10.05.2007 - 1 Einwohnerfragestunde
Grunddaten
- TOP:
- Ö 1
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 10.05.2007
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr v. B. bezieht sich in seiner Frage auf das Projekt Autohof auf der Haßleyer Insel
und fragt nach, was Herr Oberbürgermeister Demnitz unternehmen möchte,
um die noch zögernden Fraktionen von CDU und SPD von diesem Vorhaben
abzubringen, einen Autohof mitten zwischen zwei Wohngebiete in ein beliebtes
Naherholungsgebiet zu setzen.
Herr Oberbürgermeister Demnitz bemerkt, dass sich ihm bisher noch keine
Gelegenheit geboten habe, die Vorstellungen eines möglichen Investors kennen zu
lernen und bittet um Verständnis, dass er sich aufgrund dieses Umstandes noch
keine eigene Meinung zu diesem Projekt bilden konnte.
Frau K. bezieht in Ihrer Frage ebenfalls auf das Projekt Autohof auf der
Haßleyer Insel und möchte wissen, wer von den anwesenden Entscheidungsträgern
die Verantwortung bezüglich der Gesundheit und Sicherheit der Kinder übernehmen
werde.
Herr Oberbürgermeister Demnitz bezieht sich auf seine zuvor getätigte Aussage
und bittet erneut um Verständnis, dass er sich vor Abgabe einer Erklärung
zunächst eine eigene Meinung unter Einbeziehung aller Faktoren bilden müsse.
Herr Thielmann erklärt für die FDP-Fraktion, dass diese das Vorhaben Autohof Haßley an
dieser Stelle ablehnen.
Herr Glaeser teilt mit, dass die Bezirksvertretung Hagen-Mitte das Projekt Autohof Haßley
aus städtebaulichen Gesichtspunkten abgelehnt habe.
Auf die Frage von Frau T., wann Herr
Oberbürgermeister Demnitz aufgrund der Derivatgeschäfte als
Oberbürgermeister zurücktreten und Neuwahlen ermöglichen werde, antwortet Herr
Oberbürgermeister Demnitz, dass er bereits die Verantwortung in dieser Angelegenheit
übernommen habe und nicht beabsichtige zurückzutreten.
Frau T. bezieht sich des Weiteren auf die seinerzeit geplante Bebauung auf dem
Bettermanngelände sowie der damit im Zusammenhang stehenden Umweltbelastung und
möchte wissen, warum an dieser Stelle nun das Remberg-Center entstehen soll.
Herr Grothe erinnert an den noch zu beratenden Aufstellungsbeschluss zur Einleitung
eines Bebauungsplanes an dieser Stelle und versichert, dass im Rahmen dieses
Verfahrens eine materielle Umweltprüfung die von Frau T. vorgetragenen
Belange berücksichtigt werden.
Herr L. fragt nach, warum sich die Kosten zum Bau einer Brücke im Zusammenhang
mit der Bahnhofshinterfahrung von 9 Millionen Euro auf 21 Millionen Euro erhöht
haben. Zusätzlich möchte Herr L. von Herrn Dr. Bücker wissen, wie
sich die Hagener Bürger zu einer Umfrage von Hagen Aktiv in Bezug auf Herrn
Oberbürgermeister Demnitz bisher geäußert haben.
Herr Grothe teilt mit, dass die Bahnhofshinterfahrung in verschiedene Bauabschnitte
geplant wurde und der von Herrn L. erwähnte Bau der Brücke ursprünglich
im zweiten Bauabschnitt realisiert werden sollte. Diese Arbeit werde nun
vorgezogen, so dass sich die Kosten zwischen dem ersten und zweiten
Bauabschnitt lediglich verschieben.
Herr Dr. Bücker bestätigt, dass Hagen Aktiv eine stadtweite Umfrage zur Person von Herrn
Oberbürgermeister Demnitz mache. Rund 95% der befragten Personen hätten
sich bisher für Neuwahlen ausgesprochen.
