30.08.2006 - 8 Zuschüsse an die Wohlfahrtsverbände und andereH...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 8
- Sitzung:
-
Sitzung des Sozialausschusses
- Datum:
- Mi., 30.08.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Frau Machatschek
schlägt vor, den Antrag der Grünen auf Weiterführung des Arbeitsfeldes
Unterstützende Hilfen zur dauerhaften Wohnraumsicherung durch die
Arbeiterwohlfahrt im Zusammenhang mit
den Jahresberichten zu behandeln.
Herr Halbeisen
bittet, den Antrag im Anschluss an die 2. Lesung der Jahresberichte zu
behandeln.
Frau Machatschek geht
die einzelnen Positionen durch und bittet um Zuruf, falls ein Wortbeitrag
gewünscht ist.
Bei der AWO merkt Herr
Mervelskemper an, dass die Stelle bei der AWO, die für die Betreuung der
Menschen zuständig ist, die von Obdachlosigkeit bedroht sind, zum Ende des
Jahres gestrichen werden soll. Bei gleichzeitiger Betrachtung des
Geschäftsberichtes der Verwaltung sei ein unmittelbarer Zusammenhang zu
erkennen. An den dort aufgeführten Erfolgen sei die AWO maßgeblich beteiligt.
Der Sozialausschuss könne es nicht verantworten, dass diese Stelle gestrichen
würde. Der AWO sollte für einen gewissen Zeitraum die Gelegenheit gegeben
werden, zu versuchen, andere Träger zu finden, die diese Stelle finanzieren.
Dies könnten zum Beispiel Wohnungsbaugesellschaften sein.
Er liest im Namen seiner
Fraktion einen erweiterten Beschlussvorschlag vor, der beinhaltet, dass der
Zuschuss an die AWO für ein weiteres Jahr gezahlt wird.
Herr Puder
stellt fest, dass die Zusammenarbeit mit der zuständigen Fachstelle bei der
Stadt hervorragend funktioniere. Er bedankt sich außerdem für das Votum von
Herrn Mervelskemper. Probleme mit den Leuten, die den Wohnbaugesellschaften
Probleme bereiteten, nähmen zu. Wenn die Stelle wegfalle, entstehe in Hagen ein
Vakuum.
Die AWO sei mit einem Konzept
an die Wohnungsbaugesellschaften herangetreten.
Diese hätten auf die
Vorschläge mit verhaltenem Interesse reagiert.
Es werde daher Zeit benötigt,
Überzeugungsarbeit zu leisten und es wäre sehr hilfreich für die AWO, in eine
Weiterfinanzierung zu kommen.
Herr Halbeisen ist
verwundert über die Verwandlung, die dieses Arbeitsfeld jetzt bekäme. Werde das
bisherige Arbeitsfeld denn noch benötigt?
Herr Stüwe lobt
die Arbeit der AWO, die in der Zentralen Fachstelle der Stadtverwaltung sehr
geschätzt würde. Hier würde etwas wegbrechen, wenn die Arbeit in dem Umfang
nicht mehr geleistet würde. Die Zusammenarbeit der AWO mit der Stadt sei sehr
gut. Auch er würde es sehr begrüßen, wenn die Arbeit der AWO weitegeführt
würde.
Herr Puder
erklärt, dass man sich Gedanken darüber machen müsse, wie dieses Feld sich
weiterentwickeln würde. Die Probleme würden mehr werden und der Sozialausschuss
müsse sich Gedanken darüber machen, wie man den großen Druck aus dem Bereich
der Wohnungslosigkeit rausnehmen könne.
Herr Halbeisen
verweist auf die kommunale Verantwortung in dem Zusammenhang.
Herr Brüggemann
erinnert daran, dass durch Abschluss der Verträge eine Pauschalierung
eingetreten sei und die Verbände daher je nach Bedarfslage innerhalb ihres
Budgets agieren könnten. Er stellt die Frage, ob die derzeitige Finanzierung
der Wohlfahrtsverbände überhaupt noch zeitgemäß sei. Mit einer
Vertragskündigung und einer entsprechenden Maßnahmenförderung käme man einer
Situationslösung näher.
Herr Stüwe sieht
eine Interessenüberschneidung auf Seiten von Vermietern und aus städtischer
Sicht, wenn die Stadt Mietrückstände übernommen habe. Die Stadt habe das
Interesse, dass die Hilfe für den Betroffenen nachhaltig sei. Oft erfolge nach
Übernahme der Mietrückstände auch weiterhin eine Betreuung, damit die weiteren
Mieten regelmäßig gezahlt würden. Wenn Herr Puder die Möglichkeit sähe, dass
man in naher Zukunft mit Wohnungsgebern zu konkreten Abschlüssen kommen könne,
würde das sehr begrüßen.
