31.01.2006 - 13.1 Bahnhofshinterfahrung
Grunddaten
- TOP:
- Ö 13.1
- Gremium:
- Stadtentwicklungsausschuss
- Datum:
- Di., 31.01.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Asbeck berichtet über das Antwortschreiben des Oberbürgermeisters auf sein Schreiben zur Bahnhofshinterfahrung mit dem Hintergrund der in der Presse erschienenen Aussage des Spediteurs Schmitz zu ablehnenden Aussagen des Umweltdezernenten der Stadt Hagen zur Bahnhofshinterfahrung. Auch sei zu prüfen, ob der Genehmigung des Regierungspräsidenten zur Planfeststellung von Seiten der Stadt widersprochen worden ist. Er werde nun diese Fragen im Rahmen einer Akteneinsicht klären. Die entsprechenden Schreiben seien dieser Niederschrift als Anlage beigefügt.
Herr Dr. Ramrath führt aus, dass die
Akteneinsicht eine Seite darstelle, die andere Seite sei, wie weiter vorzugehen
sei. Wenn die Einschleifung des Gleises auf die S-Bahn-Trasse realisierbar
wäre, sei dann ein erster Schritt für die Bahnhofshinterfahrung getan, um die
Trasse frei zu bekommen. Daher beantrage
er, die Verwaltung zu beauftragen, die Verhandlungen mit der Firma Schmitz
wieder auf zu nehmen, um eine Einschleifung des Gleises auf die S 8 zu ermöglichen. Mögliche
Aufwendungen von Schmitz könnten – falls in der Höhe vertretbar - übernommen werden. Außerden sollte die
Verwaltung beauftragt werden, Verhandlungen mit der DB AG aufzunehmen, ob dort
Bereitschaft einer Einschleifung eines privaten Nutzers auf die S 8 positiv
gesehen würde. Wenn diese Schritte erfolgversprechend aussähen, könnte dann das
weitere Verfahren diskutiert werden. Es sollte nicht bis 2012 gewartet werden,
bis der Vertrag der Firma Schmitz mit der DB auslaufe.
Herr Ludwig gibt zu bedenken, dass schon vor
Jahren über dieses Problem geredet worden sei. Er bitte darum, zügig zu
verhandeln. Dies hätte schon vor Jahren in Angriff genommen werden können.
Herr Meier vermutet, dass hier ein Unternehmen an
der Stadt vorbei mit der DB zu diesem Zweck
verhandelt habe. Dies könnte bei der Akteneinsicht festgestellt
werden.
Herr Asbeck betont, dass diese Akteneinsicht
eigentlich “Vergangenheitsbewältigung” darstelle, wichtig sei, was
weiter geschehen solle.
Herr Schädel berichtet, dass ein
Planfeststellungsverfahren auf Betreiben der Stadt für Schmitz durchgeführt und
abgeschlossen worden sei. Es bestehe ein bestandskräftiger
Planfeststellungsbescheid. Problem sei damals wohl die Betriebszeit des
Anschlusses an die S 8 gewesen. Die Firma Schmitz habe mit einer
DB-Gesellschaft einen Vertrag zur Nutzung der anderen Trasse abgeschlossen,
ohne dass die Stadt von irgendeiner Seite hierüber informiert worden sei.
Wenn dieses Planfestellungsverfahren bestehe, so
sagt Herr Ramrath, habe die Firma Schmitz einen Rechtstitel. Auf dieser Basis
könnten Gespräche geführt werden, sowohl mit der DB als auch mit der Firma.
Dies sei ein Anknüpfungspunkt für das weitere Verfahren.
Herr Grothe bemerkt, dass über diese Problematik
bereits mit der DB gesprochen worden sei. Falls eine Regelung mit der Firma getroffen
würde, könne die Stadt hier einsteigen. Die Bahn habe zur Zeit kein Interesse,
den Anschluss auf zu geben, da hier Einnahmen zu erzielen seien.
Herr Asbeck sieht die Gefahr, dass die DB auch
nach Auslaufen des Vertrages mit der Firma Schmitz, dieser den Anschluss zur
Verfügung stellt.
Da jetzt ein Datum bekannt sei, müssten sich lt. Herrn Grzeschista die Aktivitäten der Stadt hierauf beziehen.
Hierauf erwidert Herr Oberste-Berghaus, dass die
Stadt sich nicht nur auf 2012 beziehen solle, sondern sofort aktiv werden
müsse.
Herr Asbeck stellt fest, dass Einigkeit über den
Auftrag an die Verwaltung bestehe, und weist darauf hin, dass dieses Thema in
Zukunft ständiger Tagesordnungspunkt in diesem Ausschuss sei.
Beschluss:
a)
Die
Verwaltung wird beauftragt, die Verhandlungen mit der Firma Schmitz wieder auf
zu nehmen, um eine Einschleifung von dort auf die S 8 zu ermöglichen.
b)
Des Weiteren
wird die Verwaltung beauftragt, mit der DB AG zu verhandeln, ob dort die
Bereitschaft einer Einschleifung eines
privaten Nutzers auf die S 8 positiv gesehen wird.
c)
Die
Verwaltung wird gebeten, die Verhandlungen mit der DB AG zum Erwerb der Trasse
für die Bahnhofshinterfahrung zu intensivieren.
