bestimmter Projekte genutzt werden. Herr
Weber betrachtet dies als eine Umverteilung. Er ersucht den Kämmerer zu
betrachten, wie die Mittel von den Bezirksvertretungen bisher verwandt worden
sind. Als Beispiele führt er hier Maßnahmen im Bereich der Schulwegsicherung,
in Schulen, Kindergärten, Gestaltung des Stadtbildes und Schaffung zusätzlichen
Grüns an.
Herr Oberbürgermeister Demnitz fasst den Antrag von Herrn Weber zusammen. Die
Verwaltung soll beauftragt werden, den Bezirksvertretungen je 10.000 € mehr
zur Verfügung gestellt werden sollen. Diese 50.000 € sollen aus anderen
bestehenden Haushaltsstellen abgezogen und den Bezirksvertretungen zur
Verfügung gestellt werden. Dies soll jedoch nicht aus
Straßenunterhaltungsmitteln geschehen. Die Überlegungen sollen in die
Ratssitzung am 22.02.2007 eingespeist werden. Auf dieser Basis wird dann im Rat
entschieden, ob es zu einer Beschlussfassung kommt.
Bedenken, so zu verfahren, gibt es nicht.
Beschluss:
Die
Verwaltung wird beauftragt, den Bezirksvertretungen Hagen-Mitte, Haspe, Nord,
Eilpe/Dahl und Hohenlimburg zusätzlich je 10.000 € zur freien Verfügung
bereit zu stellen, die aus einer anderen Haushaltsstelle - nicht jedoch aus der
für Straßenunterhaltungsmaßnahmen - abgezogen werden.
Überlegungen,
aus welcher Haushaltsstelle eine Kompensation erfolgen kann, sind in der
Sitzung des Rates der Stadt Hagen am 22.02.2007 vor zu stellen.
