13.12.2007 - 4.4 Vorschlag der FDP-Fraktionhier: Einsatz von Moo...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.4
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 13.12.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- OB/A Amt des Oberbürgermeisters
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- vertagt
Wortprotokoll
Herr Oberste-Berghaus bezieht sich in seinen Ausführungen auf die
wissenschaftlichen Ergebnisse der Universität Bonn, wonach der Einsatz von
Moosmatten zur Reduzierung von Feinstaub beitrage. In der Praxis würde der
Einsatz von Moosmatten bereits zum Einsatz kommen. Darüber hinaus seien die
finanziellen Anschaffungskosten tragbar. Die Moosmatten sollten im Bereich der
bereits vorhandenen Messstationen in Hagen zum Einsatz kommen.
Frau Kingreen erinnert an die Klagemöglichkeit der Bürger, wenn die Feinstaubproblematik
seitens der Verwaltung und Politik nicht reduziert werde. Bei der Ursachenbekämpfung
in dieser Angelegenheit sei die Bundes- und Landesregierung gefragt. Dem
Einsatz von Moosmatten steht Frau Kingreen eher kritisch gegenüber, weil
die damit im Zusammenhang stehenden Kosten noch ungeklärt seien. Sinnvoll sei
die Einrichtung von Umweltzonen.
Herr Marscheider begrüßt grundsätzlich den Antrag der
FDP-Fraktion, regt aber an, dass die Verwaltung bis zur Februarsitzung 2008
nach weiteren Möglichkeiten zur Feinstaubreduzierung nachdenke sollte.
Herr Erlmann bezieht sich auf die ausgiebige und kontroverse Diskussion im Umweltausschuss
und bittet, über den Beschlussvorschlag des Umweltausschuss abzustimmen. Dabei
ist dieser in der Form zu ergänzen, dass bei einer möglichen Verwaltungsvorlage
der Einsatz von Moosmatten als Einzelmaßnahme mit aufgenommen werden soll.
Herr Hammer verweist auf das von der Fraktion Bürger für Hagen seinerzeit eingebrachte
LKW Routenkonzept, welches die Innenstadt von dem Schwerlastverkehr befreien
sollte.
Herr Sondermeyer signalisiert Zustimmung von seiner Fraktion Die
Linke. zum Antrag der FDP-Fraktion.
Herr Oberste-Berghaus ist der Auffassung, dass eine schnelle und
kurzfristige Lösung herbeizuführen ist, um die Feinstaubproblematik in den
Griff zu bekommen, bis langfristige Lösungen den entsprechenden Erfolg erzielen
würden.
Frau Priester-Büdenbender hält den Einsatz von Moosmatten für nicht
effektiv. Die für den Rat im Mai vorgesehene Verwaltungsvorlage zur Bekämpfung
der Feinstaubproblematik sollte zunächst abgewartet werden. Dabei sollten alle
Empfehlungen und Hinweise der vorberatenden Gremien berücksichtigt werden.
Herr Dr. Bleicher verweist auf seine Berichterstattung im
Umweltausschuss und Rat zum Luftreinhalteplan 2008 und stellt erneut die
Auffassung der Bezirksregierung vor. Demnach soll im Mai 2008 vom Rat der Stadt
ein Beschluss zum Luftreinhalteplan getroffen werden. In dem Luftreinhalteplan
sind alle Maßnahmen aufzunehmen, die im Hinblick auf die Feinstaub- und
Stickstoffdioxidemissionen eine Lösung herbeiführen können. Dazu würden auch
die in dieser Ratssitzung andiskutieren Maßnahmen zählen. Nach fachlicher
Diskussion innerhalb der Verwaltung und unter Beteiligung des Umweltausschuss,
werde der Rat mit in die Entscheidung zum Luftreinhalteplan eingebunden.
Herr Thielmann bezweifelt die Aussage der Verwaltung, dass die Moosmatten als Maßnahme
mit in die Verwaltungsvorlage aufgenommen werden und bittet um Abstimmung des
Punktes 1 im Beschlussvorschlag.
Herr Dr. Bleicher entgegnet, dass es zunächst sinnvoller sei,
weitere Informationen einzuholen und zu prüfen, welche Wirksamkeit der Einsatz
von Moosmatten habe. Diese Informationen werden dem Rat zur Verfügung gestellt,
so dass dieser im Mai letztendlich darüber entscheiden kann.
Herr Dücker steht der Aussage von Herr Dr. Bleicher eher skeptisch gegenüber
und bittet darum, dass die Verwaltung sich darum bemühen sollte, die Umsetzung
dieses Sonderprojektes „Einsatz von Moosmatten“ in Hagen zu
realisieren. Für Hagen sei dies eine Chance, überregionale Annerkennung in
Bezug auf die Bekämpfung der Feinstaubproblematik zu bekommen.
Herr Dr. Ramrath teilt die Auffassung von Herrn Dücker und
regt an, Kontakt mit dem Landesumweltamt bezüglich einer Förderung zum Einsatz
von Moosmatten abzuklären. Sollte so eine Förderung in Aussicht gestellt
werden, so sei es sinnvoll diese Maßnahme vorzuziehen.
Herr Dr. Bleicher knüpft an dieser Thematik an und führt aus, dass
auf erste Anfragen auf Bundes- und Landesebene bezüglich einer möglichen
Förderung eher bedenklich geantwortet wurde.
Herr Thielmann schlägt vor, den eingebrachten Vorschlag auf die nächste Ratssitzung zu
vertagen, damit die Verwaltung dem Rat genauere Informationen bezüglich der Förderungswürdigkeit
bei einem Einsatz von Moosmatten vorstellen kann.
