14.06.2007 - 1 Einwohnerfragestunde
Grunddaten
- TOP:
- Ö 1
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 14.06.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Oberbürgermeister Demnitz verneint die Frage von Frau T., ob es
seine Absicht sei, die Wertminderung des Theaters in Kauf zu nehmen und die
Hagener Demographie zu beschleunigen.
Herr Dr. F. bezieht sich auf die Zielsetzung „Lebendiges Hagen“, welches
gemeinsam in Arbeitsgruppen erarbeitete wurde. Die heutige Präsenz sowie die
Unterschriftenaktion zeigen deutlich, wie lebendig die Hagener Bürgerinnen und
Bürger sich mit der Thematik des Theaters auseinandersetzen, aber auch
einbringen würden. Herr Dr. F. fragt nach, ob durch den Fraktionszwang
der beiden großen Parteien das Engagement der Bürgerinnen und Bürger sowie das
Motto „Lebendiges Hagen“ in der Glaubwürdigkeit beschädigt werden.
Herr Oberbürgermeister Demnitz weist darauf hin, dass es Sache der Fraktionen
sei, entsprechend zu votieren. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bei einem
Haushaltsdefizit von 124 Millionen Euro kein Bereich bei der
Haushaltskonsolidierung ausgenommen werden dürfe.
Herr P. fragt Herrn Röspel, ob und ggf. wie viele 1 Euro Kräfte im
Roncalli Haus in Boele eingesetzt werden.
Herr Röspel sichert zu, dass sich der zuständige Fachbereichsleiter der Caritas
Hagen zur Beantwortung dieser Frage mit Herrn P. in Verbindung setzen
werde.
Mit Einverständnis von Herrn Oberbürgermeister
Demnitz übergibt Herr P. Frau Specht am Rande der
Einwohnerfragestunde einen Briefumschlag mit einer Fachaufsichtsbeschwerde
wegen Nichtabsicherung der aktuellen Werkhof Baumaßnahme Wilhelm-Busch-Förderschule
in der Obernahmer.
In diesem Zusammenhang möchte Herr P. von Herrn
Dr. Schmidt wissen, warum der Werkhof für den Fensterneueinbau an der
Schule die Tischlerei Ehrhard und Sohn aus Thüringen und nicht eine Firma aus
der Umgebung ausgewählt habe.
Herr Dr. Schmidt sichert eine schriftliche Antwort zu.
Auf die Frage von Herrn P., ob und in
welcher Höhe der Werkhof für die Jahre 2006 und 2007 Darlehen für die
Aufrechterhaltung der Liquidität seitens der Stadt Hagen erhalten habe,
antwortet Herr Oberbürgermeister Demnitz, dass diese Frage aufgrund
nichtöffentlicher Bestandteile nicht beantwortet werden dürfe.
Auf den Einwand von Herrn P., dass dies
nicht zutreffend sei, bestätigt Herr Hoffmann, dass die von Herrn
Oberbürgermeister Demnitz gegebene Antwort richtig ist. Die Bekanntgabe von
näheren Details zu gewährten Darlehen sei ein Bestandteil der nichtöffentlichen
Sitzung. Ergänzend möchte Herr P. wissen, ob der Werkhof für die beim Hagener
Entsorgungsbetrieb (HEB) eingesetzten 1 Euro Kräfte weiterhin in den ersten
sechs Monaten die sogenannte „Overheadpauschale“ kassiere und worin
die Zusätzlichkeit bei zweischichtiger sechs Tagewoche sowie Wochenend- und
Feiertagsarbeit in festen Reinigungsbezirken bestehe.
Herr Oberbürgermeister Demnitz sichert eine schriftliche Antwort zu.
Herr O. bezieht sich auf den Verkauf der Anteile Werkhof e.V., Werkhof GmbH und
HaWeD und fragt nach, ob ein unterschriebener Finanzstatus der beteiligten Vereine
und Gesellschaften bzw. der Geschäftsführer vorliegen würde. Sollte dies nicht
der Fall sein, möchte Herr O. wissen, wann mit einem Vorliegen zu
rechnen sei.
Darüber hinaus bittet Herr O. um die
nochmalige Beantwortung der Anfrage der Grünen vom 30.01.2007 zu den Kosten der
Unterkunft für ALG II Berechtigte.
Ergänzend möchte Herr O. von Herrn Dr.
