07.06.2006 - 5 Offene Ganztagsschule2. Nachtragssatzung über d...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Mi., 07.06.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB40 - Schule
- Bearbeitung:
- Horst Hermann
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Frau Klos-Eckermann
berichtet, dass der Schulausschuss diese Vorlage als erste Lesung betrachtet
habe und macht auf einen Druckfehler in
der Vorlage auf Seite 3 des
3. Teils aufmerksam. Dort sei
in der Beitragstabelle bei einem Jahreseinkommen von
0 bis 15.000 fälschlicherweise ein Monatsbeitrag von 0
ausgewiesen. Der richtige Monatsbeitrag sei
hier 10 .
Der Schulausschuss habe die
Vorlage deshalb als erste Lesung angesehen, da im Zuge der neu zu erhebenden
möglichen Elternbeiträge im Rahmen der Kindertagesstätten dort auch diese
Erweiterung der Einkommensstruktur zugrundegelegt werden solle. Man wolle diese beiden Beschlussvorlagen dann
gemeinsam verabschieden.
Herr Hermann stellt fest, dass es früh genug wäre, wenn diese Vorlage
letztlich nach der Sommerpause beraten und entschieden würde.
Herr
Dr. Schmidt
macht deutlich, dass man vorgerechnet habe, dass man als Stadt beim Ausbau der
offenen Ganztagsschule in der letzten Stufe beim alten Beitragsverfahren rund
800.000 bereitstellen müsse. Dieser Betrag stehe nach wie vor im Raum.
Zweiter
Gesichtspunkt sei die Gerechtigkeitsdiskussion, der von verschiedenen Seiten
beleuchtet werden könne.
Er
weist abschließend darauf hin, dass ein rechtlicher Unterschied zum
Kindergarten bestehe. Im Gegensatz zur Kindergartenpflicht auch bei
Nichtbezahlung der Beiträge sei die rechtliche Situation im offenen Ganztag
anders.
Herr
Dücker
befürwortet es, die Vorlage auch als erste Lesung zu betrachten. Dann könne
diese nochmal eingehend in den Fraktionen diskutiert werden. Er weist darauf
hin, dass zu den genannten Beträgen auch noch das Mittagessen hinzugerechnet
werden müsse und dann werde es für einige Beitragszahler schwierig, den Beitrag
aufzubringen.
Herr
Schledorn
schlägt vor, die realen Einkommen bei den Hartz IV Empfängern bei der Beitragsermittlung zugrundezulegen.
Auch er ist dafür, die Vorlage in erster Lesung zur Kenntnis zu nehmen, um in
der Fraktion erneut darüber zu diskutieren.
Herr
Fischer ist
der Meinung, dass es nicht sein könne, dass ein Kind nicht im offenen Ganztag
betreut würde, wenn der Beitrag von den Eltern nicht entrichtet würde. Da müsse
es andere Lösungen geben.
Herr
Dr. Schmidt
erwidert, er sei gebeten worden, die Rechtslage darzustellen. Er stellt klar,
dass dies nicht seine Auffassung von offener Ganztagsschule sei, die Kinder
wegen eines nichtbezahlten Beitrages auszuschließen.
Er
bittet, bei der zu führenden Gerechtigkeitsdiskussion in den unteren Stufen die
verschiedenen Beitragsarten, ob in Kindergarten, bei U3-Betreuung etc., als ein
System zu sehen und diese nicht auseinanderzureißen. Es wäre sinnvoll, dass
eine Betragsstaffel in Hagen für alle Systeme gelte.
Frau
Burghardt
schließt sich ihren Vorrednern an. Sie möchte als Anregung für den
Diskussionsprozess, dass es sinnvoll sei, die Eltern und Kinder zu motivieren,
Leistungen in die Systeme einzubringen, die nicht finanzieller Natur seien.
Auch das könne dazu führen, dass Kosten geringer würden.
Frau
Klos-Eckermann
geht davon aus, dass man sich einig sei, die Vorlage in der heutigen Sitzung
als erste Lesung zur Kenntnis zu nehmen.
Herr Finkensiep möchte die
Ausschussmitglieder noch kurz über die Sitzung der AG 5 Offener Ganztag - am
heutigen Vormittag informieren. In Zukunft werde es voraussichtlich noch
größere Finanzbedarfe für den Bereich des offenen Ganztagsschule geben werde.
In der heutigen Diskussion sie man wieder auf einen Punkt gestoßen, der der AG
eigentlich schon seit zwei Jahren große Bauchschmerzen bereite.
Das vom Rat
der Stadt Hagen im Jahre 2003
beschlossene Personalkonzept im offenen Ganztag beinhalte auch den Einsatz von
Verstärkungskräften aus dem Bereich der Arbeitsgelegenheiten. Das seien
natürlich zusätzliche Arbeitsgelegenheiten im Wortlaut, aber jeder wisse, dass
ohne diese Ergänzungsmöglichkeiten die Arbeit im offenen Ganztag nur schwer
möglich wäre. Seit zwei Jahren befasse sich die AG damit, dass es nach wie vor
immer wieder große Schwierigkeiten im Bereich der Zuweisungen für diese
Arbeitsgelegenheiten komme. Die Frage stelle sich, inwieweit man zukünftig noch
mit diesen Kräften rechnen könne und ob nicht nach anderen Konzepten und
Lösungsmöglichkeiten gesucht werden müsste.
Herr Dr. Schmidt ergänzt,
dass ein weiteres Gespräch in dieser Angelegenheit mit den
Fraktionsvorsitzenden finde am kommenden Dienstag mit der Arbeitsagentur und
der Arge statt.
Herr Gebauer sieht
einen dringenden Gesprächsbedarf in der AG 5. Er bäte, gemeinsam nach dem
Gespräch am Dienstag nochmals zusammenzukommen, um dieses Gespräch, was man
heute begonnen habe, weiter fortzuführen.
Herr Steuber weist
darauf hin, dass die gesamten Fallstrukturen auf DV erfasst worden seien. Für
den Fall, dass sich Beratungsbedarf in den Fraktionen ergeben sollten, könne
dies zur Verfügung gestellt werden. Hiermit könnten auch weitere
Modellrechnungen erstellt werden.
