04.05.2006 - 9 Bericht aus der Arbeitsgruppe "Bauen und Verkehr"
Grunddaten
- TOP:
- Ö 9
- Sitzung:
-
Sitzung des Behindertenbeirates
- Datum:
- Do., 04.05.2006
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:30
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
8.
Bericht der
Arbeitsgruppe Bauen und Verkehr
Frau Adamczak erwähnt, dass
sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe am 03.03.06 zu einer Sitzung getroffen
haben. Sie berichtet dann über die Themen, mit denen sich die Arbeitsgruppe
beschäftigt hat.
8.1.
Befahren
der Bürgersteige durch Rad fahrende Postzusteller
Frau Adamczak berichtet, dass die Post auf ein Anschreiben des
Behindertenbeirates reagiert habe. In einem Antwortschreiben teilt die Post
mit, dass Ihre Zusteller immer wieder auf die Beachtung der geltenden
straßenverkehrsrechtlichen Richtlinien und Gesetze hingewiesen würden. Die Post
bittet die Bürger bei verkehrswidrigen Verhalten eines Zustellers, die Straße
und den genauen Tag zu melden.
Frau Dohms ergänzt hierzu, dass demnächst noch ein Gespräch mit Vertretern der
Post, Frau Gleiß und Herrn Schroeder stattfinden wird.
8.2.
Kundenstopper
in der Innenstadt
Frau Adamczak berichtet,
dass dieses Thema von der Westfälischen Rundschau aufgegriffen wurde. In einem
Zeitungsbericht wurde auf die Probleme hingewiesen, die Sehbehinderte,
Rollstuhlfahrer, Personen mit Kinderwagen, gehbehinderte und ältere Menschen
mit den Kundenstoppern haben.
8.3.
Ausstieg
aus Bussen für Personen mit einer Gehbehinderung
Frau Adamczak weist darauf
hin, dass einige Busfahrer gehbehinderte Personen nicht aus der vorderen Tür
aussteigen lassen; für diesen Personenkreis ergeben sich daher oftmals
Schwierigkeiten. Die Fahrer sollen nochmals auf die Probleme gehbehinderter
Personen hingewiesen werden.
8.4.
Wasserschloss
Werdringen
Frau Adamczak berichtet,
dass Frau Gleiß mit Kollegen der Museumstechnik und der Arbeitssicherheit sowie
dem Architekten Herrn Phillippi von der Agentur Barrierefrei das
Wasserschloss Werdringen besichtigt hat. Dabei wurde festgestellt, dass ein
Aufzug sinnvoller wäre als ein Plattform-Treppenlift, um die oberen Geschosse
für Rollstuhlfahrer zugänglich zu machen. Es wurde ein Lösungsvorschlag
erarbeitet und an die Verwaltung weitergeleitet.
8.5.
Buslinie
523
Frau Adamczak schildert
nochmals, dass die Klinik Ambrock nicht mehr in der Woche, sondern nur noch am
Wochenende von der Linie 523 angefahren wird.
Mit Inkrafttreten des neuen
Fahrplanes im Mai 2006 soll nun ein Anruflinientaxi eingesetzt werden.
Einzelheiten können dem neuen Fahrplan entnommen werden.
8.6.
Behindertentoiletten
Frau Adamczak erinnert an
die Sitzung des Behindertenbeirates am 14.02.06, in der angeregt wurde, ein
Verzeichnis über Behindertentoiletten in Hagen zu erstellen.
Darauf hin hat die
Arbeitsgruppe gemeinsam überlegt, wo es in Hagen Behindertentoiletten gibt.
Frau Adamczak zählt die bekannten Behindertentoiletten auf.
8.7.
Gespräch
mit der Landesbehindertenbeauftragten, Fr. Gemkow
Frau Adamczak berichtet über
Einzelheiten aus dem Gespräch mit der Landesbehindertenbeauftragten während des
Treffens der Behindertenkoordinatoren und beauftragten NRW. Frau Gemkow möchte
anregen, dass die Planungsnormen zum barrierefreien Bauen in die Anerkannten
Regeln der Technik aufgenommen werden.
