08.11.2007 - 2 Mitteilungen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 08.11.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Dr. Schmidt teilt mit, dass in der Angelegenheit des Ausbaus
des Fachhochschulstandortes Hagen, sich die beteiligten Personen intensiv
ausgetauscht haben. Im Ergebnis haben sich die Beteiligten darauf geeinigt,
dass u.a. die Fachhochschulen Lüdenscheid, Soest und Hagen an Ihrem bisherigen
Standort gestärkt werden sollten. Neben anderen Varianten, ist ein möglicher
neuer Studiengang „Logistik“ diskutiert worden. Diese Vorstellungen
sollen in weiteren Gesprächen mit dem Land verhandelt werden.
Weiter nimmt Herr Dr. Schmidt Bezug auf
die Beanstandung der Bezirksregierung Arnsberg hinsichtlich der im Rat
gefassten Beschlüsse zur Verschmelzung der Werkhof gem. GmbH in die Hagener
Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft. Herr Oberbürgermeister Demnitz, Herr
Gerbersmann, Herr Dr. Schmidt sowie weitere Beteiligte seien inzwischen bei
der Bezirksregierung Arnsberg vorstellig geworden und haben dort erneut Zahlen,
Daten und Fakten vorgelegt, damit möglicherweise von der Beanstandung Abstand genommen
werde. Das Interesse des Rates und der Verwaltung an der Arbeit des Werkhofes
und deren Fortsetzung, wurde seitens der Delegation deutlich zum Ausdruck gebracht.
Die Bezirksregierung selbst habe mit Verständnis auf die Situation reagiert, verweist
aber nach wie vor auf die rechtlichen Bedenken in Bezug auf die Gemeindeordnung
NRW. Es bestehe möglicherweise die Hoffnung, dass ein gemeinsamer Kompromiss
erzielt werde.
Herr Dr. Bleicher teilt mit, dass am 29. Oktober 2007 eine
Informationsveranstaltung zur Aufstellung des Luftreinhalteplans 2008
stattgefunden habe, indem die Gutachter erste Messergebnisse und die weitere
Vorgehensweise bezüglich der Luftreinhalteplanung 2008 vorgestellt haben. In
den Ergebnissen der Gutachter wurde darauf hingewiesen, dass am
Belastungsschwerpunkt Märkischer Ring/ Finanzamt mit 59 gemessenen Überschreitungen
des Feinstaubtagesmittelwertes, eine Überschreitung der Feinstaubgrenzwerte
(Zulässigkeit max. 35 Tage) vorliege. Diese 59 gemessenen Überschreitungstage
würden sich auf das Untersuchungsjahr beziehen, welches am 01. September 2006
begonnen und am 30.08.2007 geendet habe. Zu bemerken ist, dass die max. 35
Überschreitungstage pro Jahr in der Regel vom 01. Januar bis zum 31.12. eines
Jahres gerechnet werden. Gleichwohl habe der Regierungspräsident auf diesen
Umstand hingewiesen und empfohlen, die dynamische Verkehrssteuerung am
Finanzamt unmittelbar zu aktivieren, um dort kurzfristig die hohe
Feinstaubbelastung zu reduzieren. Die Verwaltung werde aufgrund dieser
Empfehlung versuchen, kurzfristig ein erneutes Gespräch mit dem
Regierungspräsidenten zu führen. Dabei werde die Verwaltung aufgrund der
vorliegenden Messeergebnisse darstellen, dass die ersten Datenanalysen für den
Märkischen Ring keinen signifikanten Rückgang der PM10 Massenkonzentration
durch die Verkehrslenkung erwarten lasse und eine geringe Befolgungsrate der
Verkehrsregelung hierfür ein Grund sein könnte. Darüber hinaus haben die
Gutachter erklärt, dass lokale verkehrliche Maßnahmen, wie am Märkischen Ring
oder Graf-von-Galen Ring, wegen der Verlagerungseffekte sehr problematisch
seien. Eine Sperrung des Märkischen Ringes führe automatisch zu einer Mehrbelastung
des Graf-von-Galen Rings, so dass sich dort die Überschreitungstage erhöhen werden.
Eine Umleitung über die Rembergstraße sei ebenfalls problematisch. Nach
Rücksprache mit der Bezirksregierung versuche die Verwaltung, durch eine
großräumige Lenkung des Schwerlastverkehrs die Situation zu verbessern. Die
zweite Stufe des LKW-Routenkonzeptes soll dazu führen, den Schwerlastverkehr
weiträumig vom Märkischen Ring fernzuhalten. Diese Maßnahme soll in den
Luftreinhalteplan 2008 aufgenommen und im gleichen Jahr realisiert werden. In
einem Gespräch mit der Bezirksregierung sollen wesentliche Elemente hieraus zur
Diskussion gestellt und danach in die Politik, insbesondere in die
Bezirksvertretung Hagen-Mitte, dem Umweltausschuss und dem
Stadtentwicklungsausschuss, eingebracht werden.
Herr Grothe informiert den Rat über ein gemeinsam geführtes Gespräch mit der Bahnentwicklungsgesellschaft
DB Netz, DB Immobilien und DB Raillion, in dem die weiteren Schritte zur
Inbesitznahme der notwendigen Trasse zur Realisierung der Bahnhofshinterfahrung
einvernehmlich vereinbart und festgelegt wurden. Im Ergebnis sei festzuhalten,
dass alle beteiligten Personen und insbesondere die Deutsche Bahn AG an einem
Strang ziehen würden. Gemeinsam werden die Beteiligten die erforderlichen
Schritte nach Abschluss des ersten Teiles des Gutachtens im Januar 2008
festlegen und der Politik organisatorische Vorschläge unterbreiten, wie das
Ziel, die Fortführung des 2. Bauabschnitts der Bahnhofshinterfahrung, im Jahr
2011 erreicht werden kann.
Herr Vaupel erinnert Herrn Dr. Schmidt in Bezug auf den Ausbau des
Fachhochschulstandortes daran, dass die Forschungen und die Einrichtungen der
Fachhochschulen nicht durch die Mitarbeiter der Stadt Hagen in Frage gestellt
werden sollten. Als Beispiel nennt Herr Vaupel die Berichterstattung zur
LED-Beleuchtung in der örtlichen Presse.
Herr Dr. Schmidt wird die Angelegenheit mit Herrn Vaupel
in einem persönlichen Gespräch erörtern.
Hinweis des Schriftführers: Als Tischvorlage
wurde folgende Mitteilung ausgelegt, die als Anlage Gegenstand der
Niederschrift ist:
Anlage
1: Mitteilung des Fachbereiches Immobilien, Wohnen und
Sonderprojekte zum
Autobahnanschluss A 46 vom 06.11.2007
Anlagen
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(wie Dokument)
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50,7 kB
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