13.12.2007 - 5.30 Initiative der Landesarbeitsgemeinschaft der ko...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.30
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 13.12.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Asbeck wirft die Frage auf, ob es sinnvoll sei, ein Wahlrecht für Migrantinnen
und Migranten nach fünfjährigem Aufenthalt einzuführen. Seiner Auffassung fehle
diesem Personenkreis aufgrund des kurzen Aufenthaltes das politische
Verständnis. Darüber hinaus falle diese Aufgabe in die Zuständigkeit des
Bundestages. Die CDU-Fraktion werde aus diesem Grunde der Verwaltungsvorlage
nicht zustimmen.
Herr Thielmann unterstützt grundsätzlich die Argumentation von Herrn Asbeck,
schlägt aber vor, dass der Aufenthaltszeitraum auf 10 Jahre ausgeweitet werden
sollte.
Frau Kingreen verweist auf die bestehenden Koalitionsvereinbarungen, wonach diese
Thematik in der bestehenden Legislaturperiode geprüft werden soll. Darüber
hinaus gäbe es einen Antrag der Fraktion Die Linke. und einen Gesetzentwurf von
der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen im Bundestag. Die Landesarbeitsgemeinschaft
der Integrationsräte würde lediglich die Kommunen bitten, sie bei diesem
Vorhaben zu unterstützen.
Frau Machatschek erinnert daran, dass sich die SPD-Fraktion
bereits 1988 für das Wahlrecht von Migrantinnen und Migranten ausgesprochen
habe. Bei der Beschlussfassung handele es sich um einen Appell, die
Immigrantenvertretungen zu unterstützen.
Herr Hammer bezieht auf die beim Deutschen Städtetag viel diskutierte Problematik
des Demographischen Wandels und hebt hervor, dass bereits schon jetzt und in
den künftigen Jahren, dieser Personenkreis gemeinschaftlich mit den Deutschen
Staatsbürgern zusammenleben werde. Vor diesem Hintergrund sei es sinnvoll,
diesen Personenkreis an demokratischen-politischen Entscheidungen zu
beteiligen.
Herr Sondermeyer erklärt für seine Fraktion, dass diese für die
Einführung des Wahlrechts von ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger sei und
der Verwaltungsvorlage zustimmen werde.
Herr Dr. Ramrath stellt den Sinn eines solchen Appells in Frage
und geht in diesem Zusammenhang auf einen ähnlichen von rd. 19 Jahren gefassten
Beschluss des Rates ein, der bis heute zu keine Veränderungen in dieser
Thematik geführt habe.
Herr Jochen Weber beantragt Schluss der Debatte und anschließende
Abstimmung.
Herr Oberbürgermeister Demnitz lässt zunächst über den Beschlussvorschlag der
Verwaltung mit folgendem Ergebnis abstimmen:
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Abstimmungsergebnis: |
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x |
Mit Mehrheit abgelehnt |
Im Anschluss lässt Herr Oberbürgermeister
Demnitz über den Antrag von Herrn Thielmann abstimmen.
Beschluss:
Der Rat der
Stadt Hagen unterstützt die landesweite Kampagne der Landesarbeitsgemeinschaft
der kommunalen Migrantenvertretungen in NRW (LAGA NRW) und setzt sich bei der
Landesregierung und den Landtagsfraktionen mit dem beigefügten Appell für die
Einführung des kommunalen Wahlrechts für alle seit mindestens 10 Jahren rechtmäßig in der
Bundesrepublik lebenden Migrantinnen und Migranten ein
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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483,1 kB
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