In diesem Zusammenhang
berichtet Frau Adamczak, dass in diesem Sommer eine neue Norm, die DIN 18030,
zum barrierefreien Bauen vorliegen soll. Die bisherigen vier Normen DIN 18024,
Teil 1 u. 2, und DIN 18025, Teil 1 u. 2 zum barrierefreien Bauen werden hier in
einer Norm zusammengefasst.
8.8.
Ortsumgehung
Boele
Frau Adamczak führt aus,
dass an der Kreuzung Hengsteyer Str./ Dortmunder Str. ein Kreisverkehr
errichtet werden soll. Da die Ampelanlage entfernt werden soll, in diesem
Bereich sehr viel Verkehr fließt und viele Fußgänger die Straße queren, wird es
dort sicherlich Probleme geben.
Frau Gleiß wird ein Schreiben
an das Straßen- und Brückenbauamt fertigen. So soll darauf hingewiesen werden,
wie der Kreisverkehr möglichst behindertengerecht gestaltet werden kann.
8.9.
Volmepark
Frau Adamczak berichtet über
den Volmepark, der neu gestaltet werden soll, allerdings nicht
behindertengerecht. Leider passiert es immer wieder, dass bei den städtischen
Bauvorhaben der Behindertenbeirat nicht mit einbezogen wird.
Über dieses Problem hat ein
Gespräch mit dem Oberbürgermeister Herrn Demnitz, Herrn Dr. Schmidt, Frau Dohms
und Frau Gleiß statt gefunden.
8.10.
Beteiligung
des Behindertenbeirates an der Planung von Gebäuden und Anlagen
Frau Dohms berichtet sodann, dass sie Herrn
Oberbürgermeister Demnitz dargelegt habe, dass der Behindertenbeirat an
Planungen oftmals nicht beteiligt werde. Entweder müsse der Behindertenbeirat
sich die Pläne selbst besorgen oder aber die Mitglieder des Behindertenbeirates
werden erst dann zur Besichtigung eingeladen, wenn ein Gebäude bereits fertiggestellt
ist. Lediglich in den Fällen, in denen Zuschüsse des Landes an die Bedingung
der Barrierefreiheit geknüpft sind, wird der Behindertenbeirat an den Planungen
beteiligt.
In einem Gespräch mit Herrn Dr. Schmidt wurde eine Dienstliche Mitteilung aus
dem Jahr 1990 erörtert, nach der die Fachdienststelle für Behinderte in die
Planungen bei städtischen Hochbauvorhaben einzubeziehen ist. Vorlagen, die
grundsätzliche Belange Behinderter betreffen, sind der Fachdienststelle zur
Kenntnis zu geben. Diese Dienstliche Mitteilung soll nun in aktualisierter Form
erneut allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Stadt zur Kenntnis gegeben
werden.
Frau Machatschek wirft die Frage auf, wer denn beurteilen könne, was
behindertengerecht ist. Sie merkt an, dass es der richtige Weg wäre, wenn Frau
Gleiß alle Vorgänge zur Kenntnis erhalten würde. Frau Dohms stellt fest, dass
Frau Gleiß es zeitlich nicht möglich sei, sämtliche Vorgänge in der Verwaltung
zu sichten. Frau Machatschek erklärt, dass die Politiker in den Ausschüssen nur
darauf hinweisen könnten, dass der Behindertenbeirat zu beteiligen ist.
Frau Dohms schildert, dass in dem Gespräch weiter überlegt wurde, dass die
Checkliste für barrierefreies Bauen vom Rat der Stadt als Selbstverpflichtung
beschlossen werden sollte. Die Bestimmungen der Checkliste müssten dann
grundsätzlich beachtet werden; der Behindertenbeirat müsste dann nur in den
Fällen beteiligt werden, in denen einzelne Punkte der Checkliste nicht beachtet
werden können.