Schmidt wissen, wie die neue Heizpauschale ermittelt wurde und seit wann
diese gültig sei, weil die Energieerhöhungen von mark-E schon vor dem 01.01.07
durchgeführt wurden. In diesem Zusammenhang sei bedeutend, wie und von wem die
Heizpauschale geprüft und verabschiedet werde und ob sozialerfahrene Personen
an diesem Verfahren beteiligt gewesen seien.
Herr O. erläutert die seiner Meinung nach rechtswidrige Vorgehensweise der ARGE
bei Heizstrom sowie Warmwasser und fragt nach, wann sich die Auffassung und
Weisungslage der Stadt Hagen in den angesprochenen Energiefragen und Problemen
dahingehend ändere, dass das Anrecht auf existenzminimale Energie erfüllt
werde. In diesem Zusammenhang verweist Herr O. auf ein Gespräch mit Herrn
Dr. Schmidt vom 21.05.2007 und wiederholt seine dortige Anfrage.
Herr Dr. Schmidt erinnert Herrn O. und Herrn P. an
die vor rd. sechs Wochen ausführlich stattgefundenen Gespräche mit Herrn
Steuber und Herrn Fiedler vom Fachbereich Jugend und Soziale, in
denen ihre seit Monaten immer wieder gestellten Fragen Punkt für Punkt 1,5
Stunden lang durchgegangen worden sind. Daraus existiere ein Schreiben, in dem
bestimmte Rechtsvorstellungen seitens der Stadt Hagen an Herrn P. und Herrn
O. übermittelt wurden, so dass überhaupt keine Veranlassung bestehe, die zuvor
gestellten Fragen in den Einwohnerfragestunden des Rates immer wieder neu zu
stellen.
Herr O. bittet darum, dass ihm alle Antworten zu allen gestellten Fragen aus der
Einwohnerfragestunde zur Verfügung gestellt werden.
Herr K. bezieht auf den Tagesordnungspunkt zum Ausbau der Bowlingbahn in der
Stadthalle. Dort soll ein Probenraum für das Orchester der Stadt Hagen erbaut
werden soll. Gleichzeitig werde damit eine weitere Kleinkunstbühne ins Leben
gerufen. Aufgrund des großen Interesses der Bürger der Stadt Hagen sowie der
betroffenen Kulturzentren und den zu befürchteten Einschnitten bittet Herr K.,
den Beratungspunkt im öffentlichen Teil der Tagesordnung zu beraten.
Herr Gerbersmann bestätigt, dass es bei der Beratung, entgegen
anderer Berichterstattungen, lediglich um den Proberaum des Orchesters der Stadt
Hagen und nicht um den Bau einer Kleinkunstbühne gehe.
Richtig sei, dass die Stadt Hagen für das
Orchester der Stadt Hagen einen Proberaum nachweisen müsse. Die gefundene
Lösung trage dazu bei, mit wenigem finanziellem Aufwand adäquate Probebedingungen
zu erzielen und zwar in einer Immobilie, die der Stadt Hagen gehöre. Die
Aufwendungen werden somit in die eigene Immobilie investiert. Die Errichtung
einer Kleinkunstbühne oder etwas ähnlichem in dieser Form sei nicht vorgesehen.
Es gehe ausschließlich um die Frage von Ausbaumaßnahmen und Verträgen. In der
Vorlage werde lediglich erwähnt, dass das neue Raumangebot sich auch für
Kleinkunst, Musikveranstaltungen, kleinere Messen, Tagungen und Seminare eigne.
Vor diesem Hintergrund könne der Tagungsordnungspunkt in nichtöffentlicher
Sitzung beschlossen werden.
Herr Jochen Weber verweist auf ein Telefonat mit dem Vorsitzenden
des Hasper Hammers, Herrn Sch., im dem er deutlich gemacht habe, welche
Auswirkungen der Beschluss haben werde. Die politischen Vertreter seien alle
sehr wachsam und hegen kein Interesse, dass im Zusammenhang mit dem Ausbau des
Proberaums in der Stadthalle eine Konkurrenzsituation zu den vorhandenen
Kleinkunsteinrichtungen in Hagen entstehe. Die Fraktionen werden in Gesprächen
mit Herrn Josten von der Stadthalle Hagen versuchen, auf diese Situation
Einfluss zu nehmen.
