30.08.2007 - 3 Präsentation des neuen Sport- und Freizeitbades
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 30.08.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Berichterstatter: Herr Grünhagen
In seiner Berichterstattung stellt Herr
Grünhagen zunächst die Ursprünge der Planung des neuen Sport- und
Freizeitbades und die dazugehörigen Vorbereitungen vor. Dabei geht Herr
Grünhagen insbesondere auf den heutigen Planungsstand ein und erläutert die
Konzeptstudie des neuen Zentralbades in einer Beamerpräsentation. Das besondere
Augenmerk richte sich auf den Sport- und Gesundheitsbereich mit den 25 und 50 Meter
Becken, dem Therapiebecken sowie auf den Erlebnis- und Freizeitbereich mit Fitnessausstattung,
Freizeitbad, Kinderwelt, Sauna und Gastronomie. Ergänzend geht Herr Grünhagen
auf den Umkleide- und Hygienebereich sowie auf die Gestaltung der Eintrittspreise
ein.
Auf die Frage von Herrn Ramrath, ob Herr
Grünhagen die Perspektivplanung hinsichtlich der Besucherfrequenz bestätigen
kann, die die Basis für die Wirtschaftlichkeit darstelle, antwortet Herr
Grünhagen, dass die angedachten Besucherzahlen von vier Spezialisten
überprüft und bestätigt wurden. Bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung sei die
Hagenbad Gmbh von 460.000 Besuchern ausgegangen. Davon seien rd. 160.000 Personen
Schul- und Vereinsschwimmer, so dass rd. 300.000 zahlenden Gäste übrig bleiben
würden. Dies entspräche rd. 850 Personen pro Tag. Gegenüber der Stadt Plettenberg
mit rd. 1.500 Besuchern rechne die Hagenbad GmbH mit rd. 2.000 Besuchern an
Spitzentagen. Darüber hinaus haben die Lärmschutz-, Umwelt- und
Verkehrsgutachter zu den bestehenden Besucherzahlen zusätzliche 100.000
Besucher prognostiziert.
Herr Strüwer erinnert daran, dass der Rat das
Invest für dieses Sport- und Freizeitbad auf 25 Millionen Euro festgelegt habe.
In diesem Zusammenhang bittet Herr Strüwer um Auskunft, ob trotz
voraussichtlicher Preissteigerungen von Material und Personalkosten mit dem
Planer die Absprachen insoweit getroffen wurde, dass mit Abschluss des Projektes
die 25 Millionen Euro ausreichen werden.
Herr Grünhagen teilt dazu mit, dass bei einer heutigen Umsetzung der ersten Konzeptstudie
mit rd. 30 Millionen Euro Baukosten zu rechnen wäre. Durch Optimierung der
Baukörper und der Konzepte insgesamt, habe die Hagenbad GmbH aktuell 5
Millionen Euro herausgenommen, um die Vorgabe von 25 Millionen einzuhalten. Mit
dem Projektsteuerer und dem Generalplaner wurden Verträge ausgehandelt, dass
unter Vorgabe der bestehenden Konzepte und finanziellen Mittel der Bau des
Bades umgesetzt werden kann. Anfang des nächsten Jahres werden rd. 70 % der
Kosten ausgeschrieben, so dass anhand dieser Rückläufe die Genauigkeit der
Kostenprognose sehr hoch sei.
Herr Sondermeyer fragt nach, ob die Barrierefreiheit in allen
öffentlichen Bereichen gewährleistet sei. In diesem Zusammenhang stelle sich
die zusätzliche Frage, ob die entsprechenden Hilfsmittel, wie Einstiegshilfen,
zur Verfügung stehen würden.
Herr Grünhagen informiert darüber, dass im Eingangsbereich zwei großzügige Behindertenumkleiden
vorgesehen sind, die eine eigene Nasszelle beinhalten. Die entsprechenden
Hilfsmittel für Menschen mit einer Behinderung seien gegeben. Die Barrierefreiheit
im gesamten Bad bis hin zum Saunabereich sei eine entsprechende Vorgabe bei der
Planung des Bades gewesen
Auf die Frage von Herrn Flebus
hinsichtlich der Eintrittspreise, antwortet Herr Grünhagen, dass diese
sich an die Zeitzonen der einzelnen Bereiche orientieren werden.
Herr Marscheider bezieht sich in seiner Frage auf die
Wirtschaftlichkeitsberechnung und möchte wissen, ob die Hagenbad GmbH die
Unterhaltung des Bades günstiger gegenüber einem privaten Anbieter betreiben
kann.
Herr Grünhagen geht davon aus, dass die Hagenbad GmbH das aufgestellte Konzept besser
umsetzen kann. Ein privater Anbieter könnte gegenüber der Hagenbad GmbH das
Konzept nur günstiger umsetzen, wenn die Hagenbad GmbH bestehende Tarifverträge
kündige und Personal entlassen würde. In diesem Falle hätte der private
Anbieter allerdings die gleichen Kosten und vereinnahme den sogenannten
Unternehmergewinn. Diesen Unternehmergewinn möchte die Hagenbad Gmbh der Stadt
Hagen wieder positiv zurückführen. Das Personal der Hagenbad GmbH werde zurzeit
dahingehend geschult, um sich mit einem privaten Anbieter messen zu können.
Auf die Frage von Herrn Schulz zu den
jährlichen Zinsbelastungen, führt Herr Grünhagen aus, dass diese zurzeit
bei rd. 1,5 Millionen liegen würden.
