13.12.2007 - 5.17 Verlängerung der Budgetvereinbarungen mit den v...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.17
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 13.12.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 41 Kulturbüro
- Bearbeitung:
- Angelika Josten
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Oberbürgermeister Demnitz teilt mit, dass ihm zu diesem Tagesordnungspunkt
rd. 2.500 Unterschriften für den Erhalt der „freien Kulturszene“ in
Hagen übergeben wurden.
Herr Gerbersmann informiert den Rat darüber, dass der
„Hasper Hammer“ überlege die entsprechenden Räumlichkeiten der
Nachbarimmobilie mit zu übernehmen. Herr Gerbersmann habe daraufhin den „Hasper
Hammer“ befragt, wie diese Absicht im Einklang mit der Diskussion von
Kürzungen zu vereinbaren sei. Der Hasper Hammer habe mitgeteilt, dass in dieser
Angelegenheit noch keine Entscheidung getroffen wurde.
Frau Kingreen spricht sich gegen die Kürzungen in den Kulturzentren aus, die eine wichtige
zusätzliche Aufgabe übernehmen würden. Durch diese Kürzungen werden möglicherweise
bewährte Strukturen zerschlagen, so dass einige Kulturzentren schließen
müssten. Ergänzend führe eine Erhöhung der Eintrittspreise dazu, dass sich
gerade Kinder und Jugendliche sowie sozial schwächer gestellte Personen, den
Eintritt nicht mehr leisten können.
Herr Gerbersmann versichert, dass die Verwaltung und der
Kulturausschuss die einzelnen Argumente zu den Kürzungen im Kulturbereich
sorgfältig abgewogen haben. Im Ergebnis sei nach Anhörung der betroffenen
Kulturzentren festgestellt worden, dass es sich bei diesen Kürzungen um eine
vertretbare Maßnahme handele. Herr Gerbersmann hebt insbesondere hervor,
dass auch kleine Sparmaßnahmen auf einem längeren Zeitraum zu einem
Einspareffekt führen.
Herr Sondermeyer erinnert daran, dass die freien Kulturzentren
bereits in den letzten Jahren massive Einschnitte in ihrem Bereich ertragen
mussten, so dass weitere Kürzungen nur schwer überbrückt werden könnten.
Herr Jochen Weber hat Verständnis dafür, dass eine Kürzung der finanziellen
Mittel in Höhe von 10% die Kulturzentren schwächt. Dabei dürfe aber nicht
vergessen werden, dass auch eine finanzielle Sicherheit bis zum Jahre 2011
gegebenen werde.
Herr Riechel kritisiert die Vorgehensweise der Verwaltung in dieser Angelegenheit. Obwohl
diese die Situation so darstelle, dass es keine anderen Möglichkeiten gäbe,
müsste bei einer solchen freiwilligen Leistung ein gewisser
Entscheidungsspielraum gegeben sein. Durch eine mögliche Beschlussfassung im
Sinne der Verwaltungsvorlage werde die Motivation der ehrenamtlich Tätigen
beschädigt.
Herr Strüwer bezieht sich auf die zu dieser Thematik stattgefundenen Gespräche, zu
denen alle Fraktionen und Vertreter der Kulturzentren eingeladen wurden. In
diesen Gesprächen waren sich die Beteiligten einig, dass auf breiter Front
konsolidiert werden müsste. Die Sorge der Kulturzentren, dass zukünftig weitere
Kürzungen vorgenommen werden, konnte in den Gesprächen dadurch ausgeräumt
werden, dass eine Planungssicherheit und Bestandssicherung bis 2011 gewährt
wurde.
Herr Glaeser ergänzt, dass die Bezirksvertretungen die Kulturszene regelmäßig mit finanziellen
Mitteln unterstütze.
Frau Kramps bittet anzuerkennen, dass auch der Kulturbereich mit dieser Einsparmaßnahme
seinen Beitrag zur Haushaltkonsolidierung leiste.
Beschluss:
Die Verwaltung wird beauftragt, für die vier
Hagener Kulturzentren eine vertragliche Anpassung der Budgetverträge mit Wirkung vom 01.01.2008 vorzunehmen.
Die Vertragslaufzeit beträgt vier Jahre.
Ab 01.01.2009 wird die Gesamtzuwendung für die
Jahre 2009 bis 2011 um 10 % gekürzt.
Die sonstigen Rahmenbedingungen bleiben
unverändert.
Anlagen zur Vorlage
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