Herr Marscheider hat Herrn Sch. vom Hasper Hammer
empfohlen, die Thematik an den Kultur- und Weiterbildungsausschuss weiterzuleiten.
Dabei sei nicht zu vergessen, dass auch der Wettbewerb für die Kleinkunstszene
wichtig ist.
Herr Hacker bittet um Auskunft, warum Herr Oberbürgermeister Demnitz für
vergleichsweise geringe Einspareffekte den schleichenden Tod des Theaters in
Kauf nehme. Darüber hinaus habe das Theater im Jahre 2010, wenn sich die Blicke
auf Hagen als Teil der Kulturhauptstadt Europas richten, an Leistungsfähigkeit
und Qualität verloren.
Herr Gerbersmann verdeutlicht, dass es sich um eine Frage der
politischen Entscheidung handele. Gleichwohl führt Herr Gerbersmann aus,
dass sich der Verwaltungsvorstand die Entscheidung nicht leicht gemacht habe.
Das strukturelle Defizit von 124 Millionen Euro sei nur dann abbaubar, wenn auf
allen Ebenen der freiwilligen Leistungen Einsparungen erfolgen werden. In
seiner Doppelfunktion als Kämmerer und Kulturdezernent habe Herr Gerbersmann
sehr wohl erkannt, dass es zu schmerzlichen Einschnitten im Theater kommen
werde. Ein Weitertragen des 124 Millionen Euro Defizits führe in kürzester Zeit
zu einem Kassenkredite in Höhe von 1 Milliarde Euro. Die Einsparungen werden
anhand einer Vielzahl an kleineren Maßnahmen in Höhe von 500.000 bis 1
Millionen Euro erfolgen müssen.
Herr Dücker verweist auf die noch anstehende Beratung zum Theater im öffentlichen
Teil und behält sich vor, dann zu den Ausführungen des Kämmerers zu antworten.
Frau Dr. E. möchte wissen, warum das Thema „Grundschulverbund im "Volmetal“
im Zusammenhang mit der Nichtbesetzung von Direktorenstellen kein Tagesordnungspunkt
in der heutigen Ratssitzung sei.
Vor dem Hintergrund, dass der Schulausschuss
einen entsprechenden Beschluss zur dortigen Verbundschule gefasst habe, sieht Herr
Dr. Schmidt keine Notwendigkeit, diese Thematik in der heutigen Ratssitzung
zu beraten. Die Besetzung der Direktorenstellen sei primär eine Aufgabe des
Landes, an der der Schulausschuss beteiligt werde.
Frau Dr. E. ergänzt, dass sich die Bezirksvertretung Eilpe-Dahl gegen und der Schulausschuss
für den Grundschulverbund ausgesprochen habe. Bevor nun die Rektorenstelle
ausgeschrieben werden dürfte, müsste zunächst der Rat der Stadt eine abschließende
Entscheidung in der Angelegenheit herbeiführen.
Nach Auffassung von Herrn Dr. Schmidt
sieht die entsprechende Satzungslage in dieser Angelegenheit ein abschließendes
Votum des Schulausschusses vor. Die Bezirksvertretung habe lediglich eine
vorberatende Funktion.
Frau Dr. E. bittet um Klärung und schriftliche Beantwortung.
Frau B. nimmt Bezug auf die Beratung zum Theater und weist darauf hin, dass aufgrund
des Actori Gutachtens zur Verbesserung der Einnahmeseite der Aufbau eines Marketings
erforderlich sei. In diesem Zusammenhang fragt Frau B. nach, ob schon
konkrete Pläne zu Investitionen am Theater vorliegen würden.
Herr Gerbersmann teilt hierzu mit, dass im Actori Gutachten
einige Anregungen in diese Richtung enthalten seien. An der Grundvoraussetzung
für ein verbessertes Marketing, zum Beispiel in technischer und personeller
Hinsicht, werde auch die Politik festhalten wollen.
Herr St.-D. informiert den Rat über die aktuelle Stellenbesetzung des Opernchors in
Hagen und stellt die geplanten Personaleinsparungen in diesem Bereich in Frage.
Frau M. hinterfragt, warum nicht zunächst alle Schulen des Stadtgebietes auf Eignung
als Verbundschule geprüft wurden und ob es nicht sinnvoll sei, zunächst die Schulen
umzustrukturieren, die sich selbst dafür ausgesprochen haben.