Herr Halbeisen fehlt
in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit von der Stadt und der AWO. Es sei
eine gemeinsame Aufgabe und darauf käme es ihm an.
Herr Puder
erklärt, dass man sich sicher nicht alles von den Wohnungsbaugesellschaften
refinanzieren lassen könne. Aber man habe festgestellt, dass die Gesellschaften
Probleme hätten und man wolle seine Erfahrungen und Leistungen dort in
Anrechnung bringen.
Herr Haensel legt
dar, dass dieser scheinbare Gegensatz eigentlich keiner sei. Was Herr Halbeisen
sich wünsche, dass der Kooperationspartner in Form der zentralen Fachstelle mit
überlege, wie sie diesen Prozess unterstützen könne, dass sich möglicherweise
auch Kosten auf mehrere Schultern verteilten.
Herr Halbeisen teilt
mit, dass er den Beschlussvorschlag von Herrn Mervelskemper mittragen werde,
wenn die Erweiterung zusammen mit der Stadt mitaufgenommen würde.
Frau Machatschek
stellt den erweiterten Beschlussvorschlag zur Abstimmung.
Beschluss:
1. Die Vorlage der Verwaltung
wird ebenso wie die Berichte der Wohlfahrtsverbände zur
Kenntnis genommen.
2. Übergangsweise wird der
Zuschuss an die AWO für die Reintegration Obdachloser
für 1 Jahr weitergezahlt mit der Maßgabe, dass die AWO zusammen
mit der Stadt
Hagen Gespräche mit den Anbietern von Wohnraum führen mit dem
Ziel,
Partnerschaften mit diesen Gesellschaften zu vereinbaren.
Eine Berichterstattung
über den Stand der Verhandlungen soll bis Mitte nächsten
Jahres erfolgen.
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Abstimmungsergebnis: |
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X |
Einstimmig beschlossen |
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Mit Mehrheit beschlossen |
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Einstimmig abgelehnt |
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Mit Mehrheit abgelehnt |
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Abgelehnt bei Stimmengleichheit |
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Ohne Beschlussfassung |
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Zur Kenntnis genommen |
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Dafür: |
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Dagegen: |
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Enthaltungen: |
Nach
der Abstimmung richtet Frau Machatschek noch eine Frage an Herrn Puder.
Zur
Schwangerschaftskonfliktberatung möchte sie wissen, ob sich mittlerweile die
Situation zwischen der Arge und der Beratungsstelle entschärft habe oder ob es
da immer noch große Probleme bei den unterschiedlichen Möglichkeiten der
Mehrbedarfe gebe.
Herr Puder weist darauf hin, dass es in der Anfrage von Herrn
Halbeisen um die gleiche Thematik gegangen sei.
Es
wird festgestellt, dass die Anfragen identisch sind.
Herr
Puder
berichtet von der Problematik, dass die Mitarbeiter bei der Arge nicht
durchgängig darüber informiert seien, welche Fördermöglichkeiten im Bereich der
Ausstattungen vorhanden seien. Die Beratungen der Mütter verliefen dadurch
ziemlich unterschiedlich. Man habe vereinbart, einen Förderzettel zu entwickeln
, der darüber Auskunft gebe, was beantragt werden könne.
Jeder
Einzelfall sei gesondert zu betrachten. Man gehe davon aus, dass man auf einem
guten Weg sei, die Probleme in den Griff zu kriegen.
Herr
Fiedler
weist darauf hin, dass die Stadt hier schneller gewesen sei als der
Gesetzgeber. Das Problem zwischen der Abgrenzung Erstausstattung und
Ersatzbeschaffung sei im Gesetz etwas schwammig formuliert. Die Stadt Hagen
habe hierzu bereits im März 2005 eine
Regelung getroffen. Zum 01.08.06 habe der Gesetzgeber dazu eine Klarstellung im
Gesetz mitaufgenommen.
Anschließend
werden die Fragen anhand des Fragenkataloges von Herrn Halbeisen vorgelesen und
beantwortet. Dieser ist als Anlage dem Protokoll beigefügt.
Abschließend
bedankt sich Frau Machatschek ganz herzlich bei den Anwesenden
Mitgliedern der Verbände.
