26.09.2006 - 5 Innenstadtring als Einbahnstraßensystem

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

Herr Schumacher erläutert die Sichtweise der Verwaltung, die zu ihrer ablehnenden Haltung geführt hätte.

 

Herr Oberste-Berghaus gibt zu bedenken, dass die Dinge, die von der Verwaltung negativ in diesem Zusammenhang gesehen würden, die FDP-Fraktion positiv auslegen würde. Auch schienen ihm die Kosten wesentlich zu hoch gegriffen. Die Belastungen  würden auf andere Straßenabschnitte verlagert. Auch die Ausklammerung der Bahnhofshinterfahrung sei nicht richtig, da sie von entscheidender Bedeutung für die gesamte Hagener Verkehrssituation wäre. Er schlage daher vor, die Vorlage noch um diese Bereich, insbesondere der Bahnhofshinterfahrung zu ergänzen.

 

Für Herrn Marscheider sind die hohen Kosten ein erschlagendes Argument.

 

Herr Schumacher führt aus, dass die Bahnhofshinterfahrung am Effekt des Einbahnsystems nichts ändere. Allerdings würde die Belastung insgesamt ausgeglichener als heute. Durch die Verdrängung des Verkehrs auf das innerstädtische Netz würde jedoch dort die Belastung höher. Durch das geänderte System gestalteten sich die Wege und Reisezeiten länger. Auch gebe es kaum eine Möglichkeit flexibel auf Umleitungen zu reagieren und verweist hier auf die mögliche Ableitung des LKW-Verkehrs weg vom Graf-von-Galen Ring. Nach Auffassung der Verwaltung bringt das vorgeschlagene Einbahnstraßensystem auf dem Ring den Verkehr in Hagen nicht weiter. Auch umweltmäßig werden die Belastungen nur verlagert.

 

Herr Oberste-Berghaus verweist auf Beispiele anderer Städte z.B. Unna, wo es funktioniere. Es gibt sicherlich eine Menge für und wider dieses System anzuführen. Die Experten sagten jedoch, es sei eine bessere Entwicklung für Hagen.

 

Für Herrn Meier ist dies ein sehr komplexes Thema und durchaus überlegenswert. Natürlich seien auch die negativen Argumente der Verwaltung stichhaltig. Daher schlage er vor, heute keinen Beschluss zu fassen, sondern die Verwaltung zu beauftragen, dies im Rahmen der Verkehrsentwicklungsplanung zu untersuchen.    

 

Herr Gläser berichtet, dass die Bezirksvertretung Mitte dieses Thema eingehend beraten und derzeit eine Einbahnregelung nicht für notwendig erachtet habe. Gleichwohl könne er sich mit dem Vorgeschlagenen einverstanden erklären. Er sei der Meinung, dass der Ring in Zukunft nicht mehr in der Lage sie, den Verkehr aufzunehmen. Ein zusätzliches gravierendes Problem seien die Fußgänger am Graf-von-Galen-Ring. Hierfür müsse möglicherweise eine andere Ebene geschaffen werden.

 

Auch Herr Romberg kann sich mit der Vorgehensweise einverstanden erklären.

 

Herr Asbeck stellt fest dass gegen den Vorschlag von Herr Meier keine Bedenken bestehen, was bedeute, das derzeit eine Einbahnregelung auf dem Ring nicht erfolgen könne. 

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Beschluss:

Der Stadtentwicklungsausschuss empfiehlt dem Rat der Stadt folgenden Beschluss zu fassen:

 

Derzeit erfolgt keine Realisierung eines Einbahnstraßensystems auf dem Innenstadtring.

Die Verwaltung wird beauftragt, weitere Untersuchungen im Rahmen der Verkehrsentwicklungsplanung durchzuführen.

 

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Abstimmungsergebnis:

x

 Einstimmig beschlossen

 

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Anlagen zur Vorlage

Online-Version dieser Seite: https://allris.hagen.de/publicto020?SILFDNR=529&TOLFDNR=41358&selfaction=print