Herr Dr. Schmidt erklärt, dass diese Vorgehensweise für die Schulen
in Frage gekommen sei, die als Einzelschulen Schwierigkeiten in der Fortführung
haben werden. Ob die Schulentwicklungsplanung, die für Hagen einen deutlichen
Rückgang prognostiziert, in anderen Bereichen Verbundschulen weiter notwendig
mache, könne Herr Dr. Schmidt nicht ausschließen.
Frau M. bittet um eine schriftliche Antwort,
Frau H. fragt nach, welches die mittel- und langfristige Strategie bei der Beschulung
der Grundschüler im Volmetal sei.
Herr Dr. Schmidt verdeutlicht, dass die Form der Verbundschule
der Verwaltung die Möglichkeit schaffe, für eine Übergangszeit zwei Standorte
so zu strukturieren, dass diese im Schulverbund erhalten bleiben. Inwieweit
dies mittel- bzw. langfristig erforderlich sei, kann Herr Dr. Schmidt
zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten.
Ergänzend fragt Frau H. nach, warum zu
einem Zeitpunkt, an dem die Existenz beider Schulen gesichert ist, die
bestehende Regelung außer Kraft gesetzt und abzusehende Nachteile der
Verbundschule in Kauf genommen werden.
Herr Dr. Schmidt bemerkt, dass die Gründe zur Einrichtung einer
Verbundschule in den Schülerzahlen, der Schulleitung und dem jetzt günstigen
Zeitpunkt liegen würden.
Auch wenn die Zügigkeit formal in diesem
Schuljahr an der von Frau H. angesprochenen Schule gesichert sei, hegt Herr
Dr. Schmidt Zweifel, ob dies auch noch im nächsten Jahr der Fall sein
werde. Die aktuellen Anmeldezahlen würden dagegen sprechen.
Frau H. bittet um schriftliche Antwort.
Herr St.-D. bezieht sich auf die angedachten Einsparungen im Theater beim Chor, beim
Ballet oder im technischen Bereich. Dadurch würde sich die Qualität des
Theaters immens verschlechtern. Bei gleichzeitiger Eintrittspreiserhöhung um 15
% werden die jetzigen Besucherinnen und Besucher möglicherweise die
Aufführungen der Nachbarstädte besuchen. Herr St.-D. möchte wissen, wie
der Rat dem entgegenwirken möchte.
Herr Oberbürgermeister Demnitz entgegnet, dass es sich bei den von Herrn St.-
D. gemachten Ausführungen um Befürchtungen handele, die keinesfalls in der
dargestellten Form beabsichtigt seien. Herr Oberbürgermeister Demnitz
erinnert erneut daran, dass der Haushalt zu konsolidieren ist und kein Bereich
außen vor gelassen werden dürfe.
Frau B. bittet um Auskunft, warum die Bedenken zum Grundschulverbund im Volmetal
unbeachtet und die gestellten Fragen unbeantwortet geblieben seien. Ergänzend
möchte Frau B. wissen, welche Gründe und Vorteile bei der vom
Schulausschuss befürworteten Schaffung des Grundschulverbundes Volmetal zur
Entscheidung mit beigetragen haben.
Herr Dr. Schmidt macht darauf aufmerksam, dass durch diesen
Schulverbund die beiden Standorte gesichert werden. Vor dem Hintergrund der
Schülerzahlenentwicklung werde die Diskussion zukünftig auch in anderen
Stadtteilen geführt werden.
Frau Herms stellt klar, dass nicht nur der Hagener Süden von dieser Maßnahme betroffen
sei. Der Unterausschuss „Schulentwicklungsplanung“ habe sich die
Hagener Schülerzahlen angesehen und bei den anstehenden Untersuchungen mit dem
Hagener Süden begonnen. Die anderen Hagener Stadtteile werden ebenfalls
untersucht. Danach werde entschieden, welche Schulen im Verbund geführt werden
können. Auf Dauer werde die Landesregierung eine Vielzahl an kleinen Schulen aus
Kostengründen ablehnen. Durch die Errichtung von Verbundschulen könnten weitere
Standorte zukünftig gesichert werden.
Frau Neuhaus ergänzt, dass im Hagener Süden nur noch eine Schulleiterstelle besetzt
sei und es sich nach wie vor schwierig gestalte die noch offenen Stellen zu
besetzen. Die Besetzung der Schulleiterstelle an einer Verbundschule stelle
eine bessere Wiederbesetzungsmöglichkeit dar.
