21.03.2006 - 7 Landwirtschaftlicher Fachbeitrag zum Flächennut...

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Herr Rüsing und Herr Hüsecken drücken ihre Verärgerung darüber aus, dass landwirtschaftliche Flächen im hohen Maße über die Köpfe der Eigentümer hinweg für die Ausweisung von Gewerbegebieten und Freizeiteinrichtungen überplant werden. Sollte der Flächenverbrauch im betriebenen Maße weitergeführt werden, sei ein Sterben der landwirtschaftlichen Betriebe in Hagen absehbar. Eine frühzeitige Einbeziehung der Betroffenen in die Planungsabsichten sei hier anzustreben. Dies wird, nach Aussage von Herrn Hauck, schon aufgrund der bau- und planungsrechtlichen Vorgaben regelmäßig in Hagen praktiziert. Herr Bühren plädiert dafür, vorrangig Baulücken zu schließen und Industriebrachen zu nutzen. Flächen für die Landwirtschaft sollten im FNP festgesetzt und damit gesichert werden. Er weist auf den Verbrauch landwirtschaftlicher Flächen durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen hin und empfiehlt die Entwicklung von Konzepten bei denen die Bewirtschaftungsform als Kompensationsmaßnahme anerkannt wird. Für die Weiler sollten Außenbereichssatzungen festgesetzt werden, um den überwiegend nebenerwerbstätigen landwirtschaftlichen Betrieben baurechtliche Planungssicherheit zu gewährleisten. Unter Beteiligung von Herrn Meilwes, Herrn Freier, Herrn Thiel, Herrn Bühren, Frau Roth und Herrn Hilker werden die Zielkonflikte Verbrauch landwirtschaftlicher Flächen zugunsten von Gewerbe- und Wohnbebauungen, einhergehend mit flächenmäßigem Kompensationsbedarf erörtert. Herr Meilwes bittet die Verwaltung kartographisch gegenüberzustellen, auf welchen Flächen städtebauplanerische Absichten bestehen, welche Flächen für Kompensationsmaßnahmen vorgesehen sind, welche Flächen die hochwertigsten Böden aufweisen, welche Flächen von den ansässigen landwirtschaftlichen Betrieben bewirtschaftet werden und wo Flächen für die Landwirtschaft im FNP gesichert werden sollen. Ferner bittet er darum, die Darstellungen zahlenmäßig zu dokumentieren. Auf Basis dieser Datengrundlage solle der Beirat dann in der übernächsten Sitzung erneut seine beratendende Funktion erfüllen. Herr Dr. Braun kündigt an, dass bzgl. der Ausgleichskonzepte derzeit eine Vorlage Ökokonto / -pool erarbeitet werde.

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Beschluss:

 

Der Landschaftsbeirat empfiehlt dem Rat der Stadt Hagen, den Beschluss gem. der Verwaltungsvorlage zu fassen.

 

Zusatz des Landschaftsbeirates:

 

Der Landschaftsbeirat wird den landwirtschaftlichen Fachbeitrag in 2. Lesung auf vertiefter Datengrundlage erneut beraten und den Folgegremien, dem Rat und der Verwaltung unter Wahrnehmung seiner Beratungsfunktion die aus seiner Sicht besonders zu berücksichtigen Belange für die städtebauliche Rahmenplanung benennen.

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Abstimmungsergebnis:

x

Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

       14

Dagegen:

         0

Enthaltungen:

         0