30.08.2007 - 6.20 Rücknahme der Freigabe des Schulhofes der Grund...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.20
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 30.08.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB40 - Schule
- Bearbeitung:
- Dietmar Bock
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Strüwer begrüßt den Beschlussvorschlag der Verwaltung, dass der Schulhof als
Spielfläche für die Kinder und Jugendlichen zur Verfügung stehen soll. Der
Beschlussvorschlag werde vom Schul- und Jugendhilfeausschuss, den Kinder- und
Jugendparlamenten sowie von der Grundschule Hestert mit getragen.
Herr Jochen Weber erinnert an den bestehenden Ratsbeschluss aus
dem Jahr 2005, wonach der Rat an dieser Stelle von seiner Regel abgewichen sei,
Schulhöfe grundsätzlich nicht als Parkfläche freizugeben. Der Rat habe diesen
Beschluss gefasst, weil bei schönem Wetter am Wochenende für die
Freibadbesucher kein Parkraum zur Verfügung stehe. Die Bezirksvertretung Haspe
habe seinerzeit einstimmig den Beschluss zur Freigabe des Schulhofes als
Parkfläche gefasst und werde im nächsten Jahr, aufgrund der vorhandenen
Ortskenntnis, wiederum rechtzeitig vor den Sommerferien einen entsprechenden
Beschluss fassen und dem Rat zur Empfehlung vorlegen.
Herr Thielmann erwähnt, dass die Parkmöglichkeit auf dem Schulhof nicht nur von Senioren,
sondern auch von Eltern mit Kindern genutzt werde. Dies hätte der Jugendhilfeausschuss
bei seiner Entscheidung berücksichtigen müssen. Herr Thielmann bittet
die Ratsmitglieder dem Beschlussvorschlag der Verwaltung nicht zuzustimmen.
Herr Oberste-Berghaus weist darauf hin, dass Pfingsten 2008 im
Schwimmbad Hestert eine Schwimmgroßveranstaltung stattfinde, die dringend diese
Parkfläche benötige.
Frau Herms vertritt nach wie vor die Meinung, dass Schulhöfe keine Parkplätze
seien. Durch die Einführung der Offenen Ganztagsgrundschule sei die weitere
Nutzung des Schulhofes als Parkfläche ausgeschlossen.
Herr Ludwig erinnert an den zuvor in Auftrag gegebenen Prüfauftrag zur Reduzierung
des ÖPNV Zuschusses und gibt zu bedenken, wie wichtig der ÖPNV zukünftig sein
werde.
Herr Hammer äußert sein Unverständnis dahingehend, dass den PKW-Nutzern kostenloser
Parkraum zur Verfügung gestellt werde. Dies sei eine Bevorzugung gegenüber den
ÖPNV-Nutzern, die neben den Eintrittspreis des Bades auch noch die Fahrtkosten
für den ÖPNV bezahlen müssten. Aus diesem Grund werde sich Herr Hammer
für die Verwaltungsvorlage aussprechen.
Herr Strüwer verdeutlicht noch einmal, wie die tatsächliche Situation an der
Grundschule Hestert in diesem Sommer ausgesehen habe. Grundsätzlich sei der
Schulhof als Parkfläche freigegeben worden, obwohl anderer Parkraum noch zur
Verfügung gestanden habe. Darüber hinaus haben die Betreiber der Offenen
Ganztagsgrundschule deutlich gemacht, dass im nächsten Sommer die Spielflächen
für die Schüler dringend benötigt werden.
Herr Jochen Weber hebt hervor, dass die Bezirksvertretung Haspe
seit rd. 10 Jahr versuche die Problematik, insbesondere in Kooperation mit dem
ÖPNV, in den Griff zu bekommen. Der Einsatz kostenloser Bustransfers von
zentralen Hasper Parkplätzen zum Schwimmbad habe nicht funktioniert. Die
Beschwerden der Anwohner wurden regelmäßig der BV Haspe vorgelegt. Der Schulhof
werde nur als Parkplatz freigegeben, wenn der vorhandene Parkplatz voll sei. Aufgrund
durchgeführter Bauarbeiten und der bisherigen schlechten Wetterlage, sei die
Freigabe des Schulhofes als Parkplatz nur bedingt möglich gewesen.
Auf den erneuten Hinweis von Herrn
Oberste-Berghaus zur geplanten Schwimmgroßveranstaltung im Schwimmbad
Hestert und die dafür benötigen Parkplätze, antwortet Herr Dr. Schmidt,
dass bei der Verwaltung eine Ausnahmegenehmigung zur Nutzung des Schulhofes als
Parkfläche beantragt werden könnte. Diesem Antrag werde dann zugestimmt.
Herr Oberbürgermeister Demnitz lässt über den Beschlussvorschlag der Verwaltung
mit folgendem Ergebnis abstimmen.
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Dafür: |
28 |
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Dagegen: |
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Enthaltungen: |
