28.11.2006 - 3.2 Bürgerantrag des Herrn Werner Beermann, Kippers...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3.2
- Sitzung:
-
Sitzung des Beschwerdeausschusses
- Datum:
- Di., 28.11.2006
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- OB/A Amt des Oberbürgermeisters
- Bearbeitung:
- Elke Kramer
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Nach Aufruf des Bürgerantrags begrüßt Herr
Romberg den Leiter des Fachbereiches Wassergewinnung der Mark E AG, Herrn
Rüther. Herr Rüther stellt anschließend anhand eines Folienvortrags die
derzeitige und künftig geplante Situation zur Trinkwasserversorgung in Hagen
vor. Er ergänzt seinen Vortrag um die Information, dass der Genehmigungsbescheid
zu den vorgestellten Planungen seit Ende August 2006 vorliege. Die Planungen
könnten demnach so umgesetzt werden, wie sie der Aufsichtsrat der Mark E AG
beschlossen habe. Einige Fragen seien allerdings noch zu klären. Der Antragsteller,
Herr Beermann, erhält die Gelegenheit, zu seinem Bürgerantrag ergänzend
Stellung zu nehmen. Herr Beermann stellt dar, dass es für die Trinkwasserversorgung
der Stadt Hagen unerlässlich sei, die Hasper Talsperre wieder an die
Trikwassergewinnung anzuschließen. Mit Hinweis auf die Nähe des Wasserwerkes
Hengstey zur Autobahn stellt Herr Beermann die Frage, was passiere, wenn es
einen Unfall mit einem Chemietransporter in der Umgebung dieses Wasserwerkes
gebe. Zudem weist er darauf hin, dass das Land den Stadtwerken seinerzeit 15
Mio. DM zur Sanierung der Talsperre zur Verfügung gestellt habe, verbunden mit
der Verpflichtung, diese wieder an das Trinkwasserversorgungsnetz
anzuschließen. Herr Römer stellt fest, dass sich der Umweltausschuss in
seinem Beschluss deutlich für einen Wiederanschluss der Hasper Talsperre an die
Trinkwasserversorgung ausgesprochen habe. Diese Auffassung könne der Beschwerdeausschuss
nur bestärken, es sei zu überlegen, den Bürgerantrag an die Bezirksvertretung
Haspe zu überweisen. Herr Romberg weist darauf hin, dass nicht die
Bezirksvertretung darüber entscheide, sondern der Aufsichtsrat der Mark E AG. Herr
Pieper ergänzt dies um den Hinweis, dass im Prinzip alle dafür seien, die Hasper
Talsperre wieder an die Wasserversorgung anzuschließen. Insofern renne der
Antragsteller mit seinem Bürgerantrag offene Türen ein. Er stelle sich
allerdings die Frage, ob sich angesichts der hohen Investitionen der
Wasserpreis erhöhen werde. Herr Rüther antwortet, dass er diese Frage
nicht abschließend beantworten könne, der Wasserpreis sei jedoch seit sieben
Jahren stabil. Bezogen auf die Frage von Herrn Beermann teilt Herr Rüther mit,
dass die Sicherheit der Wasserwerke sehr wichtig sei. Die Trinkwasserversorgung
aus der Hasper Talsperre sei Bestandteil eines Gesamtkonzeptes. Ausfallende
Lieferungen eines Wasserwerkes seien durch Lieferungen anderer zu ersetzen, allerdings
sei die Kapazität des Wasserwerkes Hasper Talsperre sehr gering, ein erhöhter
Bedarf könne auch durch andere Wasserwerke sichergestellt werden. Der Schutz
des Wasserwerks Hengstey gegen Auswirkungen durch Autobahnunfälle sei hoch, die
Autobahn sei in diesem Teilstück nach den Vorschriften des Wasserschutzgesetzes
gebaut, zudem bilde die Mark E AG die Leitstelle für 19 Wasserwehren aus der
Umgebung. Herr Voigt bedankt sich bei Herrn Rüther dafür, dass er den
Ausschuss in dieser Angelegenheit auf den neuesten Stand gebracht habe. Er
weist darauf hin, dass im Ausschuss keine abschließende Entscheidung zu treffen
sei. Die politischen Vertreter im Aufsichtsrat seien bereits durch die bisher
getroffenen Beschlüsse beauftragt worden, sich entsprechend einzusetzen. Allerdings
seien diese auch gehalten, die Interessen des Unternehmens zu wahren. Frau
Kramps ergänzt dies um den Hinweis, dass dem Einfluss der Politik an dieser Stelle Grenzen gesetzt
seien. Herr Romberg fragt Herrn
Römer, ob dieser an seinem Antrag festhalte, den Bürgerantrag an die BV Haspe
zu überweisen. Er schlägt vor, ergänzend zu dem Beschluss im Umweltausschuss
die politischen Vertreter im Aufsichtsrat noch einmal darin zu bestärken, sich
für den Erhalt der Trinkwasserversorgung aus der Hasper Talsperre einzusetzen
und ansonsten den Bürgerantrag zu vertagen, um die Entwicklung abzuwarten. Herr
Römer zieht seinen Antrag daraufhin zurück, der Vorschlag von Herrn Romberg
wird zur Abstimmung gestellt.
Beschluss:
- Der
Ausschuss für Beschwerden, Anregungen, Bürgerdienste und
Ordnungspartnerschaften schließt sich der Beschlussfassung im
Umweltausschuss an.
- Der
Rat der Stadt Hagen wird gebeten, die politischen Vertreter im
Aufsichtsrat der Mark E AG zu beauftragen, sich im Rahmen der ihnen
gegebenen Möglichkeiten für den Erhalt der Trinkwasserversorgung aus der
Hasper Talsperre einzusetzen.
- Der
Bürgerantrag wird vertagt, die weitere Entwicklung wird abgewartet.