Herr P. fragt Herrn Röspel, ob und ggf. wie viele 1 Euro Kräfte im
Roncalli Haus in Boele eingesetzt werden.
Des Weiteren möchte Herr P. von Herrn
Grothe wissen, ob an der Baumaßnahme Wilhem-Busch-Förderschule in der
Obernahmer keine Bauzaunabsicherung bestehe.
Zusätzlich möchte Herr P. im Rahmen einer
Umstrukturierungsmaßnahme des Werkhofs von Herrn Dr. Schmidt wissen, wie
die rechtswirksame Befristung von Arbeitsverträgen unter zeitlichen und personellen
Gesichtspunkten zu verstehen ist. Darüber hinaus fragt Herr P. nach, ob
zukünftig sämtliche städtische Auftragsvergaben dem örtlichen Handwerk
zugänglich gemacht werden oder ob der Werkhof ebenfalls bei der Ausführung dieser
Aufgaben zu berücksichtigen ist. Abschließend möchte Herr P. noch wissen,
ob der geplante Verkauf des Werkhofs nicht eine Belastung für den Steuerzahler
darstelle, falls dieser insolvent werde.
Herr Dr. Schmidt hebt hervor, dass der Rat und der Haupt- und
Finanzausschuss mit seiner getroffenen Entscheidung der Tradition des Werkhofs
gerecht werde, in dem dieser das Arbeitsmarktgeschehen für sozial
benachteiligte Menschen weiterführen könne. Diese Konstruktion gelte zunächst
befristet bis Anfang 2008. Die Absicherung von Arbeitsverträgen wurde in diesem
Zusammenhang berücksichtigt. Es bestehe durchaus die Möglichkeit, dass die
Stadt Hagen die Ausführung einzelner Arbeiten mit zusätzlichem Charakter über
den Werkhof abwickeln könnte. Inwieweit dies konkurrierend zum örtlichen
Handwerk sei, kann erst zu einem späteren Zeitpunkt geprüft werden. Die Frage
zu den einzelnen betroffenen Mitarbeiter des Werkhofs kann Herr Dr. Schmidt
aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht beantworten.
Herr Grothe sichert eine Überprüfung des Baubereichs an der
Wilhelm-Busch-Förderschule in der Obernahmer zu.
Herr O. bittet um Auskunft, ob es einen unterschriebenen Finanzstatus in Bezug
auf den Verkauf der Werkhof GmbH und HaWeD geben würde.
Herr Dr. Schmidt teilt mit, dass die Vorlagen der Verwaltung, die
sich mit gesellschaftsrechtlichen Konstruktionen beschäftigen, vom
Beteiligungscontrolling des Oberbürgermeisters umfassend geprüft worden sind
und davon auszugehen ist, dass keine rechtliche Beanstandung vorliege.
Weiter fragt Herr O. nach, warum die 1
Euro Kräfte bei der Werkhof GmbH 38,5 Stunden arbeiten müssen, obwohl dies
gegen geltendes Recht verstoße.
Herr Dr. Schmidt informiert Herr O. darüber, dass die
Arbeitszeit für 1 Euro Kräfte auf 30 Stunden festgelegt sei und diese bei dem
Werkhof auch eingehalten werde. Im Zusammenhang mit der zugesagten Baustellenüberprüfung
werde die Verwaltung diesem Hinweis allerdings nachgehen.
Abschließend bezieht sich Herr O. auf
einen seinerzeit gestellten Anfrage von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im
Sozialausschuss zu den „Kosten der Unterkunft für Arbeitslosengeld II
Berechtigte im Jahre 2007“ und bittet um Zusendung des Antwortschreibens.
Darüber hinaus möchte Herr O. wissen, wie
hoch die Einnahmen der HVG aus den Dividendenzahlungen der mark-E sind und bittet
um Auskunft, warum in seinem konkreten Einzelfall der Heizstrom für die Kosten
der Unterkunft nicht bewilligt wurde und erwartet, dass ihm die seiner
Auffassung nach zustehenden Heizstromkosten ab 2005 rückwirkend anerkannt und
erstattet werden.
