08.11.2007 - 5.4 GIS Gesellschaft für Immobilienservice / Gebäud...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5.4
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 08.11.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- OB/BC Beteiligungscontrolling
- Bearbeitung:
- Jürgen Reiß
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Thielmann erinnert an die in dieser Thematik geführte Diskussion und dankt den
Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern für die zugesagte
Verhandlungsbereitschaft, damit dieses gute Ergebnis erzielt werden konnte. Es
ist abzuwarten, welche finanziellen und qualitativen Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt
gezogen werden. Herr Thielmann regt an, dass die Verwaltung darüber zu
gegebener Zeit berichten sollte.
Herr Jochen Weber schließt sich den Worten von Herrn Thielmann
an und verdeutlicht noch mal, dass durch diese Vorgehensweise Arbeitsplätze in
der Verwaltung gehalten werden konnten, ohne eine Privatisierung durchführen zu
müssen. Es sei darüber hinaus deutlich geworden, dass die Privatisierung von
Arbeitsplätzen nicht immer günstiger sei. Die
Herr Marscheider merkt an, dass seine Fraktion Bürger für Hagen
mit dem erzielten Ergebnis ebenfalls zufrieden ist und fragt nach, wie hoch der
Krankenstand bei der Gebäudewirtschaft Hagen (GWH) insgesamt sei.
Herr Bald führt aus, dass sich der Krankenstand bei der GWH unterschiedlich
darstellen lasse. Im Bereich der Objektbetreuer liege die Quote bei ungefähr
6%, Diese Quote liege im Rahmen anderer gewerblicher Tätigkeiten bei der
Stadtverwaltung Hagen. Im Reinigungsbereich liege die Quote bei rd. 11%, dabei
ist zu berücksichtigen, dass die Höhe dieser Krankenquote auch in privaten
Reinigungsbetrieben zu verzeichnen ist.
Herr Marscheider stellt den Antrag, dass die Einführung eines
Wiedereingliederungsmanagement mit einer Senkung der Krankenquote, anders als
in der Vorlage dargestellt, um mindestens 2% als Minimalziel vom GPR
ausdrücklich unterstützt werde.
Herr Bald greift den Antrag von Herrn Marscheider auf und verdeutlicht,
dass die GWH mit ihren Möglichkeiten versuchen werde, ein optimales Ergebnis in
dieser Angelegenheit zu erzielen. Es handele sich hierbei um einen andauernden
Prozess, der nicht definitiv bei Erreichen einer Senkung der Krankenquote um 1%
abgeschlossen werde.
Herrn Marscheider bittet um eine schriftliche Antwort, warum im
Reinigungsbereich der GWH ein Krankenstand von rd. 11% zu verzeichnen ist.
Herr Oberbürgermeister Demnitz sichert eine schriftliche Antwort zu.
Herr Sondermeyer bitte zusätzlich um Auskunft, wieso die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Reinigungsbereich diese Krankenquote erzielen und welche Möglichkeiten seitens der GWH angedacht seien, die Krankenquote zu senken. Aufgrund dieser noch ungeklärten Fragen werde die Fraktion Die Linke. dieser Vereinbarung nicht zustimmen.
Herr Röspel vertritt die gleiche Auffassung wie Herr Thielmann und Herr Jochen Weber, sieht aber in dem Verhandlungsergebnis die Schwierigkeit, mit der bestehenden Krankenquote eine Produktivitätssteigerung zu erreichen und gleichzeitig die Krankenquote zu senken. Es werde sich in dem für Sommer 2008 angekündigten Zwischenbericht zeigen, welche Erfolge zu verzeichnen sind.
Herr Jochen Weber bittet darum, dass dem Rat dargestellt werde, wie die Krankenquote berechnet werde. Dabei sollte berücksichtigt werden, ob ein Vergleich mit den Basiszahlen der freien Wirtschaft in Betracht komme. Sollten diese Zahlen untereinander vergleichbar seien, so bittet Herr Jochen Weber darum, dass die Verwaltung sehr kurzfristig eine Konzept erarbeite, in dem die Krankenquote nicht gedrückt, sondern Maßnahmen ergriffen werden, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesund ihre Arbeit verrichten könnten.
Herr Dr. Ramrath vertritt die Meinung, dass ein Vergleich der Zahlen sich schwierig darstellen lasse. Nach Kenntnis von Herrn Dr.Ramrath sei es in der Kernverwaltung üblich, dass zur Berechnung der Krankenquote eine Bemessungsgrundlage angewendet werde, die die gesamten Kalendertage als Arbeitstage zugrunde lege, obwohl die Beschäftigten nur eine begrenzte Zahl an Arbeitstagen zugegen seien. Insofern werde die Krankenquote durch diese Berechnungssystematik gegenüber dem eigentlichen Ansatz heruntergefahren. In diesem Zusammenhang sei von Interesse, ob und wie viele Berechnungsmethoden es zur Berechnung des Krankenstandes bei den städtischen Gesellschaften geben würde. Dies sollte die Verwaltung dem Personalausschuss und dem Rat als Arbeitspapier in Form einer Verwaltungsvorlage zur Verfügung stellen.
Herr Dr. Bleicher stellt klar, das die Krankenquote in der Kernverwaltung, also ohne die GWH und Eigenbetriebe, bei etwa 4% liege. Selbstverständlich ergreife die Verwaltung Maßnahmen, um den Krankenstand weiterhin zu reduzieren. Insbesondere sei das betriebliche Eingliederungsmanagement für Langzeiterkrankte an dieser Stelle zu erwähnen. Im Übrigen erarbeite die Verwaltung ein Gesundheitskonzept, um gezielt auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzugehen und positive Effekte zu erzielen.
Herr Oberbürgermeister Demnitz schlägt vor, dass die Verwaltung in der eingeforderten Verwaltungsvorlage inhaltlich auf die Darstellung der Krankenstände im Zusammenhang mit den Berechnungsformeln sowie dem bereits angefangenen Gesundheitskonzept eingeht.
Herr Fink merkt an, dass in einer der ersten Sitzungen des Personalausschuss 2007 eine Erhebung bzw. Darstellung zur Errechnung der Krankenquote vorgestellt wurde. Es sei seinerzeit festgestellt worden, dass ein Vergleich mit der freien Wirtschaft nicht angestellt werden könnte.
Herr Oberbürgermeister Demnitz lässt über den Beschlussvorschlag der Verwaltung abstimmen.
Beschluss:
1. Der Rat der Stadt Hagen nimmt das Ergebnis der Verhandlungen zwischen der Verwaltung und den Arbeitnehmervertretern zur Kenntnis.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, das erzielte Verhandlungsergebnis umzusetzen und dem Rat der Stadt Hagen regelmäßig in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause und in seiner ersten Sitzung des neuen Jahres über den Ablauf der Umsetzung und den erzielten Einsparungen zu berichten.
3. Die Objektreinigung für den Gebäudekomplex der „Museums-Insel“ ist als Pilotprojekt nach Ausschreibung extern zu vergeben.
Die Umsetzung der Vorlage erfolgt bis zum 30.06.2008.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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552,7 kB
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