10.05.2004 - 4 Jahresbericht der Polizei Hagen-Verkehrsunfalle...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Gremium:
- Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
- Datum:
- Mo., 10.05.2004
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Berichterstatter:
Herr Hanki
Herr Hanki
geht in seiner Berichterstattung ausführlich auf die Verkehrsunfallentwicklung
im Jahre 2003 ein und nimmt kurz Stellung zur verstärkten Verkehrsüberwachung
und der Prävention innerhalb der Polizeiarbeit.
An der
anschießenden ausführlichen Diskussion beteiligen sich die Herren Wölm, Schulz,
Preuß, Dahme, Beyer, Lemme und für die Verwaltung Herr Reike und Herr
Schumacher. Für die Polizei beteiligt sich Herr Hanki an die Diskussion.
Herr Wölm
fragt nach, ob der Verkehrsunfallbericht künftig so gestaltet werden kann, dass
bestimmte Vorschläge darin enthalten sind, an den sich die Bezirksvertretung
Eilpe/Dahl präventiv beteiligen kann. In diesem Zusammenhang schlägt er Herrn
Hanki vor, eine Präventionsmaßnahme im Rahmen einer Geschwindigkeitsüberwachung
im Volmetal durchzuführen, an der sich die Kommunalpolitiker der
Bezirksvertretung Eilpe/Dahl beteiligen.
Herr Hanki
nimmt diesen Vorschlag zur Kenntnis und wird diesen an die zuständige Stelle
weiterleiten. Eine Rückmeldung erfolgt unaufgefordert.
Ergänzend
fügt er hinzu, dass die Unfallschwerpunkte im Stadtbezirk Eilpe/Dahl durch eine
eingerichtete Kommission erfasst und analysiert werden. Diese Informationen
werden dann an die Straßenverkehrsbehörde weitergeleitet, damit diese im Rahmen
ihrer Zuständigkeit tätig werden können.
Auf die
Frage von Herrn Schulz, warum so viele ausländische Kinder im Straßenverkehr
verunglücken, erklärt Herr Hanki, dass die Gründe hierfür in dem
Betreuungsverhalten der Eltern liegen, aber, auf Anmerkung von Herrn Dahme,
auch die Wohnsituation und das Wohnumfeld eine gewichtige Rolle spielen.
Herr Dr.
Preuß fragt nach, mit welche planerischen Möglichkeiten die Politik dazu
beitragen kann, die Unfallzahlen der verunglückten Kinder zu reduzieren. Die
Überlegungen gehen dahin, dass sog. Nischen eingerichtet werden sollen, in
denen die Kinder geschützt vor dem
Verkehr spielen können. Zusätzlich sollen die Planungen im Bereich der
Verkehrswegeführung, hier insbesondere die Radwege, und der Infrastruktur
überdacht werden.
Herr Hanki
antwortet darauf, dass federführend für die Planungen im Bereich der Radwege
die Verwaltung zuständig ist. Die Polizei versucht mit gezielten Aktionen alle
Beteiligten des Straßenverkehrs zu einem besseren Verkehrsverhalten zu bewegen.
Dabei spielt die Aufgabe der Ordnungspartnerschaft eine wesentliche Rolle.
Weitere Aufklärungsaktionen mit Kirchen, anderen Religionsgemeinschaften und
Schulen sind zurzeit im Gange.
Herr
Schumacher fügt ergänzend hinzu, dass die sog. Nischen nicht mehr wie in
frühen Zeiten ausreichend vorhanden sind. Darüber hinaus ist die Bereitstellung
solcher Nischen kein besonderes Thema der Bauleitplanung, so dass sich eine
Planung dahingehend besonders schwierig gestalten würde. Die Planungen für die
Radwege orientieren sich an die Erwachsenen, weil der Radverkehr zunehmend in
den Alltagsverkehr integriert werden soll. Darüber hinaus hat Hagen ein
großflächiges Gebiet an Tempo 30 Zonen,
in denen die Voraussetzungen für ein gefahrloses Spielen von Kindern gegeben
sind, vorausgesetzt die anderen Verkehrsteilnehmer verhalten sich entsprechend.
Im Herbst
2004 soll eine Verwaltungsvorlage zu der Thematik Tempo 30 Zonen in Hagen der
Politik vorgelegt werden.
Herr Beyer
äußert seine Bedenken zu den Unfällen, welche in unmittelbarer Nähe des
Elternhauses geschen sind, und möchte wissen, inwieweit sich die
Verkehrserziehung der Polizei sich damit beschäftigt.
Herr Hanki
erwidert dazu, dass bereits in den Kindergärten und Schulen auf dieses Thema
eingegangen wird.
Herr Hanki
sichert auf Anmerkung von Herrn Dr. Lemme zu, bei einer ggf. geplanten
Verkehrsüberwachung mit Beteiligung der Bezirksvertreter, den Wunsch des
Einsatzes einer großen Geschwindigkeitstafel weiterzuleiten.