Frau Herms fügt hinzu, dass auch die Grundschule Delstern und Eilpe sowie die Grundschule
Franzstraße und die Goldbergschule eine Verbundschule werden.
Frau B. bittet ebenfalls um schriftliche Beantwortung.
Frau P. fragt nach, wie die Stadt Hagen an einer Verbundschule das freie Wahlrecht
der Eltern auf einen bestimmten Standort gewährleisten will.
Herr Dr. Schmidt teilt hierzu mit, dass es sich formal um zwei
Standorte und nach Gesetzeslage um eine Schule handele, die frei wählbar sei.
Auf die Anmerkung von Frau P., dass die
Schulstandorte 10 Kilometer auseinander liegen würden und kleinen Kindern der Schulweg
nicht zugemutet werden könne, erinnert Herr Dr. Schmidt, dass beide
Standorte erhalten bleiben und sich der Schulweg nicht verändere.
Frau P. verdeutlicht, dass bei einer geringen Schüleranzahl einer Klasse, die
Schüler sozusagen zwangsweise an den anderen Standort wechseln müssten, um die
Klassenstärke zu erreichen. So könnte es passieren, dass Kinder von Rummenohl
nach Dahl und umgehrt in die Schule gehen müssen.
Frau Neuhaus entgegnet, dass alle Kinder in Rummenohl schon jetzt mit dem Bus in die
Schule gefahren werden, so dass ein Transfer nach Dahl durchaus in Kauf
genommen werden könnte.
Frau Priester-Büdenbender merkt an, dass die Eltern der betroffenen
Grundschulen ein berechtigtes Anliegen haben, ihre Fragen den politischen
Vertretern stellen zu dürfen.
Frau P. bittet um schriftliche Beantwortung ihrer Frage.
Frau K.-W. bittet den Rat der Stadt über die angedachten Einsparungen am Theater
Hagen nachzudenken, weil auch Kinder im Theater Hagen Bildung erfahren. Das
Kinder und Jugendtheater in Hagen sei vorbildlich und trage zur Kinder- und
Jugenderziehung mit bei.
Herr v. B. fragt nach, ob es wegen einer Verlängerung des Pachtvertrages bzw.
Mietvertrages zum Probenraum des Orchesters Verhandlungen zwischen der Stadt Hagen
und der Kirchengemeinde gegeben habe. Darüber hinaus möchte Herr v. B.
wissen, ob die Kostenschätzung für den Umbau in der Stadthalle so ermittelt
worden sind, dass sie der DIN 276 entsprechen würden oder ob es sich eher um
eine grobe Schätzung handele, die zwischen dem Geschäftsführer der Stadthalle
und Professor Gerber angestellt wurde.
Herr Gerbersmann teilt mit, dass es mit der Kirchengemeinde keine
Verhandlungen gegeben habe. Es gab verschiedene Motivationsgründe seitens der
Verwaltung und der Politik, warum die Stadthalle Hagen als zukünftiger
Proberaum ausgewählt wurde. Hinsichtlich der Kostenschätzung werde die
Verwaltung darauf achten, diese derart zu verfeinern, dass Kostenüberschreitungen
nicht erfolgen werden.
Herr Grothe ergänzt, dass es sich um ein Vorhaben handele, welches von der Stadthallen
GmbH aus organisiert werde. Die vorgesehenen Vereinbarungen werden im Rahmen
eines Mietvertrages abgewickelt. Die Stadt Hagen sei nicht unmittelbar an den
Kosten beteiligt.
Herr P. erinnert an seine Wahl zum Intendanten sowie an seine Intendantenzeit unter
einem damals ausgeglichenen Haushalt. Der danach aufgestellte Kontrakt unter
dem Intendanten Friedemann konnte unter den damals vorgegebenen Voraussetzungen
nicht eingehalten werden. Im Zusammenhang mit den geplanten Kündigungen von
vier Chorstellen erinnert Herr P. an den Beschluss des Rates auf
Verzicht von betriebsbedingten Kündigungen. Herr P. appelliert an den
Rat der Stadt, den Etat und das Personal für das Theater Hagen in der
bestehenden Form zu belassen, um produktiv arbeiten zu können.
