13.06.2006 - 17 Anfragen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 17
- Sitzung:
-
Sitzung des Landschaftsbeirates
- Gremium:
- Naturschutzbeirat
- Datum:
- Di., 13.06.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Beantwortung der Anfragen vom
02.05.2006:
Zu 1.:
Herr Gockel: Die
Betreiber der Modellfliegerei sind bereits durch die Verwaltung mündlich
aufgefordert worden wenn sie den angetroffen wurden an dieser Stelle die
Fliegerei zu unterassen. Offensichtlich besteht das Problem jedoch weiterhin.
Bei der Fläche handelt es sich
um eine Ausgleichsfläche für das Gewerbegebiet Sudfeld. Da die
Ausgleichsmaßnahmen noch in diesem Jahr umgesetzt werden sollen, geht die uLB
davon aus, dass die Fläche ab Herbst d.J. nicht mehr für die Modellfliegerei
nutzbar ist.
Zu 2.:
Herr Gockel: Die
Verwaltung hat den Eigentümer auf den Missstand hingewiesen und aufgefordert
dafür zur Sorge zu tragen, die Fläche entsprechend abzusperren. Nahezu
zeitgleich wurde die Fläche ohne Wissen der uLB bereits von irischen
Wanderarbeitern als Lagerstätte genutzt. Inzwischen wurden die Erdarbeiten auf
der Fläche ohne Wissen der uLB wieder aufgenommen. Es handelt sich um eine
Baufläche innerhalb eines rechtskräftigen B-Plans.
Zu 3.:
Herr Gockel: Auf
Hinweis von Herrn Thiel hat die uLB Kontakt zu dem zuständigen Architekten
aufgenommen, der zugesagt hat, die Hecke so weit wie möglich zu erhalten.
Leider wurde die Hecke dennoch beseitigt. Da es sich um ein Vorhaben im
baulichen Innenbereich handelt, hatte die uLB keine rechtliche Handhabe dagegen
vorzugehen.
Zu 4.:
Herr Gockel: Die
beiden Bäume unterlagen der Baumschutzsatzung und wurden aus
Verkehrssicherungsgründen gefällt. Eine entsprechende Mitteilung hat das
zuständige Forstamt der Stadt Hagen in den UWA gegeben.
Zu 5.:
Herr Gockel: Die
Erlenpflanzung wurde im Rahmen des wasserrechtlichen Verfahrens zur
Renaturierung der Volme im Innenstadtbereich plangenehmigt und wird vom
Umweltamt, dessen Abteilung die untere Wasserbehörde verfahrensführend war,
mitgetragen. Schon vor der Renaturierung konnte die vereinzelte Besiedlung der
Uferbereiche mit Gehölzen beobachtet werden.
Zu 6.:
Herr Gockel: Mit der
Genehmigung zur Sanierung der Schlossterrassen war im Zuge des
Waldumwandlungsverfahrens der anstehende Baumbestand (Wald) zu beseitigen,
welcher an anderer Stelle durch den Aufbau eines Laubholzbestandes kompensiert
wurde. Parallel dazu ist die teilweise Fällung des Naturdenkmals 1.3.2.1.28
(Eibe auf der Mauerkrone) genehmigt worden. Nach Auskunft des Forstamtes
Schwerte hat der Eigentümer ferner angrenzende Waldflächen durch
Einzelstammentnahme im Rahmen der ordnungsgemäßen Forstwirtschaft geläutert.
Anfragen:
1. Herr
Thiel berichtet von Rodungsarbeiten im Bereich der
Graureiherkolonie an der Volme. Auf seine Initiative konnte zusammen mit der
uLB bewirkt werden, dass mit den Fällarbeiten ein Abstand von 100 m zur Kolonie
eingehalten wurde und deren Bestand somit zunächst gesichert ist. Zur
langfristigen Sicherung der Kolonie bittet er die Verwaltung, den Waldbesitzer
über eine finanzielle Entschädigung zu einem Verzicht der forstlichen Nutzung
des Bereiches zu bewegen. Nach seiner Meinung könnten hierfür Ersatzgelder
eingesetzt werden. Herr Wiemann erklärt, dass Ersatzgelder gem.
Landschaftsgesetz NRW nur für Aufwertungsmaßnahmen eingesetzt werden dürfen,
was hier nicht der Fall ist. Über die Verwendung der Ersatzgelder müsse
Rechenschaft gegenüber der Bezirksregierung abgelegt werden. Er erklärt ferner,
dass die uLB bereits im Gespräch mit dem Flächeneigentümer stehe.
2. Herr
Nogge erkundigt sich nach dem Verfahrensstand zur Verlegung
einer Gasleitung im Bereich Kaisbergaue. Herr Wiemann erklärt, dass es
sich um ein Verfahren gem. Energiewirtschaftsgesetz handelt, bei dem die Stadt
Hagen beteiligt wurde. Der Baubeginn sollte ursprünglich im August liegen.
Näheres müsste beim Antragssteller erfragt werden. Herr Meilwes
berichtet, dass den Verbänden derzeit die Antragsunterlagen zur Stellungnahme
vorliegen und die Beteiligungsfristen dementsprechend noch nicht abgeschlossen
sind. Mit einem Baubeginn im August rechnet er nicht.
3. Herr
Freier erkundigt sich, wieso die im Landschaftsplans Hagen
festgesetzten Heckenpflanzungen im Bereich Garenfeld bis dato nicht umgesetzt
wurden. Herr Wiemann erklärt, dass mit den Flächeneigentümern bisher
kein Einvernehmen hergestellt werden konnte. Herr Meilwes regt an,
hierzu in der nächsten Sitzung den Vertreter der Landwirtschaftskammer
anzusprechen.
4. Herr
Freier beantragt zu prüfen, ob die Blutbuche an der
Westhofener Straße, gegenüber der Einfahrt in die Straße zur Heimke, als
Naturdenkmal ausgewiesen werden kann. Gleiches bittet er für die Eiche im
Bereich Westhofener Straße/Dorfstraße zu prüfen. Herr Wiemann erinnert
daran, dass z. Zt. ein Verfahren zur Ausweisung von Naturdenkmalen im
Innerbereich laufe. Für die Naturdenkmalausweisung im Außenbereich wäre ein
Landschaftsplanänderungsverfahren notwendig, welches recht zeitaufwändig ist.
Er schlägt vor, die Denkmalwürdigkeit der Bäume zu prüfen und dann den Kontakt
zu den Eigentümern aufzunehmen, um zunächst auf einen freiwilligen Erhalt der
Bäume zu appellieren.
