07.06.2006 - 9 Stadtentwicklungsplan Wehringhausen - Frageboge...

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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

Frau Schwill-Höbig berichtet, wie das Ressort Stadtplanung auf den demographischen Wandel reagiert. Es soll versucht werden, im Vorgriff auf den zu erwartenden Bevölkerungsschwund aktiv zu werden, um eventuelle Leerstände zu verhindern. Frau Schwill – Höbig bearbeitet den Stadtteil Wehringhausen. Zwar ist der Antrag auf Städtebauförderung für diesenStadtteil zur Zeit nicht bewilligt, es ist aber sinnvoll, jetzt schon Konzepte zur erstellen. So wurde zum Beispiel ein Masterplan Hagen erstellt, der jetzt auf den Stadtteil Wehringhausen “runtergebrochen” werden muß.

Eine der Stärken des Stadtteils ist seine relativ junge Bevölkerung. Es gibt aber auch Tendenzen zur Abwanderung. Die Grundversorgung ist gut gesichert. Was fehlt sind Grünflächen und Parkraum. Auch ist die Blockbebauung mit zugebauten Innenhöfen zu eng. Aber die von Experten vorgenommene Stärken – Schwächen – Analyse soll ergänzt werden durch eine Einwohnerbefragung, mit deren Hilfe man Bedarfsfehleinschätzungen und Fehlplanungen minimieren möchte. Die Befragung soll nach den Sommerferien stattfinden und 6000 Haushalte erfassen. Gefragt wird z. B. nach den Wohnverhältnissen, dem Umfeld der Wohnung, evtl Gründe für das Verlassen des Stadtteils oder Gründe für das Dableiben.

Ein Problem ist die unterschiedliche Akzeptanz solcher Befragungen bei der Bevölkerung. Ältere Menschen beantworten Fragebögen eher als junge, Personen mit Migrationshintergrund füllen die Bögen seltener aus als solche ohne Wanderungserfahrung. Gewünscht ist aber ein breitgefächertes Antwortenspektrum.

Frau Schwill – Höbig bittet den Integrationsrat darum, als Multiplikator für die Idee der Befragung zu wirken und z. B. in den Migrantenselbstorganisationen als “Türöffner” zu wirken, indem man die Menschen des Stadtteils auf die bevorstehende Befragung vorbereitet.

Herr Oberste – Berghaus wendet ein, dass sinnvolle Stadtplanung von Architekten und Stadtplanern gemacht werden sollte. Die Fachleute seien durchaus in der Lage, ohne eine Umfrage sinnvolle Ergebnisse zu erzielen. Die Probleme des Stadtteils lägen in den Kontroversen zwischen Alt und Jung und in den zum Teil nicht mehr tolerablen Verhaltensweisen bestimmter Jugendlicher, die außerhalb des sozialen Systems stellten.

Frau Schwill – Höbig stellt dar, dass die Stadtplaner selbstverständlich meinen zu wissen, woran ein Stadtteil krankt. Es gebe aber häufig die Situation, dass die Beurteilung aus Sicht der Betroffenen ganz anders ausfalle.

Nach einer längeren Diskussion sagen die Mitglieder des Integrationsrates zu, der Verwaltung bei Bedarf beim Knüpfen von Kontakten behilflich zu sein. Der Vorschlag von Herrn Chrissidis, die Fragebögen gemeinsam in den Vereinen auszufüllen erwies sich als nicht tauglich. Allerdings sollte die Möglichkeit genutzt werden, in den Vereinen die Bögen zu erklären und zu übersetzen.

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Beschluss: