25.10.2006 - 7 Offene Ganztagsschulen im Primarbereich hier: I...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Mi., 25.10.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB40 - Schule
- Bearbeitung:
- Horst Hermann
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Strüwer weist auf die
teilweise unterschiedlichen Beschlüsse hin, die bezüglich dieser Vorlage in der
vorher beratenden Gremien gefasst wurden.
Herr Goldbach erklärt,
dass man hier eine Investitionskostenvorlage vorgelegt habe. Gleichwohl seien
im Text Auswirkungen auf die Betriebskosten enthalten.
Aus aktuellem Anlass habe er eine wenig erfreuliche Mitteilung zu machen.
Auf Seite 3, Teil 4 letzter Absatz der Vorlage sei hingewiesen auf ein
Problem in der jetzigen Finanzierungsstruktur bei der Finanzierung von
Eingruppenlösungen. Hier werde noch davon ausgegangen, dass eine
Unterfinanzierung dieser Eingruppenlösung
von 5.500 Euro da sei. Am vergangenen Montag habe die Steuerungsgruppe
“Offene Ganztagsschule” unter Trägerbeteiligung getagt. Dort sei
trägerseits eingebracht worden, dass diese Eingruppenlösungen wie sie im Moment
finanziert würden, nicht auskömmlich finanziert seien und aus Trägersicht so
nicht weiter finanziert werden könnten.
Dem Grunde nach sei dieser Hinweis hier enthalten. Diese sei insofern
konkretisiert, dass eine Rentabilität dann einsetze, wenn 30 Kinder erreicht
seien. Dies sei für das kommende Antragsverfahren nicht planbar. Er hielte es
für wichtig, diese Mitteilung weiterzugeben, zumal der Betrag von 5.500 Euro in
Richtung 8.000 Euro konkretisiert worden sei. Zur Betriebskostenregelung werde
es eine weitere Vorlage geben.
Herr Haensel ergänzt, dass
auch die Förderschulen betroffen seien was die Platzzahl angehe.
Herr Dr. Schmdt erklärt,
dass man durch diese Nachricht eine neue Finanzsituation habe. Man könne sicher
diese Ausbauplanung jetzt mit dem Hinweis beschließen, dass der Beschluss unter
dem Vorbehalt gefasst werden, dass in Bezug auf die Betriebskosten eine
einvernehmliche Lösung gefunden werden müsse.
Herr Fischer weist darauf
hin, dass der grundsätzliche Hinweis ja in der Vorlage enthalten sei.
Herr Strüwer fasst
zusammen, dass es ja nur zwei Möglichkeiten gebe. Entweder finde man keinen
Träger, der bereit sei, bei der Neueinrichtung von Ganztagsangeboten zur
Verfügung zu stehen . Die zweite Alternative sei, dass politisch beraten werde
und entscheide, ob es wert sei, den Betrieb auskömmlich für die Träger des
Offenen Ganztages zu gestalten. Eine Enscheidung in der heutigen Sitzung über
das Investitionsprogramm und am
folgenden Tag im Haupt- und Finanzausschuss beinhalte, jährlich im Bereich der
Zuschüsse 50.000 bis 70.000 Euro zusätzlich zu investieren.
Herr Haensel ist der
Meinung, dass von diesem Problem die komplette Trägerlandschaft betroffen sei.
Seine Sorge sei, dass insbesondere die Förderschulen darunter zu leiden hätten.
Er hielte den Hinweis von Dr. Schmidt sehr sinnvoll, dies in eine Art Vorbehaltsbeschluss
zu formulieren oder eine entsprechende Protokollnotiz darüber zu machen.
Herr Fischer erklärt, es
dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass dieser Mehrbetrag erst dann
dauerhaft zustandekäme, wenn der Offene Ganztag sich nicht etabliere. Wichtig
sei, dass diejenigen, die das Angebot qualitativ vorhalten wollten,
gleichrangig zu den Schulen betreiben könnten, die mit mehreren Gruppen
arbeiteten, um auch attraktiv werbend tätig zu sein. Alles, was jetzt zu Beginn
an Mehrfinanzierung da sei, trüge mit dazu bei, dass es auf Dauer nicht mehr
finanziert werden müsse, weil es von den Familien angenommen werde und die
Betreuungszahlen stiegen. Dies müsse man mitberücksichtigen.
Herr Strüwer richtet die
Frage an die Verwaltung, wieviel eingruppige Betreuungsangebote insgesamt
vorhanden seien. In wieviel Gruppen habe man die angestrebten 30 Kinder nicht
erreicht?
Herr Goldbach teilt mit,
dass es OGS-Standorte gebe, an denen man freie Kapazitäten habe. Dies sei
insbesondere dort, wo die Schulen relativ nah beieinander seien.
Aktuell gebe es 5 Eingruppenlösungen an 5 Standorten. Diese würden unter
Umständen dadurch als Eingruppenlösungen
stabilisiert, dass an anderer Stelle noch zusätzlich eine Eingruppenlösung verwirklicht würde,
insbesondere in den unter Ziffer 7 aufgeführten Standorten.
