07.06.2006 - 1 Mitteilungen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 1
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Mi., 07.06.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Steuber freut
sich, dem Ausschuss mitteilen zu können, dass das Ministerium für Generationen,
Familie, Frauen und Integration des Landes NRW habe mitgeteilt, dass Hagen auch
mit zwei Familienzentren ausgewählt worden sei. Hagen sei mit der Einrichtung
des Caritasverbandes Kita St. Engelbert in der Rembergstrasse und mit der
Kindertagesstätte im Stadtteilhaus Vorhalle der Arbeiterwohlfahrt ausgewählt
worden.
Das Land NRW habe europaweit
die wissenschaftliche Begleitung und das Coachen solcher Prozesse
ausgeschrieben. Es sei beabsichtigt, Ende Juni darüber zu informieren, wie das
Verfahren aussehen werde. Es handele sich um einen mehrjährigen Prozess. Dass
diese beiden Einrichtungen ausgewählt worden seien, sei im Konsens mit den
öffentlichen und freien Trägern in Hagen passiert.
Weiterhin weist Herr Steuber
auf eine ausgelegte Vorlage für den Landesjugendhilfeausschuss hin, in dem das
Landesjugendamt über die Änderungen informiere, die sich insgesamt für den
Haushalt des Landes vorgesehen seien. Man habe insofern jetzt für sich und die
freien Träger Rechtssicherheit. Man habe durch eine Gesetzesänderung für die
Tageseinrichtungen für Kinder damit zu rechnen, dass die Betriebskosten
demnächst auf einen Prozentsatz von 30,5 % gesenkt würden. Das sei das
sogenannte Elternbeitragsdefizitausgleichsverfahren. Das bedeute, dass man in
Hagen mit einer Reduzierung des Landeszuschuss in Höhe von 1,5 Millionen zu
rechnen haben werde.
Bei der Gesetzgebung sei man
davon ausgegangen, dass ein Elternbeitrag von 19 % erreicht werden könnte. In
Hagen habe man seit mehren Jahren nur einen Elternbeitrag von 13-14 % gehabt.
Bisher hätten sich Land und Kommune das Aufteilen dieses Defizits geteilt. Das
Land reduziere seinen Anteil nun auf
30,5 %.
Weiterhin würden die Zuschüsse
pro eingerichteter Kindergartengruppe je nach Rechtsstatus (Eigentümer oder
Mieter des Hauses) reduziert. Auch in
diesem Bereich werde man in diesem Jahr 750.000 weniger an Zuschüssen
erhalten.
Als dritter Punkt sei noch zu
nennen, dass die Erziehungs- und Familienberatung mit 10.000 weniger
gefördert würde. Das Frauenhaus werde 36.000 und die Familienbildung 4.000 weniger erhalten.
Es sei festgeschrieben, dass
das Fördervolumen für den Landesjugendplan auf 75 Millionen fixiert bleibe.
Herr Heckrodt gibt
einen Sachstandbericht über den Stand der Prioritätenliste Kinderspielplätze,
die als Anlage zu TOP 1 dem Protokoll beigefügt ist.
Frau
Klos-Eckermann geht davon aus, dass man diesen
Tagesordnungspunkt bei der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses auf die
Tagesordnung nehmen werde.
Herr
Fischer
nimmt Bezug auf die stattgefundene Volksinitiative. Die Landesregierung ließe
Kinder und Jugendliche im Regen stehen. Man behaupte, es würde ja gar nicht
gekürzt. Tatsachen würden verdreht. Man habe 326.000 Unterschriften gesammelt
und Hagen stünde auf Platz 11 der Liste. Er bedankt sich ganz herzlich bei
allen, die mit dazu beigetragen hätten, dass diese vielen Unterschriften
zustande gekommen seien. Besonderen Dank richte er auch an die Hagener Presse.
Frau
Burghardt
berichtet, dass am letzten Freitag Richtfest des Hauses für Kinder gefeiert
wurde. Im Moment würde ein Beteiligungsverfahren in Gang gesetzt. Das Projekt
werde auch in den Arbeitsgemeinschaften nach § 78 KJHG vorgestellt.
Sie
wünsche sich, dass das Projekt ein Gemeinschaftsprodukt in Hagen werde, in dem
der Kinderschutzbund zwar der Träger sei, aber man dankbar für Anregungen von
außen sei, wie dieses Haus mit Leben gefüllt werden könne. Auch Hausführungen
für das Projekt würden angeboten.
