31.10.2006 - 3 Vorschläge zur Tagesordnung gemäß § 6 Abs. 3 de...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3
- Gremium:
- Sport- und Freizeitausschuss
- Datum:
- Di., 31.10.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:30
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Tenne erläutert kurz den gemeinsamen Antrag der Fraktionen CDU und SPD. Man
habe überlegt, wie bei städt. Gebäuden, auch eine Prioritätenliste für
vereinseigene Anlagen ins Auge zu fassen. Da es sich um hier um den ersten
derartigen Antrag und um einen Einzelfall handelt, wolle man die Summe aus der
Sportpauschale bereitstellen.
Herr Tenne könne sich vorstellen, dass zukünftig
in dieser Größenordnung weitere Einzelfallentscheidungen getroffen werden
könnten.
Frau Neuhaus schließt sich Herrn Tenne an. Es sei wichtig, vereinseigene Anlagen weiter
zu fördern. Die Einzelfallentscheidung in dieser Sache sei fair.
Herr Rissmann spricht sein Verständnis für den Verein aus. Er stellt im Auftrag der
FDP-Fraktion jedoch den Antrag, die Beratung
als 1. Lesung zu betrachten. Mann könne erst eine Entscheidung treffen, wenn
genauere Zahlen vorliegen. 3 Mitglieder des Sportausschusses sprechen sich
ebenfalls für diese Entscheidung aus.
Abschließend halten Herr Dr. Fischer, Herr Tenne und Frau
Neuhaus fest, dass es das erste Mal seit Einführung der Sportpauschale
vorkomme, dass ein Verein mit so einer Einzelfallentscheidung gefördert werde.
Man müsse dem Verein helfen, da dieser fast vor der Insolvenz stehe. Auch die
noch ausstehenden Kosten für bereits durchgeführte Sanierungsarbeiten seien zu
berücksichtigen.
Aufgrund der Kurzfristigkeit habe
die Verwaltung den Antrag noch nicht umsetzen können, so Herr Tenne. Als
Ergänzung schlägt er vor, dass die Verwaltung bis zur nächsten Sitzung
entsprechende Unterlagen mit Fakten und Vergleichszahlen vorlegt. Dann könne
der Antrag in weiterer Lesung bearbeitet werden. Man favorisiere die
Ausstattung mit Kunstrasen, gegenüber der Sanierung von Tennenplätzen. Diese
muss aber finanzierbar sein.
Herr Alexander gibt eine
Ausarbeitung des Deutschen Fußball-Bundes über Kunstrasen an die Verwaltung
weiter. Diese Ausarbeitung sei auch im Internet abrufbar. Er halte es für
sinnvoll, wenn ein sachkundiger Gutachter des DFB Infos über Kunstrasen geben
würde.
Herr Dr. Schmidt kommt auf
das Gesamtproblem Rasenplätze zu sprechen. Das Ziel, alle Plätze mit Kunstrasen
auszustatten, sei nicht in Frage zu stellen. Die Unterhaltungskosten seien
wesentlich geringer, als die bei Tennenplätzen. Auch die Lebensdauer von
Kunstrasenplätzen sei positiv zu sehen. Die Entscheidung über die Prioritäten
sei allerdings schwierig. Der demographische Aspekt und auch die
Belegungszahlen der Vereine seien in die Beratungen mit einzubeziehen. Hilfreich
sei auch die derzeit im Hauptausschuss vorliegende Vorlage mit Darstellung
aller städt. Liegenschaften in eine Prioritätenliste.
Zum Modell der Finanzierung gebe es mehrere Möglichkeiten, so Herr Dr.
Schmidt weiter. Im Gespräch sei z. B. Mitarbeit durch die Vereine,
„Zugriff“ auf die Sportpauschale oder Sanierung der Plätze im
2-Jahres-Rhythmus.
Die neueren Mitglieder des Ausschusses, so Herr Dr. Fischer,
konnten nicht die gesamte Entwicklung des Sportstättensanierungsprogrammes
verfolgen. Sinnvoll sei die Erstellung einer überarbeiteten Prioritätenliste
mit Hinweisen darauf, was bereits abgearbeitet wurde (siehe Anlage). In der
nächsten Sitzung könne man sich dann über evtl. Verschiebungen innerhalb der
Liste verständigen.
Herr Krippner sehe es
positiv, dass sich der Ausschuss mit diesem Thema beschäftige. Aufgrund der zu
hohen finanzielle Hürde, wolle man auch nicht alle Plätze mit Kunstrasen
ausstatten. Sinnvoll sei ein Platz in jedem Stadtteil. Um keine
Fehlentscheidung zu treffen, sollten gute Überlegungen angestellt werden.
Mit der demographischen Entwicklung werde sich der Ausschuss zukünftig
öfter befassen, so Herr Tenne. Hinsichtlich der Entwicklung der
Kunstrasenplätze könne man erst in der nächsten Sitzung Detailfragen klären,
wenn entsprechende Zahlen und Fakten vorliegen und der Ausschuss über die
Prioritätenliste entschieden habe. Ziel sei es, so Herr Tenne weiter,
die Stadtteile auszustatten, die bisher über keinen Kunstrasenplatz verfügen
(Süd, Hohenlimburg und Mitte).
