11.10.2007 - 4.4 Gemeinsamer Vorschlag der SPD und CDU Fraktionh...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.4
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 11.10.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- OB/A Amt des Oberbürgermeisters
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Oberbürgermeister Demnitz weist auf die Stellungnahme der Verwaltung hin,
die als Anlage 6 Gegenstand der
Niederschrift ist.
Herr Hammer erklärt, dass der gemeinsame Antrag von SPD und CDU zwar zu Einsparungen
führe, diese aber nicht ausreichen werden, um die finanzielle Schieflage der
Stadt in den Griff zu bekommen. Herr Hammer schlägt vor, zunächst eine
Gesamtkonzeption mit Sparmaßnahmen zu erstellen.
Herr Oberbürgermeister Demnitz entgegnet gegenüber Herrn Hammer, dass
eine Gesamtkonzeption seinerzeit erstellt und auf dieser Grundlage bereits rd.
30 Millionen Euro eingespart wurden.
Herr Thielmann geht auf die möglichen abzubauenden Personalüberhänge ein und fragt nach,
wie viele Personalüberhänge es gäbe und in welche Größenordnung Kosten durch
eine mögliche Realisierung des Beschlussvorschlages eingespart werden können.
Herr Grothe führt aus, dass zum heutigen Zeitpunkt keine genaue Kostenaussage seitens
der Verwaltung getroffen werden könnte, weil die genauen Möglichkeiten bei
einer Änderung der Reinigungsintervalle geprüft werden müssen. Danach könnte
eine definitive Kostenaussage erfolgen.
Aufgrund der Aussage von Herrn Grothe schlägt
Herr Thielmann vor, den Beratungspunkt in der nächsten Ratssitzung zu
beraten, wenn eine klare Kostenaussage vorliegen würde.
Herr Asbeck entgegnet gegenüber Herrn Thielmann, dass ein Aufgabenabbau nur
im Zusammenhang mit Personalabbau möglich sei und Personal nur zu reduzieren
sei, wenn eine Aufgabenverminderung stattfinde. Die Fluktuation im
Reinigungsbereich sei sehr hoch, so dass eine Umsetzung der Maßnahme relativ
schnell abgewickelt werden könnte.
Herr Jochen Weber vertritt die Auffassung, dass es nicht notwendig
erscheine, in den heutigen Intervallen weiter zu reinigen. Gerade in den Sommermonaten
sollte eine Änderung der Reinigungsintervalle erfolgen. Die Verwaltung sollte
die eingereichten Vorschläge aufarbeiten und in einer Konzeption vorstellen.
Wenn Sparmaßnahmen erkannt werden, dann sollten diese auf den Weg gebracht und
zeitnah umgesetzt werden.
Herr Hammer erinnert an den von seiner Fraktion gemachten Vorschlag zur Ausarbeitung
einer Personalstrukturreform und bemängelt, dass zunächst im Bereich der Reinigungskräfte
eingespart werden soll. Auch bei den höheren Gehaltsstufen der städtischen
Mitarbeiter seien Einsparpotentiale vorhanden.
Herr Manfred Weber hinterfragt den sozialverträglichen Abbau von
Personalüberhängen und kritisiert ebenfalls, dass zuerst bei den Mitarbeitern
mit niedrigen Gehaltsstufen Kürzungen vorgenommen werden.
Herr Röspel erklärt, dass mit der heutigen Antragstellung die zweite Phase der Haushaltskonsolidierung
beginnen würde, welche die Fraktionen von SPD und CDU angekündigt haben. Es
handele sich nicht um einen Antrag gegen die Reinigungskräfte, sondern um einen
Antrag zur Haushaltskonsolidierung.
Frau Machatschek unterstützt die Auffassung von Herrn Röspel.
Es gehen nicht darum, Reinigungskräfte zu entlassen, sondern durch eine
Änderung der Reinigungsintervalle finanzielle Einsparungen zu erzielen. Dabei
sei zu bemerken, dass lediglich eine Änderung im Bereich der Büros der
Verwaltung durchgeführt werden soll.
Frau Grebe schlägt vor, gemeinsam mit der GWH ein Konzept zu erarbeiten, in dem je
nach Jahreszeit die Reinigung individuell gestaltet werden kann. Dabei sind
unter anderem auch die publikumsintensiven Ämter zu berücksichtigen. Das
Konzept werde mit konkreten Größenordnungen bei den Einsparungen hinterlegt und
soll bis zur übernächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt
werden.
Herr Dr. Ramrath regt an, dass zunächst die Maßnahmen umgesetzt
werden sollten, die verträglich erscheinen würden. Sollte sich im Laufe der
Zeit ein Änderungsbedarf ergeben, so könnten weitere Vorgehensweise festgelegt
werden. Herr Dr. Ramrath bittet darum, über den eingereichten
Beschlussvorschlag abzustimmen.
Frau Kingreen merkt an, dass eine Optimierung der Reinigungsintervalle nicht mit Einsparungen,
sondern mit Organisationsfähigkeit zusammenhängen würde.
Herr Hammer stellt klar, dass er nicht grundsätzlich den eingereichten Antrag von
SPD und CDU ablehne, sondern lediglich die Verfahrensweise bemängele.
Im Anschluss lässt Herr Oberbürgermeister
Demnitz über den im Antrag aufgeführten Beschlussvorschlag von SPD und CDU abstimmen.
Beschluss:
1. Der Oberbürgermeister wird gebeten, die Reinigungsintervalle in den
Büros der Stadtverwaltung auf einen Durchgang pro Woche zu reduzieren,
mit der Ausnahme, dass publikumsintensive Bereiche nach Bedarf
häufiger gereinigt werden können.
2. Sanitärbereiche und Teeküchen sind weiterhin täglich, Flure ein- bis
zweimal die Woche zu reinigen.
Anlagen zur Vorlage
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1
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(wie Dokument)
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49,8 kB
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Anlagen
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