Frau Dohms berichtet, dass noch ein weiteres
Gespräch mit Herrn Dr. Schmidt stattfinden soll.
8.
Bericht der
Arbeitsgruppe Bauen und Verkehr
Frau Adamczak erwähnt, dass
sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe am 03.03.06 zu einer Sitzung getroffen
haben. Sie berichtet dann über die Themen, mit denen sich die Arbeitsgruppe
beschäftigt hat.
8.1.
Befahren
der Bürgersteige durch Rad fahrende Postzusteller
Frau Adamczak berichtet, dass die Post auf ein Anschreiben des
Behindertenbeirates reagiert habe. In einem Antwortschreiben teilt die Post
mit, dass Ihre Zusteller immer wieder auf die Beachtung der geltenden
straßenverkehrsrechtlichen Richtlinien und Gesetze hingewiesen würden. Die Post
bittet die Bürger bei verkehrswidrigen Verhalten eines Zustellers, die Straße
und den genauen Tag zu melden.
Frau Dohms ergänzt hierzu, dass demnächst noch ein Gespräch mit Vertretern der
Post, Frau Gleiß und Herrn Schroeder stattfinden wird.
8.2.
Kundenstopper
in der Innenstadt
Frau Adamczak berichtet,
dass dieses Thema von der Westfälischen Rundschau aufgegriffen wurde. In einem
Zeitungsbericht wurde auf die Probleme hingewiesen, die Sehbehinderte,
Rollstuhlfahrer, Personen mit Kinderwagen, gehbehinderte und ältere Menschen
mit den Kundenstoppern haben.
8.3.
Ausstieg
aus Bussen für Personen mit einer Gehbehinderung
Frau Adamczak weist darauf
hin, dass einige Busfahrer gehbehinderte Personen nicht aus der vorderen Tür
aussteigen lassen; für diesen Personenkreis ergeben sich daher oftmals
Schwierigkeiten. Die Fahrer sollen nochmals auf die Probleme gehbehinderter
Personen hingewiesen werden.
8.4.
Wasserschloss
Werdringen
Frau Adamczak berichtet,
dass Frau Gleiß mit Kollegen der Museumstechnik und der Arbeitssicherheit sowie
dem Architekten Herrn Phillippi von der Agentur Barrierefrei das
Wasserschloss Werdringen besichtigt hat. Dabei wurde festgestellt, dass ein
Aufzug sinnvoller wäre als ein Plattform-Treppenlift, um die oberen Geschosse
für Rollstuhlfahrer zugänglich zu machen. Es wurde ein Lösungsvorschlag
erarbeitet und an die Verwaltung weitergeleitet.
8.5.
Buslinie
523
Frau Adamczak schildert
nochmals, dass die Klinik Ambrock nicht mehr in der Woche, sondern nur noch am
Wochenende von der Linie 523 angefahren wird.
Mit Inkrafttreten des neuen
Fahrplanes im Mai 2006 soll nun ein Anruflinientaxi eingesetzt werden.
Einzelheiten können dem neuen Fahrplan entnommen werden.
8.6.
Behindertentoiletten
Frau Adamczak erinnert an
die Sitzung des Behindertenbeirates am 14.02.06, in der angeregt wurde, ein
Verzeichnis über Behindertentoiletten in Hagen zu erstellen.
Darauf hin hat die
Arbeitsgruppe gemeinsam überlegt, wo es in Hagen Behindertentoiletten gibt.
Frau Adamczak zählt die bekannten Behindertentoiletten auf.
8.7.
Gespräch
mit der Landesbehindertenbeauftragten, Fr. Gemkow
Frau Adamczak berichtet über
Einzelheiten aus dem Gespräch mit der Landesbehindertenbeauftragten während des
Treffens der Behindertenkoordinatoren und beauftragten NRW. Frau Gemkow möchte
anregen, dass die Planungsnormen zum barrierefreien Bauen in die Anerkannten
Regeln der Technik aufgenommen werden.
