16.05.2006 - 3 Bericht des Betriebsleiters
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3
- Sitzung:
-
Sitzung des Betriebsausschusses GWH
- Gremium:
- Fachausschuss Gebäudewirtschaft
- Datum:
- Di., 16.05.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Kliewe verweist
auf die bereits dem Betriebsausschuss vorgestellte Untersuchung der Bausubstanz
der Dienstwohnungen und den damit verbundenen Sanierungsstau. Er gibt bekannt,
dass auch die Verordnung zur Prüfung von naturwissenschaftlichen Räumen zur
Prüfung von Schulen mit naturwissenschaftlichen Räumen verpflichte.
Anhand einiger projizierter
Fotos und Schaubilder erläutert Herr Kliewe den Zustand der Übungs- und
Vorbereitungsräume für Physik, Biologie und Chemie in den Schulen. Eine
Zusammenstellung über alle 204 naturwissenschaftlichen Räume, die es im
Stadtgebiet Hagens gebe, zeige die dort vorhandenen sicherheitsrelevanten
Mängel anhand der Ampelfarben grün, gelb und rot auf. Nur 13 Einrichtungen
seien ohne Mängel. Diese Zahlen seien das Ergebnis einer Untersuchung durch
einen externen Sachverständigen. Herr Kliewe erläutert, dass es sich bei
den roten Markierungen in der Liste um Mängel handelt, bei denen der
naturwissenschaftliche Unterricht nur eingeschränkt möglich sei. Bei den gelben
Markierungen seien ebenfalls Mängel vorhanden. Die angegebenen Zahlen seien die
benötigten Finanzmittel.
Herr Weber
stellt die Frage, ob dieses Gutachten ein Teil der Gesamtbegutachtung aller
städtischen Gebäude sei und in das Sanierungsprogramm aufgenommen würde, anhand
dessen die Arbeitsaufträge abgearbeitet würden. Herr Kliewe stimmt dem
zu.
Herr Heider
stellt bezüglich der Unordnung in den Räumen die Frage, ob nicht
Aufsichtspersonen dafür sorgen könnten, dass das in den Räumen vorhandene
Material ordnungsgemäß aufgeräumt und weggeschlossen werde. Herr Kliewe
weist darauf hin, dass die GWH nicht die unterrichtsbedingten Arbeitsabläufe,
sondern den technischen Zustand der Anlagen anhand der Prüfverordnung zu
bewerten habe.
Herr Strüwer fragt
nach den einzelnen Sanierungssummen. Herr Kliewe teilt mit, dass die
Summe für die roten Markierungen 1,96 Mio. Euro betrage und für gelb 185.000
Euro, insgesamt 2,145 Mio. Euro.
Frau Neuhaus
bittet, die Aufstellung in Farbe zur Verfügung zu stellen. Herr Kliewe
sichert dieses mit dem Versandt des Protokolls zu.
Herr Grzeschista
möchte wissen, wie ein ordnungsgemäßer Chemieunterricht bei den Mängeln und
dürftiger Lehrerausstattung noch zu gewährleisten sei. Herr Kliewe
betont, dass nach der Verordnung die Nutzung der Räume in der gesamten
Infrastruktur aufgrund der Mängel nicht möglich sei. Die GWH stelle nicht die
Qualität des Unterrichts in Frage, sondern habe sicherzustellen, dass die
ursprünglich angedachte Nutzung der Gebäude und die naturwissenschaftlichen
Räume umfänglich möglich sei.
Herr Panzer weist
auf den Sanierungsbedarf für die Fritz-Steinhoff-Gesamtschule in Höhe von
384.000 Euro hin und fragt nach der Auslegung des Begriffs der Gefahr im
Verzug. Herr Romberg stellt die Frage, ob es zur Beseitigung der Mängel
eine Prioritätenliste gäbe. Herr Kliewe teilt mit, dass der GWH die
Mängel seit dem 12.05. bekannt seien und dass die Umsetzung der
Mängelbeseitigung an den Gebäuden und in den naturwissenschaftlichen Räumen in
Zusammenarbeit mit dem Schulverwaltungsamt abgestimmt werde. Herr Rosga
erläutert zur Gefahr im Verzug, dass die GWH in einigen Fällen dem Schulamt
empfehlen müsse, den Unterricht einzuschränken. Einige der im Gutachten
aufgeführten Maßnahmen seien im Wirtschaftsplan noch nicht enthalten, weil es
sich um neue Erkenntnisse handele. Die GWH werde zusammen mit dem Schulamt
zuerst in der Fritz-Steinhoff-Schule mit der Mängelbeseitigung beginnen. Dort
wo schnelle Abhilfe möglich sei (z. B. bei verstellten Rettungswegen) werde
dieses mit dem Schulamt durchgeführt werden, in den anderen Fällen werde das
Schulamt auf Empfehlung der GWH handeln müssen.
Herr Weber
fragt, ob bereits Räume wegen Gefahr im Verzug geschlossen worden seien. Herr
Kliewe macht deutlich, dass eine Notwendigkeit, Räume wegen Gefahr im Verzug
zu schließen, nicht vorläge. Nach seiner Einschätzung sei eine Gefahr für Leib
und Leben nicht gegeben. Vielmehr sei eine Nutzung der Räume nur eingeschränkt
möglich.
Herr
Vaupel
stellt die Frage, ob die Mängel neue Gesichtspunkte darstellen würden oder ob
sie schon länger zurücklägen und nicht abgearbeitet worden seien. Herr
Kliewe teilt mit, dass die Mängel aufgrund einer Regelüberprüfung
festgestellt worden seien, die erstmalig unter Federführung der GWH
durchgeführt worden sei.
Herr
Nötzel
fragt nach der Verantwortung für Personenschäden bei falsch gelagerten
Chemikalien. Frau Priester-Büdenbender äußert, dass ihre Bedenken in
bezug auf die Gefahr im Verzug nicht ausgeräumt seien. Herr Kliewe
antwortet, dass bei unmittelbarer Gefährdung von Personen der entsprechende
Raum zugesperrt werden müsse. Er habe aber keinen Hinweis und könne nicht
erkennen, dass eine solche Gefahr vorläge.
Frau
Neuhaus
bittet um einen ausführlichen Bericht bzw. eine umfassende Prioritätenliste in
Form einer Vorlage für den Schulausschuss. Auch die kurzfristige Finanzierung
müsse im Schulausschuss erörtert werden, um die Gefahren abwehren zu können,
notfalls aus Mitteln der Schulpauschale. Herr Kliewe sichert die
Unterlagen für den Schulausschuss zu.
Herr
Weber geht
davon aus, dass die GWH nach genauer Inspektion der Räume die Nutzer über die
weiteren Nutzungsmöglichkeiten informieren werde, damit keine Gefahr für Lehrer
und Schüler entstehe. Die Bilder hätten auch gezeigt, dass die Nutzer der Räume
mit dem Eigentum der Schulen nicht so pfleglich umgingen, wie sie sollten.
Herr
Oberste-Berghaus hält die Einführung eines Controlling-Systems zur künftigen
Gefahrenabwehr als Vorsorge für erforderlich.
