25.10.2006 - 6 Neugestaltung der Elternbeiträge nach dem GTK
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Mi., 25.10.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Strüwer zeigt
nochmals die Umstände auf, die zu einer Neugestaltung der Elternbeiträge
führten. Die Frage stelle sich nun, wie man auf der Basis von 1,5 Millionen
€ fehlender Landeszuschüsse einen Teil dieses Betrages durch die
Möglichkeit zu kompensieren, höhere
Elternbeiträge zu erheben.
Heute liege nun ein Vorschlag in Form einer Tischvorlage (siehe Anlage
zu TOP 6) vor, der seines Erachtens dadurch mehrheitsfähig sei, dass man
hier einen Kompromiss gesucht habe, einerseits die finanzielle Situation der
Stadt zu berücksichtigen und andererseits aber auch darauf hinzuwirken, dass
das, was heute beschlossen werde, sozialverträglich sei. Dies sei seines
Erachtens mit diesem Vorschlag, der dem Ausschuss vorliege, erreicht worden.
Aus Gründen der Sozialverträglichkeit habe man anstelle der Vollkompensation
des Fehlbedarfes lediglich die Kompensation der Hälfte des Betrages angestrebt.
Darüber hinaus habe man berücksichtigt, dass gerade in den unteren Stufen der
Einkommensstufen die Mehrbelastung
relativ gering gehalten werde und in der Stufe bis 15.000 € weiterhin
keine Elternbeiträge erhoben würden.
Wunsch des Ausschusses sei es gewesen, die veränderten Elternbeiträge
erst beginnend mit dem Kindergartenjahr 2007/2008 einzuführen.
Auch der Gesichtspunkt der Harmonisierung in Bezug auf die
Geschwisterregelung mit dem Offenen Ganztag und den GTK-Einrichtungen sei
berücksichtigt worden.
Dies sei eine deutliche Besserstellung zu dem, was man heute habe.
Die Sozialverträglichkeit habe man mit Hilfe der Möglichkeit der
steuerlichen Entlastungen gewährleisten können.
Herr Dr. Schmidt weist auf
eine vorzunehmende Korrektur bei der Einkommensstaffel hin. Wenn man sich diese
genau betrachte, entdecke man eine jeweils eine Lücke von 1,- €. Das sei
zu korrigieren.
Herr Dücker wiederholt
seine Aussage, dass der Idealfall sei, wenn man nicht über Beitragserhöhungen
reden müsste, sondern dass diese frei wären. Man solle bei den jeweiligen
Parteien darauf drängen, dass versucht werden solle, zumindest die Betreuung ab
3 Jahren beitragsfrei zu gestalten.
Er werde für diesen hier vorliegenden Kompromiss stimmen, der in einer
sehr langwierigen und offenen Diskussion zustandegekommen sei. Die Argumentikon
sei durchgängig und schlüssig. Durch die Steuerreform sei ein Freibetrag
vorhanden, den man einsetzen könne.
Herr Hanesel richtet
seinen Dank an Politik und Verwaltung für die Beteiligung der freien Träger an
der Meinungsbildung. Auch er hält den Vorschlag für tragfähig.
Herr Decker macht
deutlich, dass seine Fraktion keiner Erhöhung zustimmen werde.
Die Stadt Hagen müsse positive Signale setzen und beweisen, dass sie eine
familienfreundliche Stadt sei.
Frau Klos-Eckermann
entgegnet, dass sie auch lieber um ein beitragsfreies Kindergartenjahr ringen
würde. Wenn das aber die Haushaltslage der Stadt nicht hergebe, sei sie unter
den Vorgaben sehr zufrieden, dass man es im Sinne von Familienfreundlichkeit
hingekommen habe, zumindest die Geschwisterregelung zufriedenstellend zu
regeln.
Herr Decker entgegnet, er
könne einige Beispiele aufführen, dass die Stadt Hagen sich das leisten
könne, was sie sich leisten wolle.
Herr Schledorn weist
darauf hin, dass die Stadt Hagen seit 1981 Haushaltskonsolidierungen durchführe.
Man müsse vernünftige mittelfristige Finanzplanung machen. Er weist die Aussage
von Herrn Decker empört zurück.
Herr Dücker gibt Herrn
Schledorn recht. Er fordert Herr Decker auf, mitzuteilen, wo gespart werden
könne.
Herr Strüwer erinnert
Herrn Decker daran, dass die Entscheidungen im Kinder- und Jugendbereich von
Herrn Marscheider seinerzeit mitgetragen worden seien. In dieser Stadt würden
17 Millionen Euro Eigenanteil für die Kindertageseinrichtungen und 2 Millionen
für Jugendeinrichtungen gezahlt.
Zusätzlich werde zukünftig Jahr für Jahr 1 Million Euro für den Offenen Ganztag
fließen. Eine weitere Million werde aufgewendet, um die U 3 – Betreuung
zu forcieren. Das seien erhebliche Subventionen und es mache keinen Sinn, die
Stadt Hagen permanent anzugreifen und so zu tun, als wenn sie familienunfreundlich
sei.
Er stellt abschließend den um die Korrektur und einen Satz erweiterten
Beschlussvorschlag zur Abstimmung.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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27,3 kB
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