04.05.2006 - 5 Luftreinhalteplan Hagen Innenstadt- 1. Fortschr...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Sitzung:
-
Sitzung des Umweltausschusses
- Gremium:
- Umweltausschuss
- Datum:
- Do., 04.05.2006
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB69 - Umweltamt
- Bearbeitung:
- Fred Weber
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Berichterstatter: Herr Dr.
Bleicher
Herr Breddermann
möchte nicht in Extremsituationen sondern zu normalen Bedingungen messen und
fragt nach der Ursache der Hintergrundbelastung. Herr Flack spricht sich
gegen eine Verschiebung auf andere Bereiche aus und fordert den Nachweis der
Wirksamkeit von Maßnahmen. Möglicherweise können durch andere Meßmethoden
(Staubsaugermethode) eindeutigere Zuordnungen erfolgen. Für Frau
Priester-Büdenbender ist das Ziel, bessere Luftverhältnisse zu erhalten.
Die SPD-Fraktion stimme dem Vorschlag zu, erwarte jedoch eine kontinuierliche
Arbeit daran und weitere Berichte im Umweltausschuss. Herr Warmeling
stellt die Frage, ob alle Beschlüsse des Umweltausschusses der Vergangenheit
fehlerhaft gewesen seien, wenn das Rechtsgutachten zutreffe. Seiner Ansicht
nach müsse mit dem Problem großräumiger sprich Umweltzone- umgegangen werden.
Wenn jedoch nichts gemacht werden solle, dann müsse man das auch so sagen. Herr
Dr. Bleicher erläutert, der Rechtsanwalt sei Immissionsschutzrechtler. Die
Kurzfassung der Vorlage enthalte die Ergebnisse des Gespräches beim
Ministeriums vom 1.3.06. Hinsichtlich der zeitlichen Auflösung solle die
gleiche Messungssystematik wie am Graf-von-Galen-Ring angewandt werden. Die Zusatzbelastung zu dem vorhandenen Verkehr
werde geprüft. Hinsichtlich der Hintergrundbelastung gebe es eine Initiative
des RVR, gemeinsame Lösungen zu finden.
Herr Dr. Braun ergänzt, der RVR habe das Thema
aufgegriffen und wolle auch bei flächigen Sperrungen die Gesamtsicht des
Ballungsgebietes berücksichtigen. Herr Flack kritisiert, in den letzten
acht Jahren sei nichts gelaufen. Gesundheitsprobleme in der Bevölkerung seien
zu beachten. Herr Warmeling bittet, das komplette Gutachten den
Fraktionen zur Verfügung zu stellen. Herr Pieper vertritt die Ansicht,
grundsätzliche Regelungen seien nicht nur in Hagen sondern überregional
notwendig. Darüber hinaus sei der LKW-Verkehr zum großen Teil Anliegerverkehr.
Beschluss:
1. Der
Rat nimmt das Rechtsgutachten zum Luftreinhalteplan Hagen Innenstadt zur
Kenntnis.
2. Im
Hinblick auf die Ergebnisse des Rechtsgutachtens und die angeregten Maßnahmen
sollen mit dem Umweltministerium NW und der Bezirksregierung Arnsberg Gespräche
geführt werden mit dem Ziel, eine temporäre Sperrung des Graf-von-Galen-Rings
nur in dem Rahmen vorzunehmen, wie diese der Ermittlung von
Immissionsgrenzwertüberschreitungen aufgrund von Verkehrsverlagerungen auf der
Umleitungsleitungsstrecke dienen.
3. In den
Gesprächen soll auch das Ziel erreicht werden, die Messstation am
Graf-von-Galen-Ring so zu verlegen, dass die ermittelten Werte für die
Feinstaubkonzentrationen an der Baufluchtlinie repräsentativ sind und die Anforderungen der Anlage 2 der 22. BImSchV
eingehalten werden. Diese sieht vor, dass der Messeinlass nicht in nächster
Nähe von Quellen platziert werden darf, um die unmittelbare Einleitung von
Emissionen, die nicht mit der Umgebungsluft vermischt sind, zu vermeiden.
4. Es
soll eine weitere Messstation für 1 Jahr auf dem Bergischen Ring zur Ermittlung
von Partikeln (PM10) und Stickstoffdioxid, ggf. mit finanzieller Hilfe des
Landes, errichtet werden.
