22.08.2006 - 7 Einführung eines Flächenpools und Ökokontos für...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7
- Sitzung:
-
Sitzung des Landschaftsbeirates
- Gremium:
- Naturschutzbeirat
- Datum:
- Di., 22.08.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB69 - Umweltamt
- Bearbeitung:
- Kai Gockel
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Berichterstatter Herr Wiemann.
Unter Beteiligung von Herrn Hilker, Herrn Berger, Herrn
Bühren, Herrn Wiemann, Herrn Dr. Braun, Herrn Borgmeier
und Herrn Meilwes wird erörtert, dass Flächen und Maßnahmen freiwillig
in den Flächenpool oder das Ökokonto eingestellt werden sollen. Die Auswahl der
dargestellten Flächen auf der im Sitzungsraum aushängenden Karte, erfolgte nach
rein fachlichen Kriterien. Eine Aufnahme weiterer Flächen soll möglich sein,
wenn die fachliche Eignung vorliegt.
Hinsichtlich der Kosten für Ökopunkte wird diskutiert, ob es sinnvoll
ist, sie rein marktwirtschaftlichen Mechanismen zu überlassen. Seitens der
Verwaltung wird erklärt, dass sie ungern Einfluss auf den Preis für Ökopunkte
nehmen möchte, da sie darin einen Eingriff in das Privateigentum sieht.
Uneinigkeit besteht darüber, welche Auswirkungen ein Flächenpool auf die
Entwicklung von Grundstückspreisen hat und wie stark die Stadt an den
Verhandlungen zwischen Flächeneigentümern und Eingreifern beteiligt sein muss.
Ferner wird diskutiert, ob und wie Flächeneigentümern garantiert werden kann,
dass ihre Ökopunkte auch verbraucht werden.
Im Zusammenhang mit der Diskussion, ob und wie die Maßnahmen
vorfinanziert werden müssen, erklärt Herr Dr. Braun nochmals, dass auf
einem Ökokonto kein Geld liege, sondern lediglich Punkte, die bei einem
Eingriff abgebucht werden. Die Zahlung von “Ersatzgeldern” für
Eingriffe im Rahmen der Bauleitplanung und dass Ansparen derselben, um damit
die im Ökokonto geplanten Maßnahmen durchzuführen, ist nach baurechtlichen
Vorschriften unzulässig.
Herr Hilker weist darauf
hin, das in der Karte Fichtenstandort aufgeführt werden, die auf Kalkstein
stocken und sich gegebenenfalls als Kompensationsflächen für die Steinbrucherweiterung
Donnerkuhle eignen würden.
Herrn Thiel ist die
Verteilung der potentiellen Kompensationsflächen im Stadtgebiet zu südlastig.
Seiner Meinung nach werden auch Flächen dargestellt, die kein Aufwertungspotential
besitzen. Die Aussage, dass die Einführung eines Flächenpools und Ökokontos
keine personellen Auswirkungen haben soll, kann er nicht nachvollziehen.