Herr Gebauer macht
deutlich, dass beim neuen Anmeldeverfahren durch die Öffnung der Schulgrenzen erst am 20. Dezember klar
sei, welche Kinder in welche Schule gingen. Erst dann begänne die Anmeldung für
den Offenen Ganztag. Seine Erfahrung aus der Praxis sei jedoch die, dass sich
das Interesse am Offenen Ganztag erst langsam aufbaue. Dadurch sei es schwierig
zu sagen, ob eine der beiden Schule mit einer oder zwei Gruppen in den Offenen
Ganztag gehen könne. Er fragt , ob es schon Tendenzen bezüglich der Grundschule
Kuhlerkamp und der Grundschule Fincke gebe.
Nachdem diese Frage von der Verwaltung nicht beantwortet werden kann,
möchte er seine Zweifel an der Aussage
zu Punkt 2 deutlich machen. Er glaube nicht, dass es schon im Januar eine
Aussage gemacht werden könne.
Unter Einbeziehung des Wortbeitrages von Frau Klos-Eckermann
schlägt Herr Dr. Schmidt vor, einen Beschluss zu fassen und die Bedenken
bezüglich der Finanzierung im Protokoll festzuhalten.
Herr Strüwer ist
auch der Meinung, dass auf dieser Basis ein Beschluss vom Jugenhilfeausschuss
gefasst werden solle. Von der Politik müsse auch außerhalb dieses Raumes
Rechnung getragen werden, dass alle Beteiligten in vielen Fragen sehr wohl gewußt
hätten, dass man hier finanzielle Zwänge zu berücksichtigen habe.
Er ließt Punkt für
Punkt des Beschlussvorschlages vor.
Punkt 1 – kein Widerspruch
Punkt 2 – Kein Widerspruch
Punkt 3 – Hier macht Herr Gebauer nochmal seine Bedenken deutlich.
Herr Fischer plädiert für eine intensive Werbephase in diesen Schulen und
deren Elternschaft.
Herr Strüwer schlägt vor, so zu verfahren und die Schulverwaltung
entsprechend mit Wissen der Sachzwänge zu instruieren, um nachhaltig ab-
fragen zu können, wie sich die Situation in diesen beiden Schulen stellen wird.
Punkt 4 – Herr Reinke stellt den Antrag und bittet den Ausschuss, bei diesem Punkt im
ersten Teil wie die Bezirksvertretung in Hohenlimburg zu beschließen.
Herr Strüwer weist darauf hin, dass der Schulausschuss im zweiten Teil bei
diesem Punkt auch mit einer Änderung beschlossen habe. Er liest den Satz
vor.
Diesen Vorschlägen folgt der Auschuss.
Punkt 5 – kein Widerspruch
Punkt 6 – kein Widerspruch
Punkt 7 – Herr Strüwer schlägt vor, auch in diesem Punkt dem Beschluss des Schul
ausschusses zu folgen. Der Ausschuss ist damit einverstanden.
Herr Strüwer stellt den Beschluss mit den Änderungsvorschlägen zur Abstimmung.
Beschluss:
1.
Die
Ausbaumaßnahmen für die Grundschule Geweke, Grundschule Kuhlerkamp,
Karl-Ernst-Osthaus Grundschule, Grundschule Meinolf, Grundschule Liebfrauen,
Grundschule Berchum-Garenfeld, Janusz-Korczak Grundschule, Grundschule
Henry-van-de-Velde, Grundschule Funckepark, Grundschule Wesselbach, Grundschule
Vincke, August-Hermann-Francke-Schule (Förderschule), Pestalozzischule
(Förderschule) werden auf Grundlage der ursprünglichen Planung realisiert.
2.
Hinsichtlich
der Ausbaumaßnahmen für die Grundschule Kuhlerkamp (1 oder 2 Gruppen) und die
Erweiterung an der Grundschule Vincke (3. Gruppe) wird zunächst das
Anmeldeverfahren im November abgewartet.
3.
Die
Ausbauarbeiten für die Gebrüder-Grimm-Grundschule werden auf Grundlage der
geänderten Planung realisiert.
4.
Die
Grundschule Reh kann im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten zum Schuljahr
2007/2008 an der Offenen Ganztagsschule teilnehmen.
Die Verwaltung wird
beauftragt, eine Grobplanung mit überschlägiger
Kostenschätzung für
a)
eine
Teilerneuerung der Grundschulgebäude
b)
einen
Schulneubau in Reh “Am Berge/ Auf dem Baukloh” entsprechend einer
existierenden Planung
als weitere Handlungsgrundlage der Politik
vorzulegen.
5.
Die
Ausbauarbeiten für die 4. Gruppe an der Emil-Schumacher-Grundschule werden
aufgeschoben.
6.
Die
Ausbauplanung von 2 weiteren Gruppen für die Erwin-Hegemann-Grundschule wird
nicht realisiert.
7.
Die
Astrid-Lindgren-Grundschule und die Grundschule Rummenohl werden zur Offenen
Ganztagsschulen mit jeweils 1 Gruppe ausgebaut.
Die Ausbaumaßnahmen sollen rechtzeitig vor Schuljahresbeginn 2007/2008 im
Juli 2007 fertiggestellt sein.
