22.06.2004 - 10 JugendhilfeplanungKrisenintervention und Kinder...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
Reduzieren

Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Frau Kurte möchte wissen, ob die Darstellung der Maßnahmenplanung derart umfassend gestaltet sein müsse oder ob dies auch in einer kürzeren Version möglich sei.

 

Herr Steuber teilt mit, dass dies der letzte Baustein sei, den die Verwaltung in dieser Weise vorlege. Wenn man einmal in dieser Systematik anfange, müsse man konsequenterweise auch so weitermachen. Es sei eine sehr aufwendige Arbeitsweise, die hier praktiziert würde. Die Maßnahmen, die hier dargestellt würden, entsprächen dem Stand der Diskussion, die in Hagen geführt würde. Aber man habe nicht alles erreicht. Dies sei ein Konzept, das in den nächsten Jahren immer wieder auf den Prüfstein komme.

Es sei jedoch Aufgabe des Jugendhilfeplaners, solche Dinge zu bearbeiten.

Man werde zukünftig versuchen, die Maßnahmen konkreter darzustellen.

 

Herr Kruska fragt, ob er nun davon ausgehen könne, dass die eben angesprochene Nummer 17 nun gefördert würde.   

 

Dazu nimmt Herr Steuber Bezug auf die Einzelvorlagen, die dann im Einzelfall noch gefertigt und beraten werden müssten. Letztendlich müsse der Rat dann noch die Mittel bereitstellen.

 

Herr Haensel weist darauf hin, dass der Ausschuss zweieinhalb bis drei Jahre fachlich um dieses Thema gerungen hätte. Man stehe jetzt an einem Punkt, wo man eine Struktur geschaffen und begonnen habe, Jugendliche zu erreichen, die durch das Netz der Jugendhilfe gefallen seien. Er hielte es für fatal als Signal in der Hagener Öffentlichkeit, wenn man an dieser Stelle, an der man offensichtlich Dinge erkannt habe,  die zu verändern seien, diese dann nicht trotz der finanziell schwierigen Situation anpacke.

Es gehe auch um das zurückgewonnene Vertrauen der Jugendlichen.

 

Herr Dr. Schmidt betont, dass er dies inhaltlich so unterstreichen könne. Er müsse  jedoch jetzt formal reagieren. Es liege hier ein Umsetzungsbeschluss vor, in dem der  Ausschuss die anliegende Maßnahmenplanung beschliesse und den Fachbereich mit der Koordinierung der trägerübergreifenden Umsetzung beauftrage. Man habe hiermit den Auftrag, auch den Punkt 17 umzusetzen.

Aber Fakt sei nunmal, dass für diese Maßnahme kein Geld vorhanden sei. Wenn man das vorliegende Konzept übernehme, müsse dies professionell mit Personalzuschüssen laufen. Die Verwaltung habe diese Maßnahme im Vergleich zu anderen Maßnahmen gewichtet und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass sie aus fachlicher Sicht nicht an die erste Stelle gesetzt werden könne. Natürlich habe der Ausschuss das Recht, die Maßnahme ganz anders zu gewichten. 

 

Herr Hansel möchte wissen, ob es verwaltungsintern geprüft worden sei, ob  eine Umstrukturierung möglich sei, bei der eventuell eine halbe Stelle aus dem ASD für die Streetworkerstelle umgewandelt werden könne.

 

 

 

 

Herr Dr. Schmidt nimmt die Anregung als Prüfauftrag  an die Verwaltung entgegen und setzt diesen an die erste Stelle der zu prüfenden Dinge.

 

Herr Strüwer regt an, daneben zu prüfen, wo es möglicherweise Schnittstellen zur städtischen Verwaltung oder zu anderen Trägern gebe. Weitergehende Überlegungen könnten sein, ob es eventuell im Rahmen der Budgetverträge Möglichkeiten gebe, Aufgabenverlagerungen vorzunehmen. Er sähe dieses Thema nicht mit dieser Vorlage als beendet an, sondern er gehe nach wie vor davon aus, dass weiterhin Gespräche in dieser Sache geführt würden in der Hoffnung darauf, eine Lösung zu finden.

 

Frau Wolff würde gern wissen, was die geführten Gespräche ergeben hätten.

 

Dazu äußert sich Herr Steuber und teilt mit, dass dies in mehreren Runden im Rahmen der Budgetgespräche Gegenstand der Diskussion gewesen sei. Fakt sei, dass eine Finanzierung nur möglich sei, wenn man die 30.000 € auf die einzusparenden 300.000 € aufsatteln würde, es sei denn, man finde intern innerhalb der Verwaltung eine Refinanzierungsmöglichkeit.

Herr Steuber möchte auf einen Punkt besonders hinweisen und zwar auf den Inhalt einer Vorlage, in der eine Stelle aus dem ASD als Gegenfinanzierung für diese Aufgabe im Pflegekinderdienst  bereits als Kompensation diente. Jedesmal, wenn eine Stelle frei würde, stünde sie auf der Agenda zu prüfen, sei diese Stelle notwendig, könne sie entfallen oder werde sie weiter gebraucht. Im ASD könne man dies sicherlich auch noch weiter tun. Er warne jedoch ausdrücklich davor, in einem solchen Bereich, der extrem  strafrechtlich bedroht sein könne, bis an die Grenze zu gehen. Die Personalbemessung sei in den letzten Jahren wiederholt sorgfältig gemacht worden und sie sei knapp bemessen.

 

Herr Haensel kann die Zahl im Zusammenhang mit der Inobhutnahme nicht einordnen und fragt, wie er diese zu interpretieren habe.

 

Herr Kothe erläutert dazu, dass es im Bezirk Mitte I eine Konzentration von Problemfällen gebe und die Zahl von 127 daher atypisch sei. Die Höhe der Inobhutnahmen habe etwas damit zu tun, welches Klientel in welcher Konzentration wo lebe. In anderen Bereichen steige die Zahl der Inobhutnahmen stetig an, während sie in Mitte I ziemlich gleichbleibend sei.     

Reduzieren

Beschluss:

Der Jugendhilfeausschuss beschließt die anliegende Maßnahmenplanung und beauftragt den Fachbereich Jugend und Soziales - Jugendhilfeplanung - mit der Koordinierung der trägerübergreifenden Umsetzung.

 

Für dieses Umsetzungsprojekt nutzt der Fachbereich die Planungsstruktur aus dem Bereich der Erziehungshilfe. Die AG 4 (vormals AG 4/5) begleitet diesen Umsetzungsprozess fachlich.

Soweit finanzrelevante Entscheidungen notwendig werden, legt der Fachbereich dem JHA gesonderte Beschlussvorlagen vor.

Der Fachbereich berichtet dem JHA über konkrete Umsetzungsergebnisse.

 

 

 

Reduzieren

 

Abstimmungsergebnis:

 

 

X

 Einstimmig beschlossen

 

 

 

 Mit Mehrheit beschlossen

 

 

 

 Einstimmig abgelehnt

 

 

 

 Mit Mehrheit abgelehnt

 

 

 

 Abgelehnt bei Stimmengleichheit

 

 

 

 Ohne Beschlussfassung

 

 

 

 Zur Kenntnis genommen

 

 

 

      

 

 

 

 

 

Dafür:

      

 

 

Dagegen:

      

 

 

Enthaltungen: