23.11.2006 - 5 Theater HagenErste konzeptionelle Überlegungen/...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Do., 23.11.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Frau Suda begrüßt nun Herrn
Hilchenbach und heißt ihn herzlich willkommen.
Herr Hilchenbach bedankt
sich für die Einladung und berichtet, er habe mittlerweile seit der Sommerpause
viele MitabeiterInnen im Hause und auch einen Großteil der Produktionen
kennengelernt. Dabei seien Herr Hermus und Herr Schöne seine
Hauptansprechpartner, mit denen er erfreulicherweise sehr rasch zu einer guten Zusammenarbeit gefunden habe. Das
gleiche gelte auch für Herrn Gerbersmann, mit dem er in einem ständigen
konstruktiven Gedanken- und Informationsaustausch stehe.
Konstruktiv sei aber auch ein langes Gespräch mit dem Vorsitzenden des
Theaterfördervereins, Herrn Hacker, gewesen, das man in der nächsten
Woche im erweiterten Vorstand des Fördervereins fortsetzen werde.
Schwerpunkt sei zur Zeit die
Aufstellung des Spielplanes und die damit verbundene Disposition für die
kommende Saison.
Entgegen einiger Spekulationen wolle man keine Angebotsreduzierung,
sondern soweit es geht, die Sparten ausbauen und einige Dinge neu einführen.
Hauptsächlich wolle man auch den Kinder – und Jugendbereich wie auch die
Theaterpädagogik unter Einbeziehung des Orchesters und des Balletts weiter
ausbauen.
Er habe von Anfang an keinen Hehl daraus gemacht, dass die geforderten
Einsparungen nicht einfach so zu tätigen seien, sondern mit großen Einschnitten
verbunden sein werden, die auch Personalabbau bedeuten. Dabei sei es natürlich
nicht sein Wunsch, Personal abzubauen, aber es sei unseriös, nicht auf
Konsequenzen hinzuweisen.
Herr Hilchenbach hofft,
was den Spielplan und die Disposition angeht, gegen Jahreswende differenzierter
in die Arbeit einsteigen zu können. Daran anschließend werde man erste
Marketingmaßnahmen entwickeln, wobei es über die normalen Aktivitäten hinaus
zahlreiche Extras geben solle, die auch möglichst oft Gelegenheiten bieten sollen,
mit der Bevölkerung in Kontakt zu treten.
Herr Dr,.Fischer erinnert
an einige Schauspieleinkäufe aus der Vergangenheit, die nicht ganz so
“prickelnd” waren, er möchte wissen, ob Herr Hilchenbach
schon Überlegungen angestellt habe, wie man dem entgegenwirken könne.
Herr Hilchenbach
antwortet, man werde auch weiterhin mit Gastspielen arbeiten, es sei aber
angedacht, eine größere Anzahl an Aufführungen von weniger Werken anzubieten.
Frau Kramps kritisiert
vorsichtig, man habe manche Entwicklungen erst aus der Presse erfahren, so auch
die Absicht, drei Berufsschauspieler zusätzlich zum Kinder- und Jugendtheater
zu engagieren. Sie fragt, ob das tatsächlich so sei und wie das zur Einhaltung
des bisherigen Budgets passe. Sie erinnert auch an die bisherige Tradition,
dass der KWA immer über Entwicklungen informiert worden sei, da man im Stande
sein müsse, auf Fragen aus der Bürgerschaft zu antworten. Es gehe dabei
beispielsweise auch um Herrn Hahn.
Herr Hilchenbach betont,
er habe alle Dinge mit Herrn Gerbersmann besprochen und er sei bisher
nicht darauf hingewiesen worden, dass z.B. vertragliche Dinge in den Kulturausschuss
gehören. Hinsichtlich des Kinder- und Jugendtheaters sei er wie schon in seinem
Vorstellungsgespräch der Meinung, dass gerade die teilweise Professionalisierung
zur Zukunftssicherung des Kinder-und Jugendtheaters beitrage. Zudem ergebe sich
der Effekt, mit diesen neuen Mitgliedern auch in anderen Sparten des Theaters
zu arbeiten.
Zu dem angesprochenen Herrn Hahn könne er sagen, er kenne es nur
so, dass die vertraglichen Dinge nur den Intendanten und seine Mitglieder etwas
angehen. Er könne aber wiederholen, es habe ein sehr umfassendes Angebot an Herrn
Hahn bestanden, die Leitung des Kinder- und Jugendtheaters fortzuführen.
Dieses Angebot habe Herr Hahn trotz vielfacher Nachfragen aus persönlichen Gründen jedoch nicht
angenommen. Dies bedaure er sehr, denn
es bringe ihm auch große Schwierigkeiten, da er nun neue Überlegungen anstellen
müsse.
Frau Kramps fragt, wann in
etwa mit dem neuen Spielplan zu rechnen sei.
Herr Hilchenbach
antwortet, er denke, dass ein mittelfristiger Spielplan, der auch in die
nächsten Spielzeiten hinein reiche, ungefähr bis zum Februar 2007 erarbeitet sein wird.
Frau Kramps fragt, ob Herr
Hilchenbach mit der Aussage, er wolle das Kinder- und Jugendtheater
professionalisieren, ausdrücken wolle, dass dies bisher nicht der Fall gewesen
sei.
Herr Hilchenbach stellt
klar, dieser Meinung sei er auf keinen Fall, er wolle die sehr anerkennenswerte
und umfangreiche Arbeit, die bisher geleistet wurde, weiterführen aber unter
Einbeziehung professioneller, fest angestellter Schauspieler. Damit wolle man
dispositionelle Freiheit schaffen, die man so mit Laien nicht habe. Das könne
dazu führen, dass die Abgebote des Theaters noch stärker von Schulen und
anderen Institutionen wahrgenommen werden.
Frau Kramps möchte
abschließend noch eine Frage stellen, die ihr sehr wichtig ist und zwar fragt
sie, ob Herr Hilchenbach gedenkt, die vorbildliche Arbeit von Herrn Hahn, auch hinsichtlich der Arbeit
mit Randgruppen, weiterführen wird.
Herr Hilchenbach bestätigt dies, wobei er anmerkt, dass auch noch
neue Projekte und Stücke hinzukommen werden.
Da keine weiteren Fragen vorliegen, bedankt sich Frau Suda nun bei Herrn Hilchenbach und schließt den öffentlichen Tagesordnungspunkt an dieser Stelle ab.