In diesem Zusammenhang
berichtet Frau Adamczak, dass in diesem Sommer eine neue Norm, die DIN 18030,
zum barrierefreien Bauen vorliegen soll. Die bisherigen vier Normen DIN 18024,
Teil 1 u. 2, und DIN 18025, Teil 1 u. 2 zum barrierefreien Bauen werden hier in
einer Norm zusammengefasst.
8.8.
Ortsumgehung
Boele
Frau Adamczak führt aus,
dass an der Kreuzung Hengsteyer Str./ Dortmunder Str. ein Kreisverkehr
errichtet werden soll. Da die Ampelanlage entfernt werden soll, in diesem
Bereich sehr viel Verkehr fließt und viele Fußgänger die Straße queren, wird es
dort sicherlich Probleme geben.
Frau Gleiß wird ein Schreiben
an das Straßen- und Brückenbauamt fertigen. So soll darauf hingewiesen werden,
wie der Kreisverkehr möglichst behindertengerecht gestaltet werden kann.
8.9.
Volmepark
Frau Adamczak berichtet über
den Volmepark, der neu gestaltet werden soll, allerdings nicht
behindertengerecht. Leider passiert es immer wieder, dass bei den städtischen
Bauvorhaben der Behindertenbeirat nicht mit einbezogen wird.
Über dieses Problem hat ein
Gespräch mit dem Oberbürgermeister Herrn Demnitz, Herrn Dr. Schmidt, Frau Dohms
und Frau Gleiß statt gefunden.
8.10.
Beteiligung
des Behindertenbeirates an der Planung von Gebäuden und Anlagen
Frau Dohms berichtet sodann, dass sie Herrn
Oberbürgermeister Demnitz dargelegt habe, dass der Behindertenbeirat an
Planungen oftmals nicht beteiligt werde. Entweder müsse der Behindertenbeirat
sich die Pläne selbst besorgen oder aber die Mitglieder des Behindertenbeirates
werden erst dann zur Besichtigung eingeladen, wenn ein Gebäude bereits fertiggestellt
ist. Lediglich in den Fällen, in denen Zuschüsse des Landes an die Bedingung
der Barrierefreiheit geknüpft sind, wird der Behindertenbeirat an den Planungen
beteiligt.
In einem Gespräch mit Herrn Dr. Schmidt wurde eine Dienstliche Mitteilung aus
dem Jahr 1990 erörtert, nach der die Fachdienststelle für Behinderte in die
Planungen bei städtischen Hochbauvorhaben einzubeziehen ist. Vorlagen, die
grundsätzliche Belange Behinderter betreffen, sind der Fachdienststelle zur
Kenntnis zu geben. Diese Dienstliche Mitteilung soll nun in aktualisierter Form
erneut allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Stadt zur Kenntnis gegeben
werden.
Frau Machatschek wirft die Frage auf, wer denn beurteilen könne, was
behindertengerecht ist. Sie merkt an, dass es der richtige Weg wäre, wenn Frau
Gleiß alle Vorgänge zur Kenntnis erhalten würde. Frau Dohms stellt fest, dass
Frau Gleiß es zeitlich nicht möglich sei, sämtliche Vorgänge in der Verwaltung
zu sichten. Frau Machatschek erklärt, dass die Politiker in den Ausschüssen nur
darauf hinweisen könnten, dass der Behindertenbeirat zu beteiligen ist.
Frau Dohms schildert, dass in dem Gespräch weiter überlegt wurde, dass die
Checkliste für barrierefreies Bauen vom Rat der Stadt als Selbstverpflichtung
beschlossen werden sollte. Die Bestimmungen der Checkliste müssten dann
grundsätzlich beachtet werden; der Behindertenbeirat müsste dann nur in den
Fällen beteiligt werden, in denen einzelne Punkte der Checkliste nicht beachtet
werden können.
Frau Dohms berichtet, dass noch ein weiteres
Gespräch mit Herrn Dr. Schmidt stattfinden